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Apples Selbstmanipulation: Das neue MacBook Air drosselt seine eigene Performance

MacBook Air (M2 2022) im schicken, matt-schwarzen Look
(Image credit: Future)

Wenn du dich bisher nicht zwischen dem neuen MacBook Air und Pro entscheiden konntest, könnten dir die folgenden Infos womöglich die Entscheidung abnehmen. 

Kürzlich wurde nämlich bekannt, dass das neueste MacBook Air seine eigene Leistung bei länger anhaltender Arbeitsbelastung um bis zu 25% drosselt. 

Die Ergebnisse diesbezüglich stammen aus einem Test des neuesten Air durch The Verge (opens in new tab), in welchem eine 30-minütige Schleife im Multi-Core-Test absolviert wurde, um genauer darzustellen, wie das Gerät sich bei längeren und anspruchsvollen Aufgaben verhält. 

Das lüfterlose Design und daraus resultierende Überhitzungsrisiko könnte hier ursächlich für die Leistungsdrosselung bei anhaltenden Arbeiten mit dem MacBook Air sein. Es sollte zudem erwähnt werden, dass eine ähnliche Problematik bei der Pro-Variante von Apple nicht auftritt, da diese mit einem einzelnen Lüfter ausgestattet ist, der die Temperaturen unter anhaltender Last niedrig hält.

Weiterhin darf man aber auch die langsamere SSD-Geschwindigkeit des M2 MacBook Air nicht völlig außer Acht lassen. Wenn du also Programme längerfristig ausführst oder das MacBook beispielsweise zum Bearbeiten oder Rendern von Videomaterial nutzen solltest, empfiehlt sich die Wahl eines MacBook Pro 13 Zoll (M2, 2022) oder einer der größeren Pro-Varianten mit M1 Pro oder Max-Chip.


Analyse: Lass keinesfalls die M1-MacBooks außer Acht

Die News dürfte einigen Apple-Fans sicher sauer aufstoßen, da das MacBook Air definitiv zu den am meisten gehypten Modellen der M2-Generation zählt. Aber wir sollten uns vom Defizit in diesem konkreten Bereich keinesfalls irritieren lassen - mitunter ist das Gerät trotzdem sehr leistungsstark und für viele potenzielle AnwenderInnen eine überaus geeignete Wahl.

Wenn du zudem auf der Suche nach günstigen Einstieg in die MacBook-Welt bist, darfst du auch keinesfalls ältere Ableger wie das MacBook Air (M1, 2020) (opens in new tab) vergessen - vor allem wenn du dich bis zum Black Friday gedulden kannst. Insbesondere infolge des Releases vom M2-Modell könnte das M1-MacBook-Air noch einmal eine Preissenkung erfahren und bietet sich demnach als sinnvolle Einstiegsoption an.

Wenn du hingegen nach mehr Leistung suchst, könnten die MacBook Pro-Modelle genau das Richtige für deine Bedürfnisse sein. Bereits die M1-Varianten (opens in new tab) sind wahre Dauerläufer und entlang des unvermeidlichen M2-Updates dürfte sich die Leistungsfähigkeit der Pro-Reihe einmal mehr bestätigen. 

Es scheint folglich fast so, als ob Apple sich durch seine eigene, übermächtige Vorgänger-Generation Steine in den Weg gelegt hat...
In gewisser Weise ist das neue MacBook Air nämlich infolgedessen nur für all diejenigen NutzerInnen interessant, die wert auf neues Design und ein verhältnismäßig marginales Upgrade zum M1 Air legen. Den meisten Menschen wird das M2 aber einfach nicht genügend Gründe liefern, um ein zeitnahes Upgrade zu rechtfertigen. 

Zusammengefasst unterstreicht das jedoch vor allem einmal mehr wie genial der Schritt hin zur M1-Generation der MacBooks war - dass sich hierbei sogar Apple selbst schwer tut in Sachen Preis-Leistung einen draufzusetzen, ist für uns an dieser Stelle nicht viel mehr als eine logische Konsequenz.

Via WCCFTech (opens in new tab)

Christian Schmidt

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

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