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Apple verdrängt Xiaomi vom zweiten Platz auf der Liste der weltweiten Smartphone-Hersteller

Smartphone im Querformat mit zwei Händen gehalten, während ein Spiel gespielt wird
(Image credit: Apple)

Apple hat den Platz, den es einst an den chinesischen Smartphone-Hersteller Xiaomi verloren hatte, bei den weltweiten Verkaufszahlen zurückerobert. Laut den von IDC (International Data Corporation) veröffentlichten Zahlen hat Apple mit 50,4 Millionen ausgelieferten Geräten im dritten Quartal den zweiten Platz wiedererlangt, mehr als Xiaomi, das mit 44,3 Millionen weltweit ausgelieferten Geräten auf den dritten Platz verwiesen wurde. 

Apple hat jetzt einen Marktanteil von 15,2 % und verzeichnete ein Wachstum von 20,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Verglichen damit erlitt Xiaomi im 3. Quartal 2021 einen Rückgang von 4,6 %, konnte sich aber mit einem Anteil von 13,4 % einen guten Teil des Marktes sichern und übertrifft damit alle anderen auf der Liste. 

Nur damit du es weißt: Xiaomi hat es geschafft, Apple im zweiten Quartal vom zweiten auf den dritten Platz zu verdrängen. Das Analystenunternehmen Canalys berichtete im Juli 2021, dass Xiaomi einen Marktanteil von 17% und ein Wachstum von 83% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete. 

Unter den anderen Marktteilnehmern behielt Samsung mit 69 Millionen ausgelieferten Geräten und einem Marktanteil von 20,8 % seinen Spitzenplatz. Vivo und Oppo belegten im dritten Quartal 2021 gemeinsam den vierten Platz auf der Liste der weltweit verkauften Smartphones. 

Apples Gewinn ist Xiaomis Verlust

Apple könnte davon profitiert haben, dass das Flaggschiff von Xiaomi in einigen Regionen nicht so begeistert aufgenommen wurde, während das Unternehmen im dritten Quartal einen Anstieg der iPhone-Verkäufe verzeichnete. Die verzögerte Markteinführung der iPhone 13-Serie und die Preissenkungen bei den Vorgängermodellen könnten dazu beigetragen haben, dass die Auslieferungen des Unternehmens in die Höhe schnellten.  

Die Smartphone-Hersteller lieferten im dritten Quartal insgesamt 331,2 Millionen Geräte aus. Das ist ein leichter Rückgang gegenüber dem letzten Quartal, da die Hersteller aufgrund von Engpässen bei den Komponenten Schwierigkeiten hatten, die Nachfrage nach den Geräten zu decken. 

Wie IDC berichtet, haben die Probleme in der Lieferkette und der Mangel an Bauteilen eine große Rolle bei der Veränderung der Positionen gespielt. Lange Zeit ging man davon aus, dass der Smartphone-Markt gegen dieses Problem immun sei, obwohl viele angrenzende Branchen davon betroffen sind. Aber die Probleme haben nun auch den Smartphone-Markt eingeholt.

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Der IDC-Bericht deutet auch darauf hin, dass die Engpässe alle Anbieter gleichermaßen betreffen, aber einige Unternehmen sind eindeutig stärker von der Unterbrechung der Lieferkette betroffen als andere.  

Der Bericht erwähnt außerdem, dass es viele andere Faktoren gibt, die die Wachstumsrate begrenzen. So haben zum Beispiel strengere Prüf- und Quarantänevorschriften zu erheblichen Verzögerungen geführt. Darüber hinaus gibt es in der Industrie auch produktionstechnische und logistische Herausforderungen zu bewältigen, die nach Ansicht der IDC zu Beginn des nächsten Jahres zu einem anhaltenden Angebotsrückgang führen werden.

Für Xiaomi ging es jedoch nicht nur abwärts. Das Unternehmen hat sich ein neues Ziel gesetzt: Samsung an der Spitze abzulösen. Canalys berichtet, dass Xiaomi Samsung als weltgrößten Hersteller verdrängen will, und zwar so schnell wie möglich. Vielleicht wurden Xiaomis ehrgeizige Pläne durch die unerwarteten Ereignisse im Zusammenhang mit der Prozessorenknappheit durchkreuzt. 

Franziska Schaub

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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