Avatar: Der Weg des Wassers Bildrate erklärt - warum sehen manche Szenen so flüssig aus?

Tuk in Avatar: The Way of Water
(Bildnachweis: 2022 20th Century Studios. All Rights Reserved.)

Avatar: Der Weg des Wassers ist ein visuelles Spektakel. Von den kristallklaren Ozeanen Pandoras bis hin zu den üppigen Landschaften jenseits des Horizonts - die Heimat der Na'vi geht an die Grenzen der filmischen Möglichkeiten, wie vielleicht kein anderer Film vor ihr. 

Doch während der dreistündigen Laufzeit ist dir vielleicht etwas aufgefallen: Einige Szenen - vor allem in 3D - wirken zu "glatt" oder laufen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten ab. Sei also nicht beunruhigt, wenn dir das aufgefallen ist, denn es gibt einen technischen Grund, der mit der hohen Bildrate zu tun hat und der erklärt, warum Avatar: Der Weg des Wassers für das ungeübte Auge etwas anders aussehen kann als sonst. 

Einige, aber nicht alle Szenen in Avatar: Der Weg des Wassers laufen mit 48 Bildern pro Sekunde (FPS), insbesondere die Unterwasserszenen. Das ist doppelt so viel wie die üblichen 24 FPS, die in den meisten Filmen verwendet werden - deshalb bist du es wahrscheinlich nicht gewohnt, dass alles so flüssig aussieht. Bevor es weiter ins Detail geht, kannst du dir auch unsere ausführliche Kritik zum Film ansehen.

Hier findest du unseren Movietalk zu Avatar 2

48 FPS werden oft als High Frame Rate (HFR) bezeichnet und können oft das "Aussehen" eines Films verändern. Das betrifft u. a. die Beleuchtung, wie flüssig ein Bild aussieht und wie "echt" es wirken kann. Das Problem bei The Way of Water ist, dass sowohl 48 FPS als auch 24 FPS verwendet werden, manchmal innerhalb von Sekunden. Das kann vom menschlichen Auge - das zwischen 30 FPS und 60 FPS sehen kann - als störend empfunden werden und sofort auffallen. In manchen Fällen kann es sogar die Immersion unterbrechen und zu sehr ablenken. 

Warum hat James Cameron also HFR verwendet? Für den Regisseur gibt es einen erzählerischen Grund für das Hin- und Herwechseln der Bildrate. Auf dem Busan International Film Festival (H/T Variety (Öffnet sich in einem neuen Tab)) erklärte Cameron, warum er sich für 48 FPS entschieden hat. 

"Wir verwenden [die hohe Bildrate], um das 3D dort zu verbessern, wo wir ein verstärktes Gefühl der Präsenz haben wollen, z. B. unter Wasser oder in einigen der Flugszenen. Bei Aufnahmen von Menschen, die einfach nur herumstehen und sich unterhalten, wirkt sich die [hohe Bildrate] nachteilig aus, weil sie einen übertriebenen Realismus in Szenen erzeugt, die eher alltäglich und normal sind. Und manchmal brauchen wir das filmische Gefühl von 24 Bildern pro Sekunde", sagte Cameron. 

Also ja, Avatar: Der Weg des Wassers macht alles anders. Wenn dir glatte Szenen auffallen und Szenen, die etwas mehr zu stottern scheinen, dann liegt das daran, dass der Regisseur sich für eine Technologie entschieden hat, die in 99 % der Filme nicht verwendet wird. Was du hier siehst, sind 48 FPS gegenüber 24 FPS in Aktion. Das ist eine große Umstellung - aber eine, an die du dich gewöhnen wirst, wenn du Pandora wieder besuchst.

William Schubert
Freelancer - Content Creator

William Schubert ist Freier Content Creator bei TechRadar und für die Bereiche Playstation, VR, Gaming, Filme und Serien zuständig. 

Außerdem betreut er den YouTube Kanal von TechRadar  Deutschland.


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