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Das neue Studio von CD Projekt Red arbeitet an einem "ehrgeizigen Projekt".

The Witcher 3
(Image credit: CD Projekt Red)

CD Projekt Red hat die Übernahme von The Molasses Flood angekündigt, einem US-Studio, das vor allem für seine Survival-Titel wie The Flame in the Flood bekannt ist. Als Teil der CD Projekt-Gruppe wird The Molasses Flood an einem "ehrgeizigen Projekt" arbeiten, das "auf einer der IPs von CD Projekt basiert."

In einem Statement, das im Rahmen der Übernahmeankündigung veröffentlicht wurde, sagte Adam Kiciński, Präsident und Co-CEO von CD Projekt Red: "Wir sind immer auf der Suche nach Teams, die Spiele mit Herz machen. Die Molasses Flood teilen unsere Leidenschaft für die Entwicklung von Videospielen, sie sind erfahren, qualitätsorientiert und haben ein großes technologisches Verständnis. Ich bin überzeugt, dass sie viel Talent und Entschlossenheit in die Gruppe einbringen werden." 

Dies ist die zweite Akquisition von CD Projekt Red in diesem Jahr, nachdem das Unternehmen bereits im März das auf Multiplayer-Spiele spezialisierte Studio und den langjährigen Entwicklungspartner Digital Scapes übernommen hatte. Das Arrangement scheint jedoch recht unterschiedlich zu sein. Im Gegensatz zu Digital Scapes wird The Molasses Flood seinen Namen behalten, obwohl es in "enger Zusammenarbeit" mit CD Projekt Red arbeiten wird, wird es seine "derzeitige Identität" beibehalten und nicht mit bestehenden Teams zusammengelegt werden. 

The Molasses Flood schloss sich dieser Aussage an und erklärte, dass CD Projekt "deutlich gemacht hat, dass sie uns nicht einfach absorbieren wollen" und dass sie "weiterhin Spiele nach denselben Prinzipien entwickeln werden, die uns schon immer geleitet haben: Spiele mit Herz zu entwickeln, die auf reichhaltigen Gameplay-Systemen aufbauen". 

Forrest Dowling, Studioleiter von The Molasses Flood, sagte, dass das Studio die Übernahme als "eine unglaubliche Gelegenheit sieht, ein viel breiteres Publikum durch die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen zu erreichen, das wir lieben und das Spiele in Welten entwickelt, die wir lieben."


Analyse: Was ist in Arbeit?

CD Projekt Red und The Molasses Flood haben nicht verraten, woran genau das Studio arbeiten wird, sondern nur, dass es sich um "ein komplett neues Spiel im Universum einer bestehenden CD Projekt IP" handelt. Das bedeutet wahrscheinlich, dass es sich bei dem "ehrgeizigen Projekt" um einen Ableger entweder der The Witcher-Reihe oder von Cyberpunk 2077 handeln wird. 

Die Betonung in beiden Aussagen, dass The Molasses Flood seine bestehende Identität beibehält und die Freiheit hat, Spiele zu entwickeln, die "auf denselben Prinzipien basieren, die uns schon immer geleitet haben", scheint darauf hinzudeuten, dass das Studio zwar in der Welt einer der IPs von CD Projekt Red arbeiten wird, aber den Geist und die Mechanik seiner früheren Spiele nicht aufgeben wird und sie integrieren könnte. 

The Molasses Flood sucht Mitarbeiter für das Projekt und es gibt derzeit mehrere Stellenausschreibungen auf der Website des Entwicklers. Es ist jedoch schwer, daraus etwas über das Spiel zu erfahren. In einer Ausschreibung für einen Lead Narrative Designer wird "Erfahrung mit großen, unhandlichen, wortreichen Spielen mit endlosem Seiteninhalt" gewünscht, während in den Ausschreibungen für Lead Gameplay und Engine Programmers steht, dass Erfahrung mit der Entwicklung eines Multiplayer-Spiels ein "nice to have" wäre.

Das sind natürlich alles nur Spekulationen im Moment. Wir müssen uns noch ein wenig gedulden, bis wir mehr Details über das Spiel erfahren, aber beide Studios sagen, dass wir in Zukunft mit weiteren Neuigkeiten rechnen können.

Da es an seinem eigenen Projekt arbeitet, bedeutet dies, dass The Molasses Flood nicht in die laufenden Arbeiten an Cyberpunk 2077 einbezogen wird. Erst vor wenigen Tagen gab CD Projekt Red bekannt, dass das Next-Gen-Upgrade des Spiels auf Anfang 2022 verschoben wurde, anstatt wie geplant Ende 2021 zu erscheinen. Das Next-Gen-Upgrade von The Witcher 3 wurde ebenfalls verschoben und wird nun für das zweite Quartal 2022 erwartet.