Die Nvidia RTX 4080 könnte mit einer neuen Version günstiger werden – aber mach dir keine zu großen Hoffnungen

An Nvidia GeForce RTX 4080 on a wooden desk in front of a white panel
(Bildnachweis: Future)

Nvidias RTX 4080 soll angeblich eine neue Version der GPU erhalten, die die Kosten senken könnte – aber leider wird die Preissenkung nur sehr gering ausfallen, wenn sie überhaupt eintritt. Tom’s Hardware hat dieses Gerücht aufgegriffen, das von HKEPC (einer Tech-Website in Hongkong) stammt und besagt, dass die aktuelle RTX 4080-Grafikkarte zwar auf dem AD103-300-Chip basiert, Nvidia aber in Zukunft eine etwas andere GPU verwenden wird, nämlich den AD103-301.

Laut Tom's gibt es nun weitere Beweise dafür, dass dies tatsächlich der Fall ist: Der Grafikkartenhersteller Galax führt die GPU als "AD103-300/301" in seinen RTX 4080-Produktlisten. Darüber hinaus informiert uns VideoCardz, das dies ebenfalls aufgeschnappt hat, dass auch ein anderer Kartenhersteller, Gainward, die aktualisierte GPU-Variante AD103-301 in seinen Produktspezifikationen aufgeführt hat. Da zwei verschiedene Grafikkartenhersteller diese neue Variante der GPU in ihren Spezifikationen erwähnen, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass dies tatsächlich der Fall ist – aber das muss noch von Nvidia bestätigt werden.

HKEPC behauptet außerdem, dass die kommende RTX 4070 (die Vanilla-Version der RTX 4070 Ti, die gerade enthüllt wurde) ebenfalls zwei verschiedene Chips haben könnte, die in diesem Fall theoretisch AD104-250 und AD104-251 heißen würden. Der Unterschied besteht darin, dass der erste Chip angeblich einen Komparator verwendet, der zweite aber nicht und daher eine andere Platine benötigt, was die Kosten für die Herstellung der Karte senken könnte.

Das Gleiche gilt für die RTX 4080 und die neue AD103-301, wodurch die Herstellungskosten (die BOM oder Bill of Materials, wie sie in der Branche genannt wird) gesenkt werden könnten. Die entscheidende Frage ist: Wenn sich all das für beide GPUs bewahrheitet, wie viel billiger könnten die zweiten Varianten tatsächlich sein?


Analyse: Günstigere Grafikkarten oder eine falsche Hoffnung?

HKEPC geht davon aus, dass der Kostenunterschied zwischen den vermeintlich unterschiedlichen Versionen der RTX 4070 nur einen Euro in der Materialliste betragen könnte, was eindeutig ein winziger Betrag ist und sich wahrscheinlich nicht im Geringsten auf den Preis auswirken würde, den der Verbraucher zahlt. Eine Quelle, die VideoCardz angezapft hat, behauptet ebenfalls, dass der Kostenunterschied nicht signifikant sein würde.

Es wird keine Zahl für den möglichen Kostenunterschied bei der Herstellung der RTX 4080-Versionen genannt, aber die neue AD103-301 könnte die Kosten in größerem Umfang senken und vielleicht bedeuten, dass die Grafikkarte für den Verbraucher tatsächlich billiger wird. Möglicherweise handelt es sich aber auch nur um eine sehr geringfügige Senkung der Stückliste, die sich zweifellos kaum auf den Preis der zweiten Version der RTX 4080 auswirken würde. Die Zeit wird es zeigen, aber angesichts von Nvidias Haltung zur Preisgestaltung bei Lovelace-GPUs ist es schwer, optimistisch zu sein.

Eine weitere Frage ist, ob sich der Wechsel zum RTX 4080 Chip auf die Leistung auswirkt. Die Gerüchteküche behauptet ganz klar, dass dies nicht der Fall ist und der AD103-301 Chip nicht leistungsfähiger sein wird als der bisherige AD103-300. Das ergibt Sinn, denn Nvidia möchte vermutlich nicht, dass diejenigen, die bereits eine RTX 4080 gekauft und dafür viel Geld ausgegeben haben, ein schlechtes Gewissen bekommen.

Das Ergebnis werden wahrscheinlich Grafikkarten mit der gleichen Leistung sein - oder so ähnlich, dass sie vernachlässigbar sind - und leichte Einsparungen für die Kartenhersteller, die wahrscheinlich nicht an die Verbraucher weitergegeben werden. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Situation in Bezug auf die Kosten günstiger gestaltet, also drück die Daumen, wenn du auf dem Markt für eine High-End-GPU bist.

 

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Michael Winkel
Volontär

Ich bin Michael und ich beschäftige mich vor allem mit den Themen Gaming, Nintendo und Audio. Noch bevor es mich zu TechRadar Deutschland verschlagen hat, absolvierte ich an der Akademie für Neue Medien eine Kompaktausbildung zum Crossmedia-Journalist. Dort lernte ich nicht nur das journalistische Handwerk, sondern auch wie man moderiert und gute Kurzfilme produziert. Nun bin ich bei TechRadar Deutschland als Volontär gelandet und tierisch froh, leidenschaftlich über Videospiele, Gaming und Tech zu schreiben.

Erreichbar bin ich unter mwinkel[at]purpleclouds.de.

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