Google Chrome will dein Online-Shopping sicherer denn je gestalten

Bisher war zum Online Shopping bei Amazon und Co. stets die Angabe der Bankdaten vonnöten.
(Bildnachweis: Shutterstock / Ivan Kruk)

Dank eines neuen Google Chrome-Updates wird die Verwendung virtueller Kartendetails möglich, die dein Online-Shopping in Zukunft sicherer gestalten sollen.

Das auf der Google IO 2022 (Öffnet sich in einem neuen Tab) angekündigte Update wird deine Privatsphäre verstärken, indem es die Option bietet angefragte Kartendetails durch Händler etc. automatisch einzufügen. Hierzu zählen beispielsweise die Kartennummer, Gültigkeitsdaten sowie die dreistelle CVV-Nummer. 

Die tatsächlichen Kartendaten bleiben durch diese Option geschützt, da sie nicht in den Händlerdatenbanken gespeichert werden und somit für Fremdzugriffe und Datenmissbrauch unzugänglich bleiben.

Was zählt zu Google Chromes virtuelle Karten?

Bisher arbeitet Google für das neue System mit Visa, Mastercard, American Express sowie Capital One zusammen. Vorläufig wird das System jedoch nur in der USA zur Verfügung stehen und nach erfolgreichem Anlaufen hoffentlich auch auf die weiteren Märkte der Welt ausgeweitet. 

Das Unternehmen verspricht sich davon, dass hierdurch eine zusätzliche Sicherheitsebene für Online-Zahlungen und -Käufe mittels Zahlungsgateway geschaffen wird. So entfällt dank des Updates die wiederholte manuelle Eingabe von Kartendetails bei den Käufen. Dies könnte einen ganz ähnliche Effekt bezüglich der Sicherheit haben wie die Option des kontaktlosen Bezahlens in den Ladengeschäften, welche durch fehlende PIN-Eingaben und Einsicht der Kartendetails ebenso für mehr Datenschutz sorgt.

Die Abbildung zeigt das Menü der kürzlichen Neuerung bezüglich Google Chroms virtuellen Kartensystems

(Image credit: Google)

NutzerInnen können ihre virtuellen Kartendetails über die Adresse pay.google.com verwalten. Dort könne Sie die Funktion zudem für einzelne Karten aktivieren oder deaktivieren, ihre virtuelle Kartennummer einsehen oder kürzliche Transaktionen nachverfolgen. 

Google rechnet damit, dass diese Funktion insbesondere für einmalige Einkäufe sinnvoll ist und häufig genutzt wird, aber auch bei wiederholten Erwerbungen oder Abonnements ihre Anwendung findet. Das Unternehmen lässt zudem verlauten, dass die Daten, die aufgrund der Nutzung virtueller Karten erhoben werden, nicht für Werbung oder Targeting-Prozesse verwendet werden. Hier bleiben wir aber vorerst noch skeptisch. 

Das neue Tool wird zunächst über Chrome Autofill Desktop-Nutzern zur Verfügung stehen, soll aber auch bald für Android und iOS-Systeme verfügbar sein. 

Zuletzt ist interessant, dass sich die Möglichkeiten und Arten der virtuellen Karten bisher in Abhängigkeit des Kartenbieters noch unterscheiden. Google hat hierbei festgestellt, dass Capital One-Mitglieder für jede Webseite eine separate virtuelle Karte erhalten, während Visa- und American Express-Kunden eine einzige Karte für alle Websites, jedoch mit variierender CVV-Nummer, verwenden.

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

Mit Unterstützung von