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Windows 11 ist das Betriebssystem, auf das Gamer gewartet haben – wir erklären, warum

Windows 11
(Image credit: Microsoft)

Ist dein Gaming-PC bereit für einen Facelift? Microsoft hat Windows 11 offiziell vorgestellt, das erste große Update für das seit Windows 10 im Juli 2015.

Mit Windows 11 kommt Ende 2021 eine Reihe neuer und verbesserter Features, von einer überarbeiteten Oberfläche, über die Wiedereinführung von Widgets, bis hin zu einem besseren App-Store.

Doch was ist mit PC-Spielern? Microsoft arbeitet offensichtlich mit Nachdruck daran, Windows 11 zur besten Plattform für PC-Spieler zu machen, denn das neue Betriebssystem soll einige wirklich nennenswerte Features mit sich. Hier sind die bisher besten:

Windows 11

(Image credit: Microsoft)

Integrierter Xbox Game Pass

Solange du den Xbox Game Pass abonniert hast, ist die Game-Pass-Bibliothek in Windows 11 integriert. Dadurch kannst du hunderte von Spielen direkt im PC browsen und installieren.

Natürlich ist Xbox Game Pass auch jetzt schon für Windows-PCs verfügbar, aber die App, die die Spiele übermittelt, ist höchstens funktionstüchtig und meistens nervig, besonders, was das Verwalten von Downloads und Speicherorten angeht. Hoffen wir, dass das in der neuen, integrierten Game-Pass-Bibliothek besser wird.

Wenn du den Xbox Game Pass Ultimate abonnierst, bekommst du außerdem Zugang zu Xbox Cloud Gaming auf deinem PC. Anders gesagt: Wenn du einen schwächeren Laptop besitzt, kannst du trotzdem in den Genuss von AAA-Spielen kommen, als hättest du eine der besten Grafikkarten eingebaut – vorausgesetzt, du hast eine gute Internetverbindung.

Windows 11

(Image credit: Microsoft)

AutoHDR

Wenn du einen einigermaßen modernen Monitor besitzt, hast du wahrscheinlich irgendeine Form von Unterstützung für High Dynamic Range (HDR). HDR erhöht die Spitzenhelligkeit von Szenen und lässt Farben satter aussehen. In modernen Fernsehern und Konsolen ist dieses Feature bereits gang und gäbe und kommt jetzt langsam aber sicher zu PCs. Das Problem ist, dass die Unterstützung dafür im Computerbereich wesentlich geringer ausfällt als in anderen Medien – doch mit Windows 11 soll sich das ändern.

Windows 11 für eine Vielzahl von Spielen „AutoHDR“ bieten – selbst bei solchen, die die Funktion bisher nicht unterstützt hatten. Vorausgesetzt, das Spiel verwendet DirectX 11 oder höher, wird AutoHDR innerhalb der Rendering-Kette angewendet, um älteren Spielen einen moderneren Look zu verleihen. Oben siehst du ein Beispiel von Microsoft, wie Skyrim mit und ohne AutoHDR aussieht und was du erwarten kannst, wobei echtes HDR noch etwas anders aussieht. AutoHDR wird bereits bei Xbox-Konsolen angewendet und wenn wir das als Maßstab nehmen, klingt das Ganze sehr vielversprechend.

Windows 11

(Image credit: Microsoft)

Schnelle SSDs und „DirectStorage“

Hier ist ein weiteres Feature, das Microsoft von der neuen Xbox Series X und Xbox Series S übernimmt: DirectStorage macht Gebrauch von den neuesten Funktionen von NVMe-SSDs, um Spiele „blitzschnell und ohne Ladezeiten“ zu starten. Der Prozess ist etwas komplex, nimmt jedoch Last von der CPU, indem es Assets direkt von der SSD zur Grafikkarte schickt – vereinfacht.

Das klingt zwar schön, jedoch erklärt Microsoft, dass „‚für DirectStorage optimierte’ Windows 11-PCs entsprechende Hardware und Treiber verwenden müssen, um dieses aufregende Feature aktivieren zu können.“ In anderen Worten: Es hängt davon ab, ob du eine passende PCIe 3.0 oder 4.0-NVMe-SSD und ein kompatibles Mainboard besitzt. Die Anzahl der PCs, die von diesem Feature Gebrauch machen können werden, wird anfangs also relativ klein sein.

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(Image credit: Microsoft)

Unterstützung für Android-Apps

Wenn du ein Spiel hast, das du auf deinem Android-Smartphone oder -Tablet spielst, hast du künftig die Möglichkeit, sie nativ auch auf deinem Windows 11-PC spielen. Im neuen Betriebssystem kannst du künftig Android-Apps Seite an Seite mit Windows-Apps verwenden und brauchst dafür keine Third-Party-Software oder andere Kniffe, um sie zum Laufen zu bringen.

Einen Haken gibt es allerdings: Statt auf den Google Play Store, setzt Microsoft auf den Amazon Appstore, um Android-Apps auf Windows zu bringen. Das senkt die Anzahl der unterstützten Apps von knapp 4 Millionen auf mehrere Hunderttausend. Und wenn du eine App ursprünglich über Google gekauft hast, musst du bei Amazon erneut Geld ausgeben. Dennoch ist das viel, viel besser als gar nichts und wird die Spielauswahl auf Windows deutlich erhöhen.