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Apple weiß, dass es ein AirTag-Problem hat

AirTags could work like Find My iPhone
(Image credit: Shutterstock / Konstantin Savusia)

Apple hat eingeräumt, dass AirTags und die "Find My"-App zur "ungewollten Verfolgung" von Personen verwendet wurden und verspricht, das Produkt und die Art und Weise, wie es die Nutzer über "unbekanntes Zubehör" informiert, das sie ohne ihr Wissen verfolgen könnte, zu ändern.

AirTags sind dafür gedacht, mit persönlichen Gegenständen verbunden zu werden, die leicht verloren gehen können, wie z. B. Schlüssel, Brieftasche oder Portemonnaie, aber sie wurden auch dazu benutzt, Personen ohne deren Wissen zu verfolgen. Jüngste Berichte haben außerdem ergeben, dass modifizierte AirTags und andere ähnliche Ortungsgeräte mit deaktivierten Sicherheitsfunktionen online zum Verkauf angeboten werden. 

Die Ankündigung von Apple enthält keine konkreten, proaktiven Lösungen für das Problem. Stattdessen wird darauf hingewiesen, dass Apple mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeitet (wenn eine Vorladung vorliegt), um die Täter zu verfolgen und die Find My App mit einer neuen Einrichtungssprache aktualisieren wird. Wann immer ein AirTag mit einem Apple-Gerät gekoppelt wird, erscheint eine Warnung, dass das Verfolgen von Personen ohne deren Wissen eine Straftat ist.

Apple aktualisiert auch seine Support-Dokumentation für unerwünschte Ortung, um die bestehenden Sicherheitsfunktionen besser zu erklären.

"Diese Seite enthält jetzt zusätzliche Erklärungen dazu, welches Find My-Zubehör einen Alarm für unerwünschtes Tracking auslösen kann, mehr Bilder, um spezifische Beispiele für solche Alarme zu zeigen, und aktualisierte Informationen darüber, was nach dem Erhalt eines Alarms zu tun ist, einschließlich Anweisungen zum Deaktivieren eines AirTag, AirPods oder Find My-Netzwerkzubehörs", heißt es in der Ankündigung. 

"Es gibt auch Links zu Ressourcen, die Einzelpersonen nutzen können, wenn sie das Gefühl haben, dass ihre Sicherheit gefährdet ist, wie zum Beispiel das National Network to End Domestic Violence und das National Center for Victims of Crime.

Apple hat gute Ideen, um Sicherheitsbedenken auszuräumen, doch das wird noch dauern

Die vielversprechendsten Neuerungen, die Apple in der Ankündigung erwähnt, sind das Präzisions-Tracking, das den Nutzern helfen soll, einen unbekannten AirTag zu finden. Sogar eine AR-Lösung könnte integriert sein, um dich zum genauen Standort des AirTags zu führen. 

In der Ankündigung wird auch auf die Gefahr hingewiesen, dass jemand den Lautsprecher eines AirTags stumm schalten oder manipulieren könnte.

Außerdem arbeitet das Unternehmen daran, die Systemlogik zur Erkennung unerwünschter Ortungen zu verfeinern, damit die Menschen früher über die Anwesenheit eines unbekannten AirTags informiert werden können.

All das sind gute Ideen, aber sie gehen am Ende nicht auf das grundlegende Problem ein: Ein Gerät, das klein genug ist, um deine Schlüssel zu verfolgen, kann leicht versteckt werden, um dich ohne dein Wissen zu verfolgen. Von diesem Ausgangspunkt aus ist alles andere reine Schadensbegrenzung, und auch wenn diese Maßnahmen letztendlich narrensicher sein könnten, könnte es noch eine Weile dauern, bis Apple sie umsetzt.

William Schubert
William Schubert

William Schubert ist Freier Content Creator bei TechRadar Deutschland und für die Bereiche YouTube, Gaming, Filme und Serien und VR zuständig.


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