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Quest 2 kann kein Ganzkörpertracking unterstützen - aber Project Cambria vielleicht

Project Cambria VR headset
(Image credit: Meta)

Laut Andrew Bosworth, dem Vizepräsidenten von Meta Reality Labs, wird die Quest 2 (opens in new tab) in absehbarer Zeit nicht mit Ganzkörper-Tracking ausgestattet sein.

In einer Q&A (opens in new tab), die Bosworth kürzlich auf Instagram (via RoadToVR (opens in new tab)) veröffentlichte, erklärte er, dass das Design des Quest 2 nicht dafür geeignet ist, die Beine und Füße einer Person zu verfolgen.

"Body Tracking ist super schwierig, weil die Kamera auf deinem Gesicht deine Beine nicht gut sehen kann", erklärte Bosworth und fügte hinzu, dass Meta versucht, den Formfaktor des Headsets zu verkleinern: "Es wird sogar noch schlimmer, [die Kameras] können manchmal nicht einmal über deine Wange hinaus auf deinen Oberkörper sehen."

Bosworth erklärte weiter, dass die Hand- und Kopfdaten der Quest 2 extrapoliert werden können, um genau zu bestimmen, wo sich der Oberkörper und die Arme einer Person befinden, aber das gilt nicht für Beine und Füße.


Analyse: Kommt die Körperverfolgung zu Project Cambria?

Diese Äußerungen scheinen einem Leak von Anfang des Monats zu widersprechen, in dem es hieß, dass das Software Development Kit (SDK) (opens in new tab) von Meta um die Unterstützung von Ganzkörper-Tracking erweitert wurde. Bosworth bezog sich jedoch in seiner Frage und Antwort auf dieses Leck und nannte es "ein wenig verfrüht, aber [Ganzkörper-Tracking] ist etwas, das wir immer im Auge behalten und sicher im Sinn haben".

Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass die Quest 2 mit dieser Funktion ausgestattet wird, lassen Bosworths Aussagen darauf schließen, dass das kommende Project Cambria Headset (opens in new tab) die Vorteile des Ganzkörper-Trackings nutzen wird.

Das liegt daran, dass, wie Bosworth erklärte, das Hauptproblem die Hardware ist. Die Quest 2 und sein Zubehör sind nicht für das Ganzkörpertracking ausgelegt. Wenn Meta diese Funktion einführen wollte, müsste es nach Bosworths Meinung auf seine Inside-Out-Tracking-Methode verzichten und sich an Headsets orientieren, die Outside-In-Tracking verwenden.

Anstatt das Headset die ganze Arbeit machen zu lassen, müsste es sich auf externe Kameras verlassen, um die Bewegungen der Nutzer/innen zu verfolgen.

Oculus Quest 2 headset und controller

(Image credit: Boumen Japet / Shutterstock)

Für die Quest 2, ein Gerät, das davon lebt, dass es billig und einfach zu bedienen ist, könnte das Hinzufügen externer Kameras die unglaubliche Popularität des Headsets zum Stillstand bringen.

Ein neues Headset wie das Project Cambria kommt da schon eher in Frage. Denn laut Meta richtet sich dieses Gerät an erfahrene Nutzer, die bereit sind, für eine High-End-VR-Leistung, die ihre Quest-Geräte nicht bieten können, mehr zu bezahlen. 

Wenn man bedenkt, dass das Gerät noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll, würde das auch erklären, warum Metas VR-SDK mit Ganzkörper-Tracking aktualisiert wurde. Denn was bringt es, eine Hardware mit fantastischen neuen Specs auf den Markt zu bringen, wenn es keine Software gibt, die sie nutzt?

Leider gehen wir nicht davon aus, dass die Quest 3 über die gleiche Art von Tracking verfügen wird. Es sei denn, Meta bringt teures Zusatzzubehör auf den Markt. An der Stelle werden wir uns überraschen lassen müssen.

Vorerst müssen wir abwarten, was Meta ankündigt, wenn es endlich den vollen Funktionsumfang seines Project Cambria Headsets enthüllt. Es würde uns jedoch nicht überraschen, wenn vollständig verfolgte VR-Avatare eines der Hauptverkaufsargumente wären.

William Schubert ist Freier Content Creator bei TechRadar Deutschland und für die Bereiche YouTube, Gaming, Filme und Serien und VR zuständig.


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