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Im Test: It Takes Two

So müssen Videospiele sein! Bitte gebt uns mehr Spiele wie "It Takes Two"

It Takes Two
(Image: © EA / Hazelight Studios)

Unser Fazit

Hazelight Studio liefert mit It Takes Two ein grandioses Koop-Game ab. Das Spiel kann besonders mit seinem abwechslungsreichen Gameplay punkten. Auch die Story überzeugt mit den charmanten Figuren und sorgt für reichlich Lacher. Eine klare Empfehlung für Leute, die gerne Spiele zu zweit spielen.

Vorteile

  • - Tolle Story
  • - Abwechslungsreiches Gameplay
  • - Liebe zum Detail
  • - Wundervolles Worldbuilding

Nachteile

  • - Keine deutsche Sprachausgabe
  • - Spielt lieber mit Controller als mit Maus und Tastatur
Review Information:

- Spielzeit: 12 Stunden

- Plattform: PC

Ein abwechslungsreiches Coop-Spiel zu finden hat sich in der Vergangenheit als kein leichtes Unterfangen herausgestellt. Mit It Takes Two bekommt man nicht nur diese Abwechslung, sondern auch noch eine ganze Menge mehr. Was der neue Hit von Hazelight Studios alles zu bieten hat, erfahrt ihr in diesem Test:

Story:

Auch wenn It takes Two druch seine knallig bunte Grafik eher vermuten lässt, dass wir eine eher heitere und fröhliche Geschichte erzählt bekommen, ist der rote Faden der Story eher ernsterer Natur. May und Cody, die Eltern von Rosie stehen vor ihrer Scheidung. Dabei bekommt man in den ersten Spielminuten auf herzzerreißende Art und Weise vermittelt, dass Rosie sich nichts mehr wünscht als die Aussöhnung ihrer Eltern.

Die Trauer über das Verhältnis ihrer Eltern sorgt dafür, dass May und Cody in Spielzeugpuppen verwandelt werden. Überrascht über ihre Verwandlung müssen May und Cody durch einen Abenteuerparkour ihres gesamten Grundstücks und sind wohl mehr denn je aufeinander angewiesen.

It Takes Two

(Image credit: EA / Hazelight Studios)

Gameplay:

Es ist schwierig It Takes Two einem bestimmten Genre zuzuschreiben, aber es ist einfach toll, wie abwechslungsreich dieser Koop-Plattformer ist. Jump & Run, Shooter und Dungeon-Elemente werden clever miteinander verknüpft und sorgen regelmäßig für eine Umgewöhnung des Spielverhaltens. Die Schwierigkeit bei der Verschmelzung von Genres, verschiedene Gameplay-Elemente so miteinander zu verknüpfen, dass sie nicht für Frust sorgen, hat Hazelight Studio mit Bravour gemeistert. Die Gameplay-Übergänge wirken zu keiner Sekunde aufgedrückt oder überfordernd, sondern verstehen es auch Einsteiger abzuholen.

Nach jeder Story-Passage, etwa alle 45-60 Minuten, gibt es einen Bosskampf. Hier gipfeln die jeweils angewendeten Gameplay-Elemente und erfordern vom Spielerpaar eine gute Koordination und Geschicklichkeit.

Für eine sehr nette Auflockerung zwischen den manchmal sehr hektischen Gameplay-Passagen sorgen die Minispiele. It takes Two kennzeichnet sich hauptsächlich durch Kooperatives Gameplay. Klar, wäre auch weniger gut, wenn ein Koop-Game das nicht tun würde. Die Minispiele brechen jedoch gekonnt mit dem Kooperativen Stil und katapultieren euch von jetzt auf gleich in ein One vs. One Tauziehen oder "Hau den Cody".

Mit etwa 11-13 Stunden Spielzeit verspürten wir nicht eine Sekunde Langeweile. Hoffentlich schauen sich einige Spieltitanen von It takes Two beim Gameplay-Design etwas ab und wir bekommen in Zukunft auch in AAA-Titeln etwas mehr Abwechslung. Auch die Komplexität des Gameplays und die damit verbundene Steuerung ist nicht überladen oder bedarf stundenlanger Übung. Auch hier ist darauf geachtet worden, dass auch Laien schnell Spaß haben können.

It Takes Two

(Image credit: EA / Hazelight Studios)

Worldbuilding:

Es gehört mehr dazu als eine hübsche Grafik, die das Spiel definitiv hat, eine Welt glaubhaft zu vermitteln. Videospiele brauchen keine riesige Open-World, die sich über mehrere Kontinente erstreckt, um interessant zu sein. Meistens haben Spiele mit diesem Ansatz das Problem, diese riesige Welt auch mit interessantem Inhalt zu füllen. It Takes Two beschränkt sich größtenteils auf den Kosmos eines Einfamiliengrundstücks und füllt diese vertraute Umgebung mit Leben und Liebe zum Detail. 

Dabei wird kein freies Erkunden ermöglicht, sondern man bewegt sich durch vordefinierte Levelabschnitte. Wer als kleines Kind auf Entdeckungsreise ging und das Haus seiner Eltern oder Großeltern erkundet hat, wird an vielen Stellen im Spiel vermutlich einen Anflug von Nostalgie haben. Ob es um den großen Baum im Garten mit der Schaukel geht oder den Geräteschuppen mit alten Staubsaugern. Mit der Fantasie eines Kindes hat man sich die tollsten Geschichten über diese Plätze einfallen lassen und genau diese Fantasie  fängt It takes two wundervoll ein.

It Takes Two

(Image credit: EA / Hazelight Studios)

Kritikpunkte und Fazit:

Es fällt uns ehrlich gesagt schwer einen negativen Punkt bei It Takes Two zu finden. Denn das was das Spiel sein will, nämlich ein spaßbringender Coop-Plattformer, macht es durch die Bank weg hervorragend. Man könnte anführen, dass es sich mit einem Controller leichter bedienen lässt und die Steuerung mit Tastatur inkl. Maus nicht geschmeidig ist. Okay, aber bei welchem Spiel ist das heute nicht so?

Andere Tests berichten von einer Kameraführung, die hin und wieder stören soll. Kann sein, aber diese Erfahrung können wir nicht bestätigen oder sie war so marginal, dass es uns nicht aufgefallen ist.

Als Fans der deutschen Synchronarbeit, fanden wir es zunächst schade keine deutsche Sprachausgabe zu haben, wurden aber mit der englischen Variante schnell warm und hatten deswegen keinen Atmokiller.

Abschließend möchten wir It Takes Two euch wärmstens ans Gamerherz legen. Das Gameplay ist erfrischend abwechslungsreich und wird nicht einmal langweilig. Die Story hat einen ernsten Hintergrund, versteht es aber gleichzeitig verschiedene Konflikte mit humorgeladenen Dialogen zu lösen und euch als Spielerpaar zum Lachen zu bringen. Die Grafik ist toll und das Worldbuilding muss man erstmal nachmachen. Hazelight Studio verdient großen Respekt für das, was sie mit It Takes Two abgeliefert haben und das Spiel ist bei uns hoch im Kurs für das Spiel des Jahres.