Die besten Filme 2022

The Batman
(Bildnachweis: HBO Max)

Auch wenn 2022 ein eher maues Film-Jahr war, so gibt es dennoch viele kleinere gute Filme und sogar den einen oder anderen Blockbuster, der sich einen Platz in dieser Liste verdient hat. Egal, ob im Kino oder auf einem der besten Streaming-Dienste (Öffnet sich in einem neuen Tab), in dieser Liste findest du 10 Filme, die du 2022 gesehen haben solltest. Dementsprechend gibt es auch leichte Überschneidungen mit den besten Netflix-Originals des Jahres (Öffnet sich in einem neuen Tab), doch wenn du bei beiden Listen nur müde die Augen verdrehst, weil du ohnehin schon alles gesehen hast, dann schau dir gleich noch unsere Film-Jahresvorschau für 2023 (Öffnet sich in einem neuen Tab) an. 

Über einige haben wir auch bereits auf unserem YouTube Kanal gesprochen, wenn du also ausführlichere Meinungen dazu hören möchtest, dann schau doch auch mal hier vorbei.

Aber ansonsten erst einmal viel Spaß mit den Filmen, die uns 2022 besonders in Erinnerung geblieben sind.

Unsere Filmhighlights 2022

Guillermo del Toro's Pinocchio

Pinocchio lächelt, als er in der Stop-Motion-Verfilmung von Guillermo del Toro für Netflix seine Arme verschränkt

Guillermo del Toros Pinocchio ist viel besser als Disneys Realverfilmung. (Image credit: Netflix)

Mit Guillermo del Toros Pinocchio erweckt Netflix das beliebte Märchen von Carlo Collodi aus dem Jahr 1883 über eine Holzpuppe, die sich danach sehnt, ein richtiger Junge zu werden, zu neuem Leben. Del Toros düstere Adaption spielt im Italien der 1930er Jahre während Mussolinis faschistischem Regime, wurde komplett im Stop-Motion-Verfahren gedreht und wartet mit einer Starbesetzung auf, darunter Ewan McGregor, Tilda Swinton, Christoph Waltz und Cate Blanchett. Pinocchio von Del Toro ist voller Herz und Humor und dabei so originell, dass man ihn unbedingt gesehen haben muss. 

Bones and All

Maren und Lee stecken ihre Köpfe in Bones and All zusammen

Bones and All ist ein makaberer, aber überraschend zärtlicher Film. (Image credit: Warner Bros. Pictures)

Auf unserer Bingo-Karte für die besten Filme des Jahres 2022 stand zwar keine Horror-Romanze, aber "Bones and All" hat sie trotzdem geliefert. Taylor Russell und Timothée Chalamet brillieren als junges Paar, das sich auf der gemeinsamen Flucht durch das Land ineinander verliebt. Der Film mag manchmal sehr grausam sein, aber er ist auch tiefgründig und unerwartet zärtlich. Bones and All funktioniert am besten, wenn du so wenig wie möglich darüber weißt, was noch auf einige andere Filme in dieser Liste zutrifft. So wunderschön tragisch er aber auch ist, so geht es hier auch ganz schön brutal zur Sache, also solltest du dir zweimal überlegen, ob du ihn dir mit deinem Date anschaust.

The Batman

Robert Pattinson spielt den Dunklen Ritter in dem Film The Batman

The Batman ist der beste DC-Film seit langem. (Image credit: Jonathan Olley/Warner Bros.)

DCs Film-Franchise (Öffnet sich in einem neuen Tab) hat ein turbulentes Jahr 2022 hinter sich. Die Filme wurden verschoben, Ezra Miller, der Star von The Flash, sorgte für viele Kontroversen und die Reihe wird unter den neuen Co-Studioleitern James Gunn und Peter Safran komplett umgestellt. Es gab jedoch ein leuchtendes Licht in Bat-Signal-Größe am Himmel: The Batman. 

Matt Reeves' Neo-Noir-Detektivfilm über den Kreuzritter mit dem Umhang ist ein Meisterwerk und mein persönliches Kino-Highlight 2022. Abgesehen von ein paar lästigen CGI/Green-Screen-Elementen und Robert Pattinsons Emo-Bruce Wayne ist jeder Teil dieser Produktion erstaunlich. Die Besetzung, die Musik, die Action, die Atmosphäre, die Geschichte, die Themen - alles passt perfekt zusammen. 

