Amazon stellt Prime-Mitgliedern seine gesamte Musik-Streaming-Bibliothek kostenlos zur Verfügung - aber es gibt einen Haken

Frau hält ein Tablet, auf dem die Amazon Music App zu sehen ist, über einem gelben Tisch
(Bildnachweis: Shutterstock / Marina Rich)

Einer der vielen Vorteile, Amazon Prime-Mitglied zu sein, ist der kostenlose Streaming-Zugang zu 2 Millionen Songs in der Amazon Music-Bibliothek. Mit der heutigen Ankündigung, dass das Unternehmen Prime-Mitgliedern die gesamte Amazon Music-Bibliothek zur Verfügung stellt und damit die Zahl der streamingfähigen Songs von 2 Millionen auf 100 Millionen erhöht, und das alles werbefrei, wurde Amazon Music jetzt noch attraktiver.

Neben der stark erweiterten Musikbibliothek erhalten Prime-Abonnenten auch Zugang zum "größten Katalog werbefreier Podcasts", so Amazon. Die Liste enthält Sendungen aus dem Wondery-Katalog, den Amazon 2020 übernommen hat, wie z. B. Dr. Death, SmartLess und Even the Rich. Außerdem stehen Amazon Exclusives wie der MrBallen Podcast: Strange, Dark & Mysterious Stories, Baby, this is Keke Palmer, und Podcasts von CNN, ESPN und der New York Times zum werbefreien Streaming zur Verfügung.

Die neuen Angebote sind nicht mit einer Preiserhöhung für die Amazon Prime-Mitgliedschaft verbunden. "Wir arbeiten weiter an Innovationen für unsere Kunden, um Prime-Mitgliedern noch mehr Unterhaltung zu bieten, zusätzlich zu dem Komfort und den Vorteilen, die sie bereits genießen", so Steve Boom, VP von Amazon Music, in der Pressemitteilung des Unternehmens.

Prime-Abonnenten können das erweiterte Angebot in einer aktualisierten Amazon Musik-App durchstöbern, die Verbesserungen wie eine Podcast-Vorschau bietet. Im Bereich Musik werden neue Entdeckungsfunktionen eingeführt, mit denen die Nutzer neue Künstler anhand ihrer Vorlieben finden und "eine Sammlung von All-Access-Playlists, die auf ihre persönlichen Hörvorlieben zugeschnitten sind, auf Abruf streamen und zum Offline-Hören herunterladen können", heißt es in der Mitteilung von Amazon.

Analyse: Kostenlos, aber mit einem Haken - einem großen Haken

Es besteht kein Zweifel, dass die Aufstockung der Anzahl der kostenlos streamingbaren Songs in der Amazon Music-Bibliothek von 2 Millionen auf 100 Millionen eine sehr attraktive Neuerung ist, die es lohnender denn je macht, Prime-Mitglied zu sein. Das ist so, als würdest du dein Abonnement mit dem kostenlosen Angebot von Spotify erweitern, nur dass im Gegensatz zu Spotify all diese Songs ohne Werbung sind.

Der Haken an der Sache ist, dass du nur nach Künstler, Album oder Wiedergabeliste mischen kannst - du kannst keinen bestimmten Song für die Wiedergabe auswählen. Dafür musst du ein separates Amazon Music Unlimited-Abonnement abschließen (9,99 Euro pro Monat oder 7,99 Euro pro Monat mit einem bestehenden Amazon Prime-Abonnement), das dir uneingeschränkten Zugriff auf diese 100 Millionen Songs bietet.

Amazon Music Unlimited, das auf unserer Liste der besten Musik-Streaming-Dienste ganz oben steht, ermöglicht es Abonnenten außerdem, Musik in unkomprimierten und hochauflösenden Formaten zu streamen, sowie Spatial Audio und Sonys 360 Reality Audio für bestimmte Titel. Diese wertvollen Extras werden Amazon Prime-Mitgliedern nicht kostenlos zur Verfügung gestellt, obwohl man argumentieren könnte, dass es dem durchschnittlichen, nicht audio-begeisterten Prime-Mitglied egal sein könnte.

Aber auch ohne Dinge wie Lossless und Spatial Audio sowie die Möglichkeit, einen bestimmten Titel aus der 100 Millionen Songs umfassenden Amazon Music-Bibliothek zu streamen, ist eine Amazon Prime-Mitgliedschaft besser denn je. 

Für 8,99 Euro pro Monat (Öffnet sich in einem neuen Tab) oder 89,90 Euro pro Jahr (Öffnet sich in einem neuen Tab) erhältst du kostenlosen, schnellen Versand, unbegrenztes Streaming von Filmen und Serien, werbefreie Podcasts, Prime Gaming, mehr als 3.000 Bücher und Zeitschriften mit Prime Reading und unbegrenzten Fotospeicher bei Amazon Photos. Das ist eine ganze Menge für das Geld. Amazon will uns ganz klar in seinem reichhaltigen Ökosystem halten, und der kostenlose Zugang zu noch mehr Musik ist nur eine weitere Möglichkeit, das zu erreichen.

Franziska Schaub
Chefredakteurin

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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