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Sony Cyber-Shot RX10 III

Die RX10 III ist eine fähige Kamera in nahezu jedem Aspekt. Sie ist teuer aber spielt dafür bei den Bridgekameras in einer eigenen Liga.

Unser Fazit

Das 24 - 600 mm Zeiss Objektiv der RX III verbunden mit Sonys exzellentem 1 Zoll Sensor bietet in der Bridge Kamera Klasse unangefochtene Bildqualität. Die 4K und HD Videofunktionen sind ebenfalls beeindruckend. Es ist eine große und leider auch verhältnismäßig schwere wie teure Kamera, deren Autofokus in einigen Situationen zu wünschen übrig lässt.

Vorteile

  • Exzellentes und schnelles 24-600 mm Objektiv
  • Sehr gute Foto- und Videoqualität
  • Hochwertiger EVF und neigbarer LCD Bildschirm
  • Beeindruckende ISO-Leistung

Nachteile

  • Teuer im Vergleich zur Konkurrenz
  • Schlechter Autofokus bei längerer Brennweite
  • Relativ groß und schwer

Die Sony RX 10 III wurde 2019 im März vorgestellt, weniger als ein Jahr nach der RX II, die RX10 III soll laut Sony den "Vorgänger" jedoch nicht ersetzen. Der größte Unterschied liegt im Mega-Zoom Objektiv mit einer Brennweite von von bis zu 600 mm was einem 25fachen optischer Vergrößerung entspricht und 100fachen digitalen Zoom ermöglicht. Gleichzeitig ist die Blende mit f2,4 - 4,0 bemerkenswert für eine Kamera dieser Klasse. Diese Steigerung der Leistung geht leider auch mit einer Steigerung von Größe und Gewicht einher.

[Update: Die RX10 III wurde inzwischen von der