Die neuen Kopfhörer von Dali sind hochauflösende Klangwunder, denen ein Feature fehlt

Die Dali IO-12 vor orangem Hintergrund.
(Bildnachweis: Dali)

Dali hat die High End München, die alljährlich stattfindende prestigeträchtige deutsche HiFi-Messe, als Bühne gewählt, um seine neuen IO-12 vorzustellen – hochmoderne Kopfhörer mit echtem HiFi-Sound. Und, was die Spezifikationen angeht, können sie locker mit den meisten der besten Over-Ear-Kopfhörer mithalten.

Die neuen kabellosen Over-Ear-Kopfhörer bieten mit 50-mm-Treiber, aktive Geräuschunterdrückung, aptX Adaptive-Unterstützung und als Krönung USB-C (sprich: kabelgebunden) mit 24-Bit/96kHz High-Res-Audio.

Außerdem sind sie die weltweit ersten Kopfhörer, die mit dem patentierten SMC-Magnetsystem (Soft Magnetic Compound) von Dali ausgestattet sind. Um es zu verstehen, musst du wissen, was es mit damit auf sich hat. Es wird dasselbe Material verwendet, das auch in den High-End-Lautsprechern von Dali zum Einsatz kommt. Wenn du herkömmliche Magnete in einem Lautsprecher verwendest, können diese einen ungewollten Widerstand in die Schwingspule einbringen, der zu unerwünschten Verzerrungen im Audiosignal führen kann, auch Hysterese genannt. Das ist überhaupt kein ungewöhnliches Phänomen.

Und Dali macht bei all dem keinen Rückzieher: "Durch die Anwendung von SMC auf die IO-12s haben wir im Wesentlichen ein elektrostatisches Niveau an Klarheit im Mitteltonbereich erreicht." Dali bezieht sich damit auf elektrostatische Lautsprecher, die eine ganz andere Technologie verwenden, die einen riesigen Sprung in der Detailtreue, aber auch im Preis bedeutet – und sie sind schwer zu bedienen.

Meinung: Dali bleibt mit den IO-12 App-frei – könnte das zum Problem werden?

Dali IO-12 headphones against orange background

(Image credit: Dali)

Dali ist wohl am besten für seine Lautsprecherserien bekannt, die auf ein beeindruckendes 40-jähriges Erbe zurückblicken können, darunter die eindrucksvollen Serien Oberon (2018) und Spektor (2017), und das Unternehmen hat sich hier für eine einfache, app-freie Bedienung entschieden. Aber ist das im Jahr 2023 noch ausreichend? 

Selbstverständlich kannst du mit den integrierten Tasten des IO-12 Titel überspringen, die Lautstärke einstellen und vieles mehr, aber wird das in einem überfüllten Markt, in dem In-App-EQs, Klangzonen, Nebengeräusche und Hörtests angeboten werden, ausreichen? Potenziell schon. Aber nur, wenn der Klang gut genug ist. Auch die Akkulaufzeit ist mit 35 Stunden ermüdungsfreiem Hören gut, und dank der hochwertigen integrierten Mikrofone solltest du beim Freisprechen von Anrufen oder bei der Sprachsteuerung deines kompatiblen Geräts gut zu hören sein.

Interessanterweise bieten die Dali IO-12 auch zwei Klangprofile für deine Musik. Du möchtest deine Musik so hören, wie es der Künstler beabsichtigt hat, und auf zusätzliche Klangprofile verzichten? Kein Problem! Aber vielleicht willst du eine druckvollere, basslastigere Performance? Die maßgeschneiderten Klangmodi "Hi-Fi" und "Bass" des IO-12 bieten dir eine neue Auswahl. 

Veganer und Vegetarier sollten allerdings aufpassen: Die IO-12 besitzen ein Kopfband aus Echtleder. Aber keine Sorge, viele der besten Kopfhörer sind gute Alternativen mit Kunstleder-Ausstattung.

Michael Winkel
Volontär

Ich bin Michael und ich beschäftige mich vor allem mit den Themen Gaming, Nintendo und Audio. Noch bevor es mich zu TechRadar Deutschland verschlagen hat, absolvierte ich an der Akademie für Neue Medien eine Kompaktausbildung zum Crossmedia-Journalisten. Dort lernte ich nicht nur das journalistische Handwerk, sondern auch wie man moderiert und gute Kurzfilme produziert. Nun bin ich bei TechRadar Deutschland als Volontär gelandet und tierisch froh, leidenschaftlich über Videospiele, Gaming und Tech zu schreiben.

Erreichbar bin ich unter mwinkel[at]purpleclouds.de.

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