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Zack Snyder's Justice League: 7 Unterschiede, die den Film verbessern

Zack Snyder's Justice League
(Image credit: HBO Max/Warner Bros.)

Es folgen Spoiler zu Zack Snyder's Justice League!

Niemand wird sich Zack Snyder's Justice League ansehen und behaupten, es fühle sich nicht wie sein Film an. In erster Linie fühlt sich der vierstündige Streifen eher nach Fanservice an. Auf den normalen Zuschauer wirkt er vermutlich viel zu langatmig.

Wenn man sich vage an die ursprüngliche Fassung erinnert, erkennt man klare Unterschiede zu Whedons Version, die maßgeblich zu einer Verbesserung des Films beitragen. Letztlich ist der Snyder Cut ein Gewinn für einen der schrägsten und enttäuschendsten Superheldenfilme der letzten fünf Jahre, auch wenn er allein betrachtet kein Streifen ohne Problem ist. Er ist eine echte Fortsetzung zu Batman v Superman, im Guten wie im Schlechten. 

Hier sind sieben Unterschiede im Film, die ihn insgesamt zu einem besseren Fernseherlebnis machen.

Ab hier folgen Spoiler!

1. Mehr Cyborg

Zack Snyder's Justice League

(Image credit: HBO Max/Warner Bros.)

Die größere Aufmerksamkeit, die Zack Snyder Cyborg widmet, ist ein großer Pluspunkt für den neuen Schnitt. Er ist immer noch eine mürrische Figur, aber seine Verwandlung und die angespannte Beziehung zu seinem Vater wird in seiner Version viel näher beleuchtet. Tatsächlich wird Silas Stone, Cyborgs Vater, im Snyders Cut einem anderen Schicksal unterworfen. Das war eine weise Entscheidung, die dem Film eine gute Prise Charakterentwicklung und Dramatik verleiht. Ray Fisher bekommt viel mehr Leinwandzeit, worüber er sich zweifellos gefreut hat. 

2. Ein viel besserer Soundtrack

Danny Elfmans typisch flotter Score war ein Problempunkt der ursprünglichen Kinofassung von Justice League. Dieses Problem wird dadurch gemildert, dass Tom Holkenborg von Batman v Superman die Musik zu Snyders Version des Films beisteuert. Im Wesentlichen fühlt sich der Film dadurch mehr wie eine echte Fortsetzung des Films von 2016 an. In einigen Szenen merkt man das wirklich: Besonders als Diana eine Gruppe von Terroristen in London kurz vor dem Start des Films aufhält. Offensichtlich fühlte sich Elfmans Score in Kombination mit den Nachdrehs so an, als würde er eher mit Snyders Vision des Films ringen, als ihn auditiv zu unterstützen. Der neue Schnitt behebt dieses Problem.

3. Ein stärkerer Showdown

Zack Snyder's Justice League

(Image credit: Warner Bros)

Der große Kampf am Ende des Films, in dem die Justice League Steppenwolf aufhält, ist wirklich bildgewaltig. In der Kinofassung fühlte es sich wie eine abgeschnittene, hastig zusammengewürfelte letzte Schlacht an. Hier würden wir behaupten, dass es die mit Abstand beste Ergänzung zu Snyders Film ist.

Sie tauscht nicht nur das scheußliche rote Grading der Kinofassung gegen einen cineastisch wirkenden dunklen Himmel, sondern schafft es auch, den Film mit der Art von großem Heldenmoment zu beenden, den die Originalfassung dringend brauchte: Barry Allen reist in der Zeit zurück, um Steppenwolfs Versuch, die drei Mutterboxen zu vereinen, rückgängig zu machen. Abgesehen davon hat das Erscheinen eines schlecht gerenderten Darkseid im Hintergrund durch ein Portal nicht viel für uns getan. 

4. Die Rückkehr von Superman ist um Längen besser

Zack Snyder’s Justice League

(Image credit: HBO Max)

Man merkt, dass die Nachdrehs für Whedons Fassung von Justice League darauf ausgelegt waren, Supermans Rückkehr mit einer lustigen Note zu versehen - indem sie ihn in seinen ursprünglichen rot-blauen Anzug steckten, anstatt der Aufnahmen im schwarzen Anzug.

