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Nvidia könnte bei RTX 4000 GPUs weiterhin auf PCIe 4.0 setzen

Nvidia geforce rtx 3050
(Bildnachweis: Future)

Einem neuen Gerücht zufolge könnte die nächste Grafikkarten-Generation von Nvidia, Codename „Lovelace“, weiterhin die PCIe 4.0-Schnittstelle verwenden.

Diese Informationen kommen vom weithin zuverlässigen Hardware-Leaker Kopite7kimi auf Twitter, der einige Details zu RTX 4000-Grafikkarten geteilt hat.

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Aktuelle Nvidia RTX 3000-Grafikkarten (Ampere) verwenden den PCIe 4.0-Steckplatz auf dem Mainboard. Bei Lovelace ist man bisher davon ausgegangen, dass auf PCIe 5.0 aufgerüstet werden würde.

Die Annahme war, dass Nvidia für Verbraucher-Grafikkarten zu PCIe 5.0 wechseln würde, nachdem das Unternehmen bereits angekündigt hatte, die Schnittstelle für die Profi-Karten mit der Hopper-Architektur zu verwenden. Allein vom Marketingstandpunkt aus betrachtet würde das durchaus Sinn ergeben, nachdem die 12. Generation von Intel-Prozessoren und voraussichtlich auch Zen 4-Prozessoren von AMD, die im Herbst erscheinen sollen, den neuen Standard unterstützen.

Außerdem wird davon ausgegangen, dass Nvidia für die RTX 4000-Reihe PCIe 5.0-Stromstecker verwenden wird, was bereits bei der stromhungrigen RTX 3090 Ti der Fall ist. Lovelace soll also PCIe 5.0-Strom ziehen, aber Daten über PCIe 4.0 übertragen.


Analyse: Brauchen wir überhaupt PCIe 5.0 vor der RTX 5000?

Es klingt zunächst ungewöhnlich, dass eine Grafikkarte PCIe 5.0-Strom zieht, aber in einem PCIe 4.0-Slot steckt. Wenn man jedoch genauer darüber nachdenkt, ist es gar nicht so überraschend. Bereits die RTX 3090 Ti macht das, die angeblich eine Art Testgerät für die RTX 4000-Karten darstellen soll, wenn man der Gerüchteküche glauben kann (via Neowin (Öffnet sich in einem neuen Tab)). Natürlich ist das alles weitestgehend spekulativ und sollte deshalb mit Vorsicht genossen werden.

Dennoch ist aus rein pragmatischer Sicht völlig nachvollziehbar, wenn Nvidia für die nächste Grafikkartengeneration weiterhin PCIe 4.0 verwendet. Die neue PCIe 5.0-Schnittstelle dürfte in der Produktion noch deutlich teurer sein und für den Großteil der Alltagsanwendungen bietet PCIe 4.0 mehr als ausreichend hohen Datendurchsatz.

Zwar wäre der Einsatz von PCIe 5.0 eine Möglichkeit, die neuen Grafikkarten zukunftssicher zu machen, aber bis PCIe 4.0 die Luft ausgeht, dürfte es schon Zeit für die RTX 5000-Reihe sein.

Kurz gesagt: Es gibt keinen triftigen Grund, schon jetzt auf PCIe 5.0 zu setzen. Was Nvidia durch die Verwendung von PCIe 4.0 spart, könnte sinnvoller in die Performance gesteckt werden. Wir wären also nicht besonders überrascht, wenn das tatsächlich eintritt. Sorge bereitet uns vielmehr der, Gerüchten zufolge, enorme Stromverbrauch der RTX 4000-Reihe.

Ersten Berichten zufolge sollen die Karten bis zu 600 Watt verbrauchen, im Flaggschiff-Segment sogar bis zu 800 Watt. Gamer dürften nur wenig Lust darauf haben, neben einer neuen Grafikkarte auch noch ein neues Netzteil zu suchen und zu kaufen, besonders bei den Grafikkartenpreisen – selbst wenn sie sich diese langsam aber sicher bessern.

Redakteur – Gaming, Computing

Eugen Wegmann ist Online-Redakteur für PurpleClouds Deutschland GmbH / TechRadar Region DACH und zuständig für Gaming und Computer-Hardware.

E-Mail: ewegmann[at]purpleclouds.de

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