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Twitch-Hack enthüllt, dass Amazons Steam-Konkurrent den Namen Vapour tragen könnte

Ein PC-Spieler sitzt vor einem Monitor
(Image credit: DisobeyArt / Shutterstock)

Der große Twitch-Hack, der gerade stattgefunden hat, brachte auch eine interessante Enthüllung in Form von durchgesickerten Details mit sich, die darauf hindeuten, dass Amazon (dem Eigentümer von Twitch) einen Steam-Konkurrenten aufbaut.

Der geplante Online-Games-Store trägt den Codenamen Vapour (oder Vapor) - vermutlich eher eine freche Anspielung auf Steam als ein ernsthafter Kandidat für den endgültigen Namen - und den Informationen zufolge, die im Hack aufgetaucht sind, wird er Twitch-Funktionen integrieren, wie man es erwarten könnte. Aufgedeckt wurde dies von dem Datenschürfer Sinoc auf Twitter.

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Denk an Twitch, aber mit einer eingebauten Spieleplattform, auf der du die neuesten Titel kaufen kannst und deine Spielebibliothek am selben Ort hast, an dem du auch alle deine Streams ansiehst.

Sinoc hat auch Code für eine App namens "Vapeworld" entdeckt, bei der es sich anscheinend um eine Art VR-Chat-App mit verschiedenen Assets wie 3D-Emotes handelt. Es ist anzunehmen, dass diese App mit Vapor in Twitch integriert werden kann, da der Name darauf hinweist.

Das (angebliche) Vorhandensein dieser Dinge in dem durchgesickerten Material bedeutet natürlich nicht, dass es sich dabei um etwas anderes als Konzepte und potenzielle Ideen für die Zukunft handelt.


Analyse: Könnte das passieren, oder ist es wahrscheinlich nur Vapourware?

Vapour - oder wie auch immer es am Ende heißen wird, falls jemals etwas daraus wird - macht aus Amazons Sicht Sinn, da Twitch eine sofortige Community als kaufendes Publikum darstellt. Mit einer geschickten Strategie - und vielleicht exklusiven Spielen oder Inhalten - ist es nicht schwer, sich vorzustellen, wie man auf diese Weise sehr schnell einen überzeugenden Konkurrenten zu Steam aufbauen könnte.

Eine solche Plattform würde natürlich Amazons Gaming-Stärken ergänzen, da Prime Gaming (früher Twitch Prime) bereits kostenlose In-Game-Goodies (und kostenlose Spiele) anbietet.

Ob Vapour als verpasste (oder vielleicht sollte man sagen "verpatzte") Gelegenheit auf dem Stapel landet oder ob es tatsächlich jemals zu etwas kommt, bleibt natürlich abzuwarten. PC Gamer, die den obigen Tweet entdeckt haben, weisen jedoch auf ein Indiz hin, das die Wahrscheinlichkeit dafür erhöht - nämlich eine Amazon-Patentanmeldung aus dem Jahr 2017, in der eine Schnittstelle beschrieben wird, über die man "Spielen von einem Zuschauersystem aus beitreten" und "Demo- oder Vollversionen von Spielen bestellen, kaufen oder anderweitig beziehen" kann.

Es gibt hier sozusagen ein paar digitale Punkte, aber wir wären dumm, wenn wir sie vorschnell verbinden würden. Epic macht Steam schon seit Jahren Konkurrenz, mit viel Geld für Exklusivspiele, und Valve hat es bisher geschafft, diesen Sturm zu überstehen...