Snyders Version der Rückkehr des Man of Steel wirkte hingegen viel düsterer und entschlossener: Er kommt zurück ins Leben, umarmt Lois Lane und seine Mutter und prügelt Steppenwolf anschließend in seinem coolen neuen Kostüm windelweich. Mehr Action geht nicht.

5. Es ist ein viel schöner aussehender Film

Joker in Zack Snyder's Justice League

(Image credit: Warner Bros)

Eine der auffälligsten Änderungen in diesem Schnitt kommt in der Flashback-Szene des Films, die die Überlieferung der Mutterboxen einführt, die im Zentrum der Handlung des Films stehen. Anstelle von Steppenwolf, der auf der Suche nach ihnen auf die Erde kommt, wie es in der Kinofassung der Fall war, ist es in Snyders Version der DC-Bösewicht Darkseid, der die gleiche Rolle spielt. 

Es gibt zahlreiche kleine Schnitte in dieser Szene, die das Tempo der Szene verändern, aber eine wesentliche Veränderung kommt in den zusätzlichen Szenen zur Geltung, in denen Diana Bruce die Geschichte der Mutterboxen erzählt. Die Kinofassung enthielt eine ziemlich hässlich aussehende und schlecht geschriebene Szene an einem See, die eindeutig nachgedreht wurde, um die Geschichte zu beschleunigen. Diese und viele andere Szenen wurden hier in ihrer ursprünglichen Fassung wiederhergestellt, was uns sehr gefiel. Im Großen und Ganzen hat Snyder einen wunderschön aussehenden Film gemacht, der deutlich besser aussieht als die 2017er Version, abgesehen von ein paar enttäuschenden visuellen Effekten. 

6. Die neue The Flash-Szene ist unerlässlich

Als einer der bizarren Opfer der 2017er Version wird Ezra Millers The Flash in dieser Version mit einer Szene eingeführt, die zeigt, wie sich Barry Allen um einen Job in einer Tierhandlung bewirbt. Mitten im Vorstellungsgespräch rettet Barry Iris West (Kiersey Clemons) vor einem Autounfall. Diese Szene auf so essentielle Weise zur Charakterentwicklung von Barry Allen bei, dass man sich fragt, warum Warner jemals dachte, es sei eine gute Idee, sie zu kürzen. Außerdem gibt es in dieser Sequenz einen der lustigsten The Flash-Momente des Films. 

Auch wenn man hier ehrlich zugeben muss, dass eine wesentliche Stärke der Whedon Version darin bestand, den Charakter mit einer gehörigen Prise Wortwitz zu versehen. Eingefleischte Snyder-Fans sehen das möglicherweise anders.

7. Wir tauchen tiefer in Batmans Universum ein

Batfleck

(Image credit: Warner Bros/DC Entertainment)

Gibt es einen Grund dafür, dass J.K. Simmons Jim Gordon in Zack Snyders Justice League mitspielen musste? Nicht wirklich. Aber wenn du dich jemals ein wenig beraubt gefühlt hast, weil du Ben Afflecks selbst inszenierte Version von The Batman verpasst hast, die schließlich gegen einen ganz anderen Film mit Robert Pattinson ausgetauscht wurde, dann ist die Menge an zusätzlichem Batfleck-Thema in diesem Schnitt ein wahrer Genuss.

Neben zwei Szenen mit Simmons Gordon bekommt man mehr von Jeremy Irons Alfred zu sehen als zuvor. Diese Version des Charakters ist viel gesprächiger als die von Michael Caine in The Dark Knight. 

Dann gibt es natürlich noch den Epilog zu diesem Film, der auf Harley Quinn und Robin verweist und das erste Treffen von Jared Letos Joker und Ben Afflecks Batman von Angesicht zu Angesicht auf der Leinwand zeigt. Diese Szene hat uns zwar nicht gerade umgehauen, vor allem wegen des klobigen Dialogs, aber sie ist sicherlich ein fehlendes Stück im DC Extended Universe, an dem Snyder hart gearbeitet hat.