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Windows 11 bekommt Android-Apps – aber nicht von Google

Windows 11
(Image credit: Microsoft)

Als Microsoft am 24. Juni Windows 11 offiziell vorgestellt hat, gab es auch eine nette Überraschung: Android-Apps sollen endlich auf Windows funktionieren, aber aus einer unerwarteten Quelle. Statt von Google, bezieht Windows die Apps aus dem Amazon App Store und speist sie in den überarbeiteten Windows Store, sodass du deine Lieblings-Apps lokal installieren und am Startmenü oder an der Taskleiste anheften kannst.

Das könnte jedoch wiederum bedeuten, dass du nicht Zugriff auf wirklich alle deine Lieblings-Apps bekommst, da der Amazon Store mit rund 460.000 Apps deutlich kleiner ist als Google mit 3,04 Millionen.

Viele weitere Informationen gab es zu diesem überraschenden Feature von Windows 11 nicht, diese dürften aber in den nächsten Tagen erscheinen. Bisher haben wir gesehen, dass Apps im mit dem neuen „Snap Layouts“-Feature zusammen mit anderen Fenstern auf dem Bildschirm angeordnet werden können.

Da die Ankündigung recht knapp und unerwartet ausgefallen ist, sind wir uns nicht sicher, wie viele Android-Apps tatsächlich unter Windows 11 verfügbar sein werden, wenn er erscheint. Dennoch freuen wir uns, angesichts der Vielzahl schlechter Alternativen für Smartphone-Apps wie Instagram und Snapchat.

Es ist nicht das erste Mal, dass Microsoft versucht hat, Android-Apps in Windows zu integrieren. Manche werden sich an „Project Astoria“ erinnern, bzw. „Windows Bridge for Android“, wie es offiziell bezeichnet wurde, das 2016 eingestellt wurde und ursprünglich Android-Apps für die Universal Windows Platform (UWP) konvertieren sollte, damit sie auf allen Windows-Geräten funktionieren. Das Projekt hat (in der Öffentlichkeit) nur ein Jahr existiert, bevor es wieder verschwunden ist, aber die neue Ankündigung ist ein Hinweis darauf, dass es nach wie vor einen immensen Bedarf an Android-Apps auf Windows gibt.

Wie es bei Windows-Releases üblich ist, wird Windows 11 zuerst an Mitglieder des Windows-Insider-Programms verteilt. Es gibt außerdem eine geleakte Version, von der wir aber dringlichst abraten.