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EU verhängt Strafen gegen Valve wegen Geoblocking

Steam
(Image credit: Casimiro PT / Shutterstock.com)

Die Europäische Kommission hat Valve und fünf andere große Spiele-Publisher für die Verwendung von Geoblocking bei Steam-Keys abgestraft.

Die Regionssperre sollte verhindern, dass Keys, die in anderen EU-Ländern gekauft wurden – wo sie häufig günstiger sind – im eigenen Land funktionieren. Solche Sperren verstoßen allerdings gegen das EU-Recht, wobei sich der eigentliche Vorwurf der EU auf Absprachen zwischen den sechs Unternehmen berief.

Zu den betroffenen Unternehmen gehören Valve (Steam), Bandai Namco, Capcom, Focus Home, Koch Media und ZeniMax (Eigentümer von Bethesda).

Die EU-Kommissarin für Wettbewerb und geschäftsführende Vizepräsidentin Margrethe Vestager erklärt dazu:

„Die heute wegen der Geoblocking-Praktiken von Valve und fünf PC-Videospieleverlagen verhängten Geldbußen dienen als Erinnerung daran, dass es den Unternehmen nach dem EU-Wettbewerbsrecht untersagt ist, den grenzüberschreitenden Verkauf vertraglich zu beschränken. Denn solche Praktiken verhindern, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa die Vorteile des digitalen Binnenmarktes nutzen und sich in der gesamten EU das beste Angebot aussuchen können.“

Strafen für alle

Dem Urteil zufolge muss Valve € 1,62 Mio. Strafe zahlen, ZeniMax € 1,66 Mio., Koch Media € 977.000, Capcom € 396.000 und Bandai Namco € 340.000. Das höchste Bußgeld in Höhe von € 2,89 Mio. muss Focus Home zahlen.

Valve hatte sich geweigert, bei den Untersuchungen zu kooperieren und muss die volle Strafe zahlen. Die restlichen Publisher konnten durch Zusammenarbeit mit der EU ihre Strafen um 10 % senken, Capcom sogar um 15 %. 

Die Untersuchung der Europäischen Kommission begann bereits im Februar 2017 und betraf ca. 100 Spiele auf Steam, die zwischen September 2010 und Oktober 2015 von den besagten Geoblocking-Praktiken betroffen waren.

Via Engadget