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Das kann die Pico 4 – Alle wichtigen Infos zur neuen VR-Brille

Pico 4 Headset mit Controllern
(Bildnachweis: Pico)

Es wurde Zeit, dass der VR-Markt einsteigerfreundlicher wird und man auf der Suche nicht nur einen Anbieter – hallo Meta – vorfindet. Aktuell hat die Meta Quest 2 eine unangefochtene Stellung, doch das kann sich jetzt ändern.

ByteDance (der Mutterkonzern hinter TikTok) hat sich getraut den europäischen Markt mit der Pico 4 anzugehen. Das Headset wurde heute offiziell vorgestellt (Öffnet sich in einem neuen Tab) und verspricht ein ernsthafter Konkurrent zur Quest 2 zu werden. Was das Gerät auszeichnet schauen wir uns nun im Detail an.

Kurz und bündig

  • Um was geht es? Das neue Headset von Pico und die direkte Konkurrenz zur Meta 2
  • Wann wird das Headset erscheinen? 18. Oktober 2022 
  • Wie viel wird das Headset kosten? 429 bzw. 499 Euro

Pico 4: Das kann das Headset

Das Herzstück des Headsets wird der Snapdragon XR2, dieser Chip wird auch in der Quest 2 verwendet. Allerdings verwendet die Pico 4 satte 8 statt 6 GB Arbeitsspeicher. Wenn ihr aktuell ein Spiel auf der Quest 2 flüssig spielt, dann werdet ihr es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf der Pico 4 bequem erleben.

Mit den 2160 x 2160 Pixeln der 2,56-Zoll großen LC-Displays habt ihr eine höhere Auflösung als auf der Quest 2. Die Bilwiederholungsrate liegt bei 72 und 90 Hz. Hinzukommt, dass das Headset ein niedrigen Blaulichtwert aufweist und damit schonend für eure Augen ist. 

Der schmale Formfaktor – welcher hauptsächlich durch die Pancake-Linsen möglich ist – sorgt logischerweise auch für ein geringeres Gewicht. Die Pico 4 bringt 295 Gramm auf die Wage. Inklusive Kopfhalterung sind es laut dem Hersteller 586 Gramm. Da ich das Headset auf der Gamescom 2022 bereits ausprobieren durfte, kann ich euch an dieser Stelle versprechen, der Formfaktor schmiegt sich sehr gut an den Kopf an.

Sobald ihr das Headset aufhabt, erwartet euch ein vertikales Sichtfeld von etwa 105 Grad. Die Pancake-Linsen sind nah an den Augen und dadurch wirkt das Sichtfeld ziemlich groß. Den Abstand der Linsen (IPD-Abstand) lässt sich zwischen 62 und 72 Millimeter einstellen.

Ich selbst bin Brillenträger und hatte bisher das Glück mit dieser unter jedes VR-Headset zu passen. Das ist aber keine Selbstverständlichkeit und daher liefert euch Pico einen Brillenabstandshalter mit.

Logischerweise beinhaltet das kabellose Headset einen Akku, der mit einer Kapazität von 5.300 mAh ausgestattet ist und soll bis zu drei Stunden halten. Der Akku unterstützt übrigens Qualcomms Quick Charge 3.0 und lässt sich damit auch fix wiederaufladen.

Die Pico 4 hat integrierte Lautsprecher, welche in die Kopfhalterung verbaut sind und 3D-Raumklang bieten. Noise Reduction (bis 30 db) und Echo Cancellation (bis 50dB) sind ebenfalls ausgestattet.

Wenn ihr frontal auf das Headset schaut, werdet ihr eine 16-Megapixel-RGB-Kamera vorfinden, die für einen hervorragenden Passthrough-Modus sorgt. Wie die Quest 2 benutzt die Pico 4 vier Kameras für das räumliche Tracking von Gehäuse und Controllern.

Pico 4 Controller

(Image credit: Pico)

Die Controller sehen modern aus und man merkt, dass sich die Konstrukteure an vielen Stellen Gedanken gemacht haben. Ein Beispiel dafür ist, dass die Trackingringe nun diagonal in Richtung des Handgelenks verlaufen und nicht mehr vom Griff weggehen. Der Vorteil ist, dass ihr eure Hände weiter zueinander bringen könnt.

Schade ist, dass die Controller mit zwei AA-Batterien betrieben werden. Hier wäre ein verbauter Akku bequemer gewesen. Pico verspricht zudem eine realistischere Haptik dank eines HyperSense-Breitbandmotors.

Selbstverständlich sind auch einige Eingabemöglichkeiten an den Controllern angebracht. Analogstick, zwei Hauptknöpfe, Trigger- und Greiftaste sind überschaubar und völlig ausreichend. Der Kracher ist allerdings, dass Handtracking an Board sein wird.

Pico 4: Das kann das Headset nicht

Die Pico 4 hat keinen Display-Port-Kabelanschluss. Das bedeutet, ihr könnt das Headset nicht für native Bildübertragung an eurem PC nutzen. Pico möchte an dieser Stelle seine Produkte voneinander differenzieren und hat für diesen Zweck die Pico Neo 3 Link veröffentlicht.

Allerdings relativiert sich das Ganze, da 2023 ein Wi-Fi-Dongle für PC-VR-Streaming kommen soll.

Pico 4: Hier kannst du das Headset vorbestellen

Wenn ihr die Pico 4 interessant findet könnt ihr das Headset bei unserem Partner bestware vorbestellen.

Die Pico 4 gibt es in der 128 GB (Öffnet sich in einem neuen Tab) (429€) und 256 GB (Öffnet sich in einem neuen Tab) (499€) Variante. Ich persönlich würde euch zur 128 GB Variante raten, da die Speicherkapazität für den "normalen" VR-User vollkommen ausreichen sollte.

William Schubert
Freelancer - Content Creator

William Schubert ist Freier Content Creator bei TechRadar Deutschland und für die Bereiche YouTube, Gaming, Filme und Serien und VR zuständig.


Wenn du ein Produkt auf unserem YouTube-Kanal vorstellen willst, dann melde dich gerne bei mir (wschubert[at]purpleclouds.de).