Twitter Blue startet heute neu - das musst du wissen

Ein Smartphone-Bildschirm mit dem Twitter Blue Logo
(Bildnachweis: Twitter)

Zu sagen, dass Twitter ein paar turbulente Monate hinter sich hat, wäre wohl die Untertreibung des Jahres. Seit Elon Musk im Oktober die Leitung des Social-Media-Giganten übernommen hat, häufen sich die Kontroversen. Vor allem die Zukunft des Premium-Abonnementdienstes Twitter Blue war ein umstrittener Punkt. 

Jetzt wird Twitter Blue (wieder) neu gestartet. In einem Tweet von seinem offiziellen Account (Öffnet sich in einem neuen Tab) bestätigte Twitter am 10. Dezember, dass eine neu gestaltete Version des Dienstes am Montag, den 12. Dezember, online gehen wird. Die Kosten für Twitter Blue bleiben mit 8 US-Dollar pro Monat gleich, steigen aber auf 11 US-Dollar pro Monat, wenn du dich über iOS anmeldest (einschließlich der App Store-Steuer von Apple). Hierzulande ist der Dienst übrigens weiterhin noch nicht verfügbar.

Eine der meistdiskutierten Änderungen bei Twitter Blue ist die Einführung der Verifizierung. In der neuen Ankündigung heißt es, dass Blue-Abonnenten mit einer verifizierten Smartphone-Nummer ein blaues Häkchen erhalten, sobald ihr Account genehmigt wurde (es klingt also zumindest so, als ob eine Art manuelle Überprüfung stattfinden wird).

Ein Smartphone-Bildschirm zeigt einen Tweet über Twitter Blue

(Image credit: Twitter)

Das bekommst du mit dem neuen Twitter Blue

Twitter sagt auch, dass Tweets von Blue-Abonnenten bei Antworten, Erwähnungen und in der Suche bevorzugt werden. Wer die monatliche Gebühr bezahlt, sieht weniger Werbung, kann längere Videos posten und erhält frühzeitigen Zugang zu neuen Funktionen, sobald diese getestet werden.

Weitere Twitter-Funktionen, die bald exklusiv für Blue-Abonnenten verfügbar sein werden, sind die Möglichkeit, Tweets zu bearbeiten, Videos in 1080p-Qualität zu posten und auf einen Lesemodus zuzugreifen, mit dem Tweets und Threads auf dem Bildschirm leichter zu erkennen sind.

In der Zwischenzeit werden die "offiziellen" Kennzeichnungen, die auf einigen Accounts erschienen sind, in goldene Häkchen für Unternehmen und graue Häkchen für Regierungs- und "multilaterale" Accounts geändert. Es ist noch nicht klar, was mit einzelnen Nutzern passiert, die bisher nach dem alten System verifiziert wurden.


Analyse: Twitter 2.0 hebt ab

Ein Laptop- und Smartphone-Bildschirm mit dem Twitter Blue-Logo

(Image credit: Twitter)

Als Chef von SpaceX, Tesla und jetzt Twitter spaltet Elon Musk sicherlich die Meinungen - aber seine Bereitschaft und sein Enthusiasmus, Veränderungen (oder in seinen Worten: Innovationen) vorzunehmen, sobald er durch die Tür eines neuen Unternehmens tritt, sind unbestreitbar. So ist es auch nicht verwunderlich, dass wir in den letzten Monaten alle möglichen Tests und Verbesserungen bei Twitter gesehen haben.

Was Twitter Blue und den Verifizierungsprozess angeht, könnte man allerdings argumentieren, dass Musk zu schnell gehandelt hat. Twitter Blue war zwar schon vor seiner Ankunft verfügbar, aber das Angebot eines blauen Häkchens für Abonnenten und die gleichzeitige Erhöhung der Preise für diejenigen, die sich über ihr iPhone oder iPad anmelden, hat die Sache noch verwirrender und umstrittener gemacht.

Zusätzliche Funktionen, die Geld kosten, sind sinnvoll - schließlich braucht Twitter die Einnahmen -, aber die Verifizierung sollte ursprünglich eine Möglichkeit sein, die Identität und Vertrauenswürdigkeit von Twitter zu bestätigen. Nach Musks neuem Plan kann dieses Privileg von jedem gekauft werden, der es sich leisten kann, was die Attraktivität (und den Wert) des blauen Häkchens von vornherein verwässert. 

Wir werden abwarten müssen, wie sich diese Änderungen auf das soziale Netzwerk auswirken und ob Musks großer Plan für Twitter 2.0 Wirklichkeit werden kann. Das überarbeitete Twitter Blue Abonnement wird heute, am Montag, den 12. Dezember, freigeschaltet, so dass diese Frage bald beantwortet sein wird.

Zweifellos gibt es noch viel mehr in der Pipeline, denn Twitter - und Musks Ambitionen für seine Zukunft - entwickeln sich weiter. Du hast keine Lust, bei Twitter zu bleiben? Wir haben drei Twitter-Alternativen (Öffnet sich in einem neuen Tab) zusammengestellt, mit denen du den Vogel abschießen kannst.

Franziska Schaub
Chefredakteurin

Hallöchen, ich bin Franzi.

Als Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland bin ich unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


Wenn ich nicht gerade nach neuesten News für euch das Internet durchforste oder frisch gelaunchte Geräte teste, backe ich, tauche ein in die Welt von Azeroth, schmökere in Romanen auf meinem Kindle Paperwhite oder sitze mit einer Tasse Tee gemütlich auf dem Sofa, ganz im Sinne von Netflix & Chill. Dazu eine schlafende Katze auf dem Schoß und ich bin glücklich.


Du möchtest, dass dein Produkt bei uns vorgestellt wird oder hast Neuigkeiten, die wir unbedingt in die Welt hinausstreuen sollen? Dann melde dich am besten unter fschaub[at]purpleclouds.de.

Ich freue mich auf deine Nachricht!

Mit Unterstützung von