Skip to main content

Warum Moto's ungesehenes Smartphone einen spannenden Vorgeschmack auf das Galaxy S23 Ultra geben könnte

Moto X30 Pro
(Bildnachweis: Motorola)

Wenn du die Tech-News nicht genau verfolgst, ist die Vorstellung des neuesten Flaggschiffs von Motorola wahrscheinlich an dir vorbeigegangen - das Moto X30 Pro wurde nur in China eingeführt und wird höchstwahrscheinlich nicht außerhalb des Landes verkauft werden.

Dieses neue Android Smartphone könnte uns jedoch einen verlockenden Blick in die Zukunft geben, vor allem im Hinblick auf das Ultra-Modell des Samsung Galaxy S23.

Wir wissen, dass sich das nach einer ziemlich abwegigen Spekulation anhört, aber wir meinen es ernst - das Moto X30 Pro könnte uns einen Einblick in den viel gepriesenen Nachfolger des Samsung Galaxy S22 Ultra (Öffnet sich in einem neuen Tab) geben.

Voll auf die 200

Das Moto X30 Pro ist das erste Smartphone der Welt mit einer 200-MP-Hauptkamera - anscheinend hat Motorola keine Skrupel, eine so hohe Auflösung zu verwenden, die die meisten Kamerahersteller bisher nicht einmal ansatzweise liefern wollten.

Bemerkenswert ist, dass Gerüchte darauf hindeuten, dass das Samsung Galaxy S23 Ultra die gleiche 200-MP-Kamera bekommen wird. Wir dachten sogar, dass das Galaxy das erste Handy mit dieser Kamera sein könnte, vor allem weil der Sensor von Samsung hergestellt wird, aber Motorola macht gerne den Anfang.

Auf der chinesischen Social-Media-Plattform Weibo (Öffnet sich in einem neuen Tab) hat Motorola sogar einige Kamera-Samples zur Verfügung gestellt, obwohl das Unternehmen angesichts des großen Titels, den es gerade für sich beansprucht hat, erstaunlich wenig geteilt hat.

Diese Beispiele könnten uns einen guten ersten Einblick in die Kamerafähigkeiten des Samsung Galaxy S23 Ultra geben, aber wirklich interessant ist, was sich darunter verbirgt.

Was könnte neu sein und worauf müssen wir verzichten?

Wir können nicht sagen, dass die Bilder des Moto X30 Pro genauso aussehen werden wie die des Samsung Galaxy S23 Ultra - Szenenoptimierung und KI-Optimierung haben wahrscheinlich einen großen Einfluss auf die Fotoqualität. Aber wir können uns an bestimmten Aspekten des Moto orientieren, um Hinweise auf das Galaxy zu erhalten.

Samsung Galaxy S22 Ultra Kamerabereich

(Image credit: Future)

Die 200-MP-Kamera des X30 Pro kann nicht nur für hochauflösende Fotos verwendet werden. Das Moto unterstützt 16-in-1-Pixel-Binning, um 12,5-MP-Bilder zu machen, und 4-in-1, um 50-MP-Aufnahmen zu schießen (normalerweise bieten Smartphones nur eine Art des Pixel-Binnings).

Außerdem war der Digitalzoom des Smartphones ein Marketingschwerpunkt von Moto: In einem frühen Teaser hieß es "35mm, 50mm, 85mm". Das bezieht sich auf die Brennweiten der Kameras, denn mit dem Digitalzoom des X30 Pro kannst du die Fotos ganz nah heranholen, um diese Zoomstufen nachzubilden.

Diese digitale Zoomfunktion hat allerdings einen Nebeneffekt: Sie verringert die Wirkung des optischen Zooms - ein Umstand, den Motorola offensichtlich erkannt hat, denn das X30 Pro ist mit einem prägnanten 12-MP-2fach-Zoom-Modul ausgestattet.

Es wäre schade, wenn Samsung diesem Beispiel folgen würde, denn seine 10-fache Periskop-Zoomkamera ist ein Höhepunkt des Kamera-Erlebnisses. Aber ein 200-MP-Sensor wäre nicht so nützlich, wenn das Zoomen von einer bestimmten Kamera abgedeckt wird, so dass es möglich ist, dass Samsung auf das länger reichende seiner beiden Teleobjektive verzichtet.

Eine weitere interessante Auswirkung dieser hochauflösenden Kamera ist das Design des Smartphones, denn die Hauptkamera des X30 Pro ist ziemlich groß, um all diese Pixel aufnehmen zu können (obwohl es erwähnenswert ist, dass die Pixelgröße des Sensors im Vergleich zu den Kameras der anderen Smartphones nicht so groß ist). 

Beim Moto zeigt sich das in einem großen Hauptobjektiv, das ins Auge sticht und viel Platz einnimmt. So etwas würde nicht auf den ohnehin schon großen Kamerabuckel des S22 Ultra passen.

Wenn das Samsung Galaxy S23 Ultra tatsächlich einen 200-MP-Sensor verwendet, macht das Moto deutlich, dass Samsung den Kamerabuckel umgestalten muss, damit die Hauptkamera darauf passt.

Inwieweit die Umgestaltung notwendig ist, hängt davon ab, welche anderen Kameras Samsung neben der 200-MP-Kamera einsetzen möchte, aber in jedem Fall ist eine Verschiebung notwendig.

Auch wenn Leaks darauf hindeuten, dass das Samsung Galaxy S23 Ultra mit einer 200-MP-Kamera ausgestattet sein wird, können wir uns erst sicher sein, wenn das Gerät auf den Markt kommt, und wir haben schon öfters falsche Leaks zu Handys gesehen. Es handelt sich also um einen hypothetischen, aber möglicherweise genauen Blick in die Zukunft der Samsung Smartphones (Öffnet sich in einem neuen Tab).

Franziska Schaub
Chefredakteurin

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


Du möchtest, dass dein Produkt bei uns vorgestellt wird oder hast Neuigkeiten, die wir unbedingt in die Welt hinausstreuen sollen? Dann melde dich am besten unter fschaub[at]purpleclouds.de :)

Mit Unterstützung von