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PlayStation Plus und Nintendo Switch Online werden verbraucherfreundlicher

Das PlayStation Plus-Logo
(Image credit: Sony Interactive Entertainment)

Sony und Nintendo werden die Handhabung der automatischen Verlängerung von PlayStation Plus- und Nintendo Switch Online-Abonnements ändern, nachdem Microsoft Anfang des Jahres ähnliche verbraucherfreundliche Änderungen vorgenommen hat.

Nach einer Untersuchung der britischen Wettbewerbsbehörde (Competition & Markets Authority, CMA) werden Sony und Nintendo Änderungen an den Diensten vornehmen, die es inaktiven Abonnenten erschweren, versehentlich für Dienste zu bezahlen, die sie nicht mehr wollen.

Sony hat zugestimmt, keine Zahlungen mehr von PlayStation Plus-Mitgliedern anzunehmen, die den Dienst schon lange nicht mehr genutzt haben. Inaktive Abonnenten werden daran erinnert, wie sie die Zahlung für den Dienst einstellen können. 

Nintendo hat unterdessen bereits seine Verlängerungspolitik geändert. Nintendo Switch Online-Abonnements werden nicht mehr mit der Standardoption "Automatische Verlängerung" verkauft, um zu verhindern, dass die Spieler automatisch monatlich neue Verträge abschließen.

Zuvor wurden Spieler bei PlayStation Plus und Nintendo Switch Online auf unbestimmte Zeit belastet, bis sie ihre Mitgliedschaft aktiv beendeten. So konnte es passieren, dass man versehentlich monatelang für die Dienste zahlte, weil man vergessen hatte, sie zu kündigen. 

Die CMA erklärte, dass diese Änderungen dies verhindern und die Verbraucher schützen werden, die oft nicht wissen, ob ihre Abonnements automatisch jeden Monat verlängert werden, und die auch nur schwer die automatische Verlängerung abstellen können.

"Als Ergebnis unserer Untersuchungen wurden in der gesamten Branche eine Reihe von Änderungen vorgenommen, um die Kunden zu schützen und die Bedenken bezüglich der automatischen Verlängerung von Abonnements auszuräumen", sagte Michael Grenfell, Executive Director of Enforcement bei der CMA.

"Mit der heutigen Ankündigung schließen wir unsere Untersuchungen im Bereich der Online-Videospiele ab. Unternehmen in anderen Branchen, die Abonnements mit automatischer Verlängerung anbieten, sollten ihre Praktiken überprüfen, um sicherzustellen, dass sie die Verbraucherschutzgesetze einhalten.

ps plus

(Image credit: Sony)

Nach dem Vorbild von Microsoft

Die Updates folgen ähnlichen Änderungen, die Microsoft Anfang des Jahres an seinen Xbox Live Gold und Xbox Game Pass Mitgliedschaften vorgenommen hat. Wie Sony wird auch Microsoft inaktive Kunden daran erinnern, wie sie ihre Abo-Zahlungen stoppen können, und schließlich keine Zahlungen mehr von ihnen annehmen, wenn sie ihre Mitgliedschaft weiterhin nicht nutzen.

Die CMA stellte später gegenüber The Verge klar, dass diese Änderungen "für inaktive Abonnements zunächst in Großbritannien eingeführt werden und bald weltweit verfügbar sind", was möglicherweise darauf hindeutet, dass auch Sony und Nintendo ihre Änderungen weltweit einführen werden.

Microsoft hat sich außerdem verpflichtet, seine Rückerstattungspolitik anzupassen. Das Unternehmen wird sich nun mit Kunden in Verbindung setzen, die wiederkehrende 12-Monats-Pakete abgeschlossen haben. Dabei wird ihnen die Möglichkeit geben, ihren Vertrag zu kündigen, sowie eine anteilige Rückerstattung für ungenutzte Monate gewähren, die sie bezahlt haben, ohne es zu merken. 

Es gibt aber noch Raum für Verbesserungen. PlayStation Plus- und Xbox Game Pass-Nutzer haben immer noch nicht die Möglichkeit, die automatische Verlängerung zu deaktivieren, wenn sie ein Abonnement abschließen, d.h. sie müssen sie manuell ausschalten oder sich auf die Erinnerungen von Microsoft und Sony verlassen.

Das ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und wird hoffentlich dazu beitragen, die aggressiven Abo-Praktiken einzudämmen, die in der Tech-Branche weit verbreitet sind. Diese Änderungen könnten andere große Unternehmen dazu ermutigen, diesem Beispiel zu folgen. Amazon bspw. wird seit langem von Verbraucherschützern dafür kritisiert, dass es nicht weiß, wie man seine Prime-Mitgliedschaft kündigt.

William Schubert
William Schubert

William Schubert ist Freier Content Creator bei TechRadar Deutschland und für die Bereiche YouTube, Gaming, Filme und Serien und VR zuständig.


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