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Microsoft will den massiven Xbox-Server-Ausfall in den kommenden Tagen beheben

Die Xbox Series X und der dazugehörige Xbox Series Controller in schwarz
(Image credit: Micosoft)

Aller Voraussicht nach veröffentlicht Microsoft in den kommenden Tagen ein Xbox-Update um einen Fehler zu beheben, welcher dafür sorgt, dass KonsolenspielerInnen ihre gekauften Spiele nicht starten können.

Anhaltende Serverprobleme seit dem 6. Mai hindern Xbox Series X und S Nutzer daran ihre heruntergeladenen Spiele hochzufahren. Davon sind weiterhin der Cloud Gaming Service sowie Einkäufe im Xbox Store betroffen. Nutzer, die versuchten Spiele zu laden wurden stattdessen mit Fehlermeldungen konfrontiert, die sie auf die Verbindung mit dem Xbox Online-Service verwiesen. Verbindungsversuche blieben hierbei jedoch häufig erfolgsfrei. 

Durch den unerwarteten Serverausfall wurde SpielerInnen der Zugang zu ihrer Spielebibliothek verwehrt. Sogar Offline-Einzelspielertitel konnten von jenen Nutzern nicht gestartet werden. 

Während das Problem bei einigen Konsoleros inzwischen behoben scheint, berichten noch immer viele von Verbindungsproblemen mit den Xbox-Servern und erfolgslosen Spielestarts. Microsoft hat seit dem erstmaligen Auftauchen des Problems Updates zur Fehlerbearbeitung veröffentlicht, welche auf die Behebung hoffen ließen. Schnell wurden diese positiven Nachrichten zumeist jedoch zurückgenommen, da das Problem vermehrt wieder in Erscheinung trat und behandelt werden musste. 

Nun soll seitens Microsoft allerdings eine vollständige Problemlösung bevorstehen.

"Der Problemfall, der einige Nutzer daran gehindert hat, Spiele zu kaufen und zu starten, hat sich deutlich verbessert", twitterte der Xbox Support Account. "Wir erwarten, dass das Problem in den nächsten Tagen mit der Veröffentlichung eines neuen Updates vollständig behoben sein wird."

Eine Nahaufnahme der Xbox Series S mit passendem Xbox Series Controller in weiß

(Image credit: Shutterstock/Mohd Syis Zulkipli)

Die große DRM-Problematik

In Scharen haben sich verärgerte SpielerInnen zuletzt beim Xbox Support gemeldet und über den mangelhaften Zugang zu ihrer Spielebibliothek beschwert. Der Frust darüber ist nachvollziehbar, war doch die sonstige Gaming-Konsole daraufhin nicht viel mehr als ein abgespecktes Multimedia-Gerät zur Nutzung von Drittanbieter-Apps wie YouTube.

"Scheinbar bin ich Besitzer eines teuren Ziegelsteins...", twitterte ein Xbox-Besitzer zusammen mit Videomaterial, welches den Fehlerbildschirm beim Start von Destiny 2 und Fortnite zeigt. 

Ein anderer Nutzer tweetete das Folgende während er seine umfangreiche, jedoch unzugängliche Spielebibliothek zeigte: "Danke, Xbox. Jetzt gibt es nichts was ich noch tun kann." 

Die Störung hat die Aufmerksamkeit zudem auf Microsofts übermäßig strenge DRM-Richtlinien (Digital Rights Management) gelenkt, welche für die Spielbarkeit von (Offline-) Titeln eine Online-Verbindung voraussetzen. Normalerweise ist dies nur umgehbar, wenn du deine Konsole als "Heim-Xbox" einstellst und von dieser deine Spieleinhalte startest. 

Scheinbar ist dieses Mal jedoch mehr schief gelaufen. Denn selbst diejenigen, die mit einer solchen Einstellung normalerweise ihre Konsole betreiben, haben zu Teilen keinen Zugriff auf ihre Games-Collection. 

Wie VGC berichtet, hat der Twitter-Account Does it Play? - der sich den DRM-Anforderungen von Spielen widmet - verkündet, dass dies ein xbox-spezifisches Problem sei. Die Microsoft-Konsole scheint folglich im Gegensatz zur Konkurrenz von Nintendo und PlayStation mit deutlich strengeren Anforderungen zum erfolgreichen Spielstart versehen.

"Wenn die PlayStation-Server morgen dauerhaft ausfallen, wird jedes Einzelspieler-Spiel, das du besitzt, fast dauerhaft offline funktionieren (vorausgesetzt, [die] Konsole funktioniert und [dein] Konto wurde verknüpft)", heißt es. "Es gibt nur eine kleine Gruppe von Titeln, die nicht funktionieren werden."

Im Bezug auf Xbox ergänzt man weiter: "Niemand gewinnt, vor allem nicht die Xbox-Fans, wenn der gesamte Katalog eines Tages unzugänglich wird."


Apropos Zugänglichkeit - während Microsoft an der einen Stelle Fehlerstellen ausbessert, arbeitet das Unternehmen an anderer Stelle entlang des Xbox Everywhere-Projektes an der umfangreicheren Einbindung potenzieller Nutzer und weiteren Zugangsmöglichkeiten zu ihrer Spielebibliothek. Zuletzt wurden dahingehend neue Informationen zum Xbox Streaming Stick bekannt, welcher dir erschwingliches Spielvergnügen mittels Cloud auf deinen Bildschirm zaubern soll.

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

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