Top Gun: Maverick

Miles Teller's Bradley Bradshaw flies a jet in in Top Gun: Maverick

Top Gun: Maverick is one of the highest grossing movies of 2022. (Image credit: © 2019 Paramount Pictures. All rights reserved.)

Ungeachtet des Kultstatus seines Vorgängers und der Starpower von Tom Cruise hat Top Gun: Maverick die Erwartungen für dieses Legacy Sequels weit übertroffen. Cruises lang erwartete Rückkehr als alterndes Fliegerass Pete "Maverick" Mitchell war nicht nur eine der gelungensten Hollywood-Fortsetzungen aller Zeiten, sondern auch der erste Film in Cruises 40-jähriger Karriere, der an den Kinokassen die Marke von 1 Milliarde Dollar überschritt. 

Lange Rede, kurzer Sinn: Top Gun: Maverick ist ein guter, altmodischer Achterbahnfilm in einem gesättigten Zeitalter von Superhelden und Streaming. Und auch wenn dieser Film, noch mehr als so manch anderer, für die große Leinwand geschaffen ist, kommt er auch bald zu Paramounts neuem Streaming-Dienst (Öffnet sich in einem neuen Tab). Falls du Maverick also verpasst hast, ist das vielleicht deine Chance.

Nope

Daniel Kaluuya, Keke Palmer und Brandon Perea in NOPE, geschrieben, produziert und inszeniert von Jordan Peele.

Nope ist ein weiterer großartiger Film von Jordan Peele. (Image credit: © Universal Studios. All Rights Reserved.)

Nope ist ein schwieriger Film, um ihn in weniger als 100 Worten zu beschreiben. Es ist der dritte Film des Get Out-Regisseurs Jordan Peele und eine aggressiv-konzeptionelle Meditation über Rasse, Kunst, Trauma und Ausbeutung, die auch als Thema für eine College-Dissertation geeignet wäre. Wie auch immer du Nope interpretierst, es lässt sich nicht leugnen, dass der Film mit Daniel Kaluuya und Keke Palmer in den Hauptrollen absolut originell und unbestreitbar unterhaltsam ist. Dieser Film ist, ebenso wie jeder andere des Regisseurs, einer, den man im besten Fall komplett ohne Vorwissen genießt - unsere Empfehlung.

The Northman

Alexander Skarsgards Amleth steht mit nacktem Oberkörper in The Northman

The Northman ist ein actiongeladenes historisches Epos. (Image credit: Universal Pictures)

The Northman von Robert Eggers ist ein stilvolles und erwartungsgemäß blutiges Wikingerepos. Im dritten Film des Witch-Regisseurs spielt Alexander Skarsgård die Hauptrolle des Amleth, eines jungen Prinzen im mittelalterlichen Skandinavien, der sich auf eine brutale Suche begibt, um die Erinnerung an seinen Vater (Ethan Hawke) zu rächen und seine Mutter (Nicole Kidman) aus den Fängen seines verräterischen Onkels (Claes Bang) zu retten. Wenn das alles sehr nach Game of Thrones klingt, liegt das daran, dass The Northman Gewalt, Verrat und Inzest zu einer kunstvollen (aber außergewöhnlich düsteren) Geschichte der nordischen Mythologie vermischt.

Wem übrigens der Name des Hauptcharakters oder auch die gesamte Handlung irgendwie vertraut vorkommt, der kann sich zur Einstimmung ja noch einmal König der Löwen anschauen. Denn sowohl der fröhliche Disney Zeichentrick-Klassiker als auch dieser erbarmungslose, intensive Action-Film basieren auf William Shakespeares Hamlet. 

