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DuckDuckGo in der Kritik wegen versteckter Tracking-Vereinbarung mit Microsoft

Ein Vorhängeschloss vor einem schwarzen Computerbildschirm.
(Image credit: Pixabay)

DuckDuckGo droht eine Protestwelle von Nutzern, nachdem Sicherheitsforscher ein verstecktes Tracking-Abkommen mit Microsoft entdeckt haben.

Das datenschutzfreundliche Unternehmen bietet eine Suchmaschine an, die behauptet, die Suchanfragen und das Verhalten der Nutzer nicht zu verfolgen und auch keine Nutzerprofile zu erstellen, die zur Anzeige personalisierter Werbung verwendet werden können.

Neben der Suchmaschine bietet DuckDuckGo auch einen gleichnamigen mobilen Browser an, der jedoch Anlass zur Sorge gibt, denn obwohl er verspricht, versteckte Tracker von Drittanbietern zu blockieren, dürfen einige von einem bestimmten Tech-Giganten weiter betrieben werden.

Abkommen zur Syndizierung der Suche

Während nämlich die Tracker von Google und Facebook blockiert werden, dürfen die von Microsoft weiterlaufen. Zach Edwards, der Sicherheitsforscher, der das Problem zuerst entdeckte, fand später heraus, dass auch die Tracker der Domains bing.com und linkedin.com durch die Blockaden hindurch zugelassen wurden. 

Die Nachricht zog schnell eine Menge unzufriedener Nutzer an, und auch der Gründer und CEO von DuckDuckGo, Gabriel Weinberg, meldete sich bald zu Wort und bestätigte die Echtheit der Ergebnisse. 

Weinberg fügte hinzu, dass die Einschränkungen nur im Browser zu finden sind und nichts mit der Suchmaschine zu tun haben. 

Unklar bleibt, warum das Unternehmen, das für seine Transparenz bekannt ist, beschlossen hat, diese Vereinbarung so lange wie möglich geheim zu halten.

In einer Erklärung, die der Publikation zugesandt wurde, sagte Weinberg, dass DuckDuckGo "überdurchschnittlichen Schutz" bietet, an den andere Browser nicht einmal denken, aber dass das Unternehmen "niemals" vollständige Anonymität beim Surfen versprochen hat. 

"Wir haben immer darauf geachtet, niemals Anonymität beim Surfen zu versprechen, denn das ist einfach nicht möglich, wenn man bedenkt, wie schnell Tracker ihre Arbeitsweise ändern, um den Schutz und die Tools, die wir derzeit anbieten, zu umgehen", fügte er hinzu.

"Wenn die meisten anderen Browser auf dem Markt von Tracking-Schutz sprechen, meinen sie in der Regel den Schutz vor Cookies von Drittanbietern und den Schutz vor Fingerabdrücken, und unsere Browser für iOS, Android und unsere neue Mac-Beta setzen diese Beschränkungen für Tracking-Skripte von Drittanbietern durch, auch für die von Microsoft. Wir sprechen hier von einem Schutz, der über das hinausgeht, was die meisten Browser nicht einmal versuchen - nämlich Tracking-Skripte von Drittanbietern zu blockieren, bevor sie auf Websites von Drittanbietern geladen werden."

"Weil wir dies tun, wo wir können, erhalten die Nutzer mit DuckDuckGo immer noch deutlich mehr Datenschutz als mit anderen Browsern."

Via: BleepingComputer (opens in new tab)

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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