Skip to main content

AMD Ryzen CPUs könnten Intel dieses Jahr noch größere Probleme bereiten

(Image credit: AMD)

Das Vertrauen der Investoren in AMD ist derzeit hoch, und der Aktienkurs steigt stetig, wobei ein Analyst prognostiziert, dass das Unternehmen in diesem Jahr mit seinen Ryzen-Prozessoren einen großen – oder sogar noch größeres – Verkaufswachstum erleben könnte.

Wie The Street* berichtet, geht der Research-Analyst Mitch Steves von RBC Capital Markets davon aus, dass sich AMDs "Marktanteilsgewinne bei PCs auch in Zukunft im mittleren 20%-Bereich bewegen werden" und dass er "eine höhere Überzeugung im Serverbereich in den Jahren 2020 und 2021" für AMD hat.

Jüngste Zahlen eines anderen Analystenunternehmens zu den Verkäufen von Desktop-CPUs, Mercury Research, haben Ryzen-Chips mit einem Marktanteil von 18,3%* im letzten Quartal 2019 belegt. Zum Vergleich: Ende 2018 lag der Marktanteil noch bei 15,9%, was Steves von AMDs künftig noch schnellerem Wachstum überzeugt.

Natürlich sollte jede Analystenprognose mit angemessener Vorsicht betrachtet werden.

In diesen jüngsten Zahlen von Mercury Research hat AMD bei den Laptop-Prozessoren sogar noch stärkere Fortschritte gemacht, und zwar mit einem Anstieg um 4 % im Vergleich zum Vorjahr auf einen Marktanteil von 16,2 % – was Intel wahrscheinlich noch mehr beunruhigen wird, denn bei den mobilen Chips liegt der Großteil der Verkäufe.

All dies ist nicht allzu überraschend angesichts Intels CPU-Lieferengpässen*, Gerüchten über Verzögerungen bei den Comet Lake-Desktop-Prozessoren der nächsten Generation (möglicherweise wegen Problemen beim Stromverbrauch*) und AMDs bereits stark wachsenden Ryzen-Verkäufen* – außerdem noch die neuen Ryzen 4000-Produkte, von denen ein großer Performanceschub erwartet wird (möglicherweise bis zu 20% im Vergleich zu Ryzen-CPUs der dritten Generation).

Analystentag

Weiterhin wird AMD "Finanzanalystentag" mit Spannung erwartet, der am 5. März stattfindet. Spekulationen zufolge könnte vielleicht genau dort die Big Navi-Grafikkarte ("Nvidia-Killer*") enthüllt werden (obwohl wir nicht so sicher sind, ob die Gerüchte tatsächlich wahr werden*). Ebenso könnte AMD seine neue Arcturus-Grafikkarte für das Rechenzentren* vorgestellt werden, die kürzlich durchgesickert ist.

Wer weiß. Steves jedenfalls erwartet beim Investorentreffen "optimistische Nachrichten" von AMD, wobei das Unternehmen voraussichtlich darüber sprechen wird, wie es einen Marktanteil von mindestens 30 Prozent bei Serverprozessoren erreichen will. Auch in diesem Bereich ist Intel dominant, aber definitiv unter Beschuss von AMDs neuem Prozessoren (leistungsstarke Epyc-Chips der 2. Generation).

Intel muss auf diese Bedrohungen reagieren, so viel ist sicher. Außerdem haben wir aus der Gerüchteküche vernommen, dass der Chipriese seine finanzielle Macht auf dem CPU-Markt insgesamt zur Geltung bringen will, indem er Milliarden von Dollar in die Entwicklung* von Core- (Mainstream) und Xeon- (Server) Prozessoren investieren will. Dies könnte einige ernsthafte (weitere*) Preissenkungen auf breiter Front für Intel bedeuten, ist aber alles Spekulation, die noch auf recht wackligen Beinen steht.

* Link in englischer Sprache