The Banshees of Inisherin

Pádraic und Dominic sitzen auf einer Steinmauer in The Banshees of Inisherin

The Banshees of Inisherin wurde von Kritikern und Publikum gleichermaßen gelobt. (Image credit: Searchlight Pictures)

Das "Brügge sehen … und sterben?"-Darstellerduo Colin Farrell und Brendan Gleeson trifft sich in diesem Indie-Film von Regisseur Martin McDonagh wieder, der sich durch seine Skurrilität auszeichnet. The Banshees of Inisherin spielt auf der fiktiven irischen Insel Inisherin und zeigt, wie ein Mann versucht, mit dem plötzlichen Ende der lebenslangen Freundschaft seines besten Freundes fertig zu werden. Der Film wurde von fast allen Seiten gelobt und das ist kein Wunder. Die ungewöhnliche Mischung aus Komödie und Tragödie, die fantastischen Darsteller und die beeindruckende Kameraführung machen The Banshees of Inisherin zu einem starken Anwärter auf den Oscar für den besten Film im nächsten Jahr.

Everything Everywhere All at Once

Michelle Yeohs Evelyn öffnet ihr drittes Auge in Everything Everywhere All At Once

Everything Everywhere All at Once ist ein spektakulärer multiversaler Film. (Image credit: A24)

Die Spider-Man-Filme von Marvel, DC und Sony (Real- und Animationsfilme) haben das Konzept des Multiversums in unterschiedlichem Maße erforscht. Diese A24-Produktion stellt sie jedoch alle in den Schatten und zeigt selbst dem angeblichen "Multiverse of Madness" wie es geht. 

Michelle Yeoh ist in diesem Film von Daniel Kwan und Daniel Scheinert in gleich mehreren Rollen zu sehen. Es ist ein Film, der das Genre durcheinander wirbelt und sich im Gegensatz zu seinen bekannteren Vorbildern selbstbewusst in die Absurdität des Multiversums stürzt, ohne dabei etwas zu verpassen. Von der Raccacoonie-Rettungsmission bis zum Reich der Wurstfinger und allem, was dazwischen liegt, ist Everything Everywhere All at Once ein multiversaler Augenöffner vom Feinsten.

The Whale

Charlie sieht jemanden aus dem Off in The Whale an

Brendan Fraser liefert in The Whale eine gigantische Leistung ab. (Image credit: A24)

Wenige Schauspieler haben ein Comeback mehr verdient als Brendan Fraser (Die Mumie von 1999) und seine kolossale Leistung in dem für 2023 nominierten Film The Whale beweist, warum. Der hoch emotionale Film über einen 600 Pfund schweren, zurückgezogen lebenden Lehrer, der versucht, wieder Kontakt zu seiner entfremdeten Tochter Ellie aufzunehmen, wäre normalerweise ein guter, aber kein großartiger Film. Doch dank Frasers erstaunlicher Leistung ist The Whale ein Prestigefilm vom Feinsten.

Auch wenn dieser Film in Deutschland erst am 27.04.2023 anläuft, so wollten wir ihn trotzdem in diese Liste aufnehmen, damit du ihn im Auge behältst.

The Woman King

General Nanisca ist bereit für den Kampf in The Woman King

The Woman King ist ein Meilenstein für historisch epische Filme. (Image credit: Sony Pictures)

Viola Davis schießt nicht daneben, oder? Der neueste Film der Oscar-Preisträgerin - The Woman King - ist ein schillerndes Action-Epos, auch wenn einige behaupten werden, dass es historisch nicht ganz korrekt ist. Trotzdem ist The Woman King ein wahres Spektakel, mit frenetischen und imposanten Szenen, die an großartige Filme wie Gladiator und Braveheart erinnern. Auch die schwarze, weibliche Besetzung ist für einen Film dieser Größenordnung bahnbrechend. Vielleicht erreichen wir eines Tages einen Punkt in der Filmindustrie (und in der Gesellschaft insgesamt), an dem eine solche willkommene Inklusivität, insbesondere in diesem Genre, die Norm und nicht die Ausnahme ist...

Ich bin Chris und beschäftige mich für TechRadar vor allem mit den Bereichen Filme/ Serien, TV, Grafikkarten und Gaming - im Speziellen alles rund um Xbox. Ursprünglich habe ich in Stuttgart Film- und Fernsehtechnik sowie Drehbuch-Schreiben studiert. Da ich allerdings nicht nur schon immer großer Filmliebhaber, sondern auch leidenschaftlicher Gamer war und es zudem liebe zu schreiben, habe ich mich für den Journalismus in diesem Bereich entschieden. 


Erreichbar bin ich unter der Mail-Adresse cbarnes[at]purpleclouds.de

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