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Preise der AMD- und Nvidia-Grafikkarten könnten künftig rapide purzeln

Warten könnte sich lohnen: Klar sind die aktuellen Preispunkte einer Nividia RTX 3060 und weiterer Grafikkarten attraktiv, selbige könnten sich aber künftig noch deutlich weiter nach unten entwickeln
(Bildnachweis: Nvidia)

Neuen Gerüchten zufolge wollen AMD und Nvidia die Preise ihrer Current-Gen-Grafikkarten (Öffnet sich in einem neuen Tab) weiter senken. 

Eine Meldung von MyDrivers (Öffnet sich in einem neuen Tab) deutet zusammen mit dem Bericht der Taiwan Economic Daily darauf, dass AMD und Nvidia ihre Lagerbestände zu langsam abbauen und die Next-Gen-Produktion sowie -Vermarktung damit behindern. 

Der Bericht behauptet, dass wir infolgedessen bei beiden Grafikkartenherstellern mit zeitnahen Preissenkungen rechnen dürfen, die ähnliche Kostenreduktionen der vergangenen Monate "weit übertreffen" werden.

Für alle PC-Spieler mit Upgrade-Ambitionen ist das natürlich ein gefundenes Fressen. Dennoch sollten wir vorerst skeptisch bleiben und schauen, ob sich die Meldung tatsächlich als Wahrheit entpuppt. Unwahrscheinlich klingt das Vorhaben aber keinesfalls.


Analyse: Klare Botschaften des Grafikkarten-Marktes

Die Wahrscheinlichkeit einer größeren Preissenkung ist deswegen so plausibel, weil Nvidia entlang der jüngsten Geschäftsergebnis bereits zugab, dass überschüssige GPUs ein echtes Problem darstellen (Öffnet sich in einem neuen Tab). Und auch AMD scheint derzeit noch mit einer ähnlichen Problematik und geringer Abnehmerschaft zu ringen.

Natürlich gibt es auch noch Lösungen abseits einer derart massiven Rabattierung. Hierzu zählt die Verteilung von Grafikkarten an Rechenzentren oder die Zusammenlegung eines (geringeren) Preisnachlasses mit der schrittweisen Einführung der Lovelace-Generation. 

Kurzum: Es ist derzeit sehr wahrscheinlich, dass die RTX 4000-Grafikkarten in zeitlicher Staffelung (Öffnet sich in einem neuen Tab) auf dem Markt erscheinen und die RTX 4090 hier den Anfang macht. Eine RTX 4070 und 4080 (Öffnet sich in einem neuen Tab) könnte dann in den darauffolgenden Monaten nachziehen, würde so aber mehr Zeit zum Abverkauf der vorherigen GPU-Reihe generieren.

Eine solche Variante dürfte auch eher im Sinne des Herstellers sein, da die alternative mit massiven Rabattierungen natürlich die Gewinnsumme der Verkäufe minimiert. Ob sich Nvidia dieser Notlösung aber noch lange erwehren kann, müssen wir abwarten. Sicher dürfte jedoch sein, dass auch die aktuellen Entwicklung hinsichtlich der Lebenserhaltungskosten und Inflation den GPU-Herstellern keinen Gefallen tun.

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

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