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Xbox wählt seine Seite im Konflikt zwischen Epic Games und Apple

Fortnite wurde kürzlich durch den Xbox Cloud Gaming Service auch Apple-Nutzern wieder zugänglich gemacht.
(Image credit: Epic Games / Konstantin Savusia / Shutterstock)

Xbox macht immer deutlicher auf die Rückkehr des Multiplayer-Hits Fortnite auf Apple-Geräte aufmerksam - alles dank Xbox Cloud Gaming. So gibt es gar einen eigenen Trailer, der speziell die Apple-Plattformen hervorhebt und so Werbung für die Rückkehr des Erfolgsspiels von Epic Games machen soll.

Fortnite war lange nicht mehr auf iOS und iPadOS zu finden, da Epic sich mit Apple bezüglich des Anteils an In-App-Käufen nicht einigen konnte. Und noch immer ist das Spiel nicht offiziell im App-Store zu finden. Epic Games CEO Tim Sweeney scheint darüber nicht erfreut und wirft Apple vor ihr Versprechen, das Spiel wieder einzustellen, gebrochen zu haben. Umso angetaner scheint er nun von der Rückkehr des Battle Royale auf diverse iPhones sowie iPads. Ebenso scheint Microsoft sehr zufrieden mit ihrer dargebotenen Umgehungsmöglichkeit zu sein.

Entlang der jüngsten Einführung von Fortnite in den Microsoft Cloud-Service erinnert Sweeney daran, dass Fortnite nun auf allem spielbar sei - auch auf Apple-Geräten.

"Monumentale Neuigkeiten für alle!" tweetete Sweeney. "Fortnite kann jetzt KOSTENLOS über Xbox Cloud auf iPhone, iPad und Android im Webbrowser gespielt werden. Kein Abonnement erforderlich, keine 30% Apple-Steuer."

Daraufhin fragte er seine Twitter-Follower auf welchem "lächerlichen Gerät" diese das Spiel gespielt haben, da es ja nun durch den Cloud-Service streambar sei. Natürlich machten iPhones und iPads den Großteil der Antworten diesbezüglich aus.

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Fortnites Inklusion in die Microsoft Cloud macht hellhörig

Die Beta des Xbox Cloud Gaming Services ermöglicht es den Nutzern auf ein breites Spektrum an Titeln des Game Pass zuzugreifen und nun auch auf kostenlose Optionen wie das genannte Fortnite. Die Inklusion des Erfolgstitels in die Cloud empfand Microsoft gar als so wichtig, dass Sie hierfür einen Trailer entworfen. Dieser preist noch einmal im besonderen Maße die Option für iOS- sowie iPadOS-Nutzer an.

Fortnite ist das erste Spiel was separat ein solches Highlight entlang seiner Einführung in die Xbox Cloud spendiert bekommen hat. Es sieht demnach so aus, als ob Microsoft sehr gerne und lautstark für seine Workaround-Option werben möchte.

Das ist insofern interessant, weil Epic Games im vergangenen Jahr noch zögerte Fortnite in Microsofts Cloud-Dienst einzubinden.

"Wir betrachteten Microsofts Bemühungen mit xCloud als konkurrenzfähig zu unseren PC-Angeboten", sagte Joe Kreiner, Vizepräsident der Unternehmensentwicklung bei Epic, damals in einer Aussage.

Ein weiteres Problem könnte die Einstellung Microsofts bezüglich In-Game-Stores gewesen sein, welche in ihrem Dienst unerwünscht waren. Kreiner räumte zum damaligen Zeitpunkt zudem ein, dass es keine Bemühungen gäbe, um diesen Streitpunkt zu verhandeln.

Fortnite ist für alle da

Einzig die Leistung scheint derzeit noch ein Problem für einige Apple-Nutzer zu sein. So berichten Einzelne von einer "ziemlich ruckeligen" Performance auf dem iPhone 11 Pro Max oder Lag auf dem iPad. Abgesehen von der einen oder anderen Beschwerde bei Apple-Geräten scheint der Service aber Anklang zu finden und es hagelte viele ehrliche, freundliche sowie einige lustige Tweets zur Einführung.

So wird Fortnite gezeigt auf dem Steam Deck, dem Amazon Fire TV Cube, dem Google Nest Hub oder gar einer Oculus Quest 2. Aber auch besonders absurde Formen des Spielvergnügens wie Fortnite auf einem Ultraschallgerät, Schwangerschaftstest oder dem Schultaschenrechner bleiben uns dank Photoshop nicht vorenthalten.

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In Zukunft könnte das Streamen von Spielen des Xbox Cloud Gaming Service allerdings noch einfacher werden. Gerüchten zufolge wird in den kommenden 12 Monaten der Xbox Streaming Stick dafür sorgen, dass insbesondere Personen ohne Konsole oder potente Hardware-Alternative auf den Game Pass und seine Inhalte, wie beispielsweise Fortnite, zugreifen können.

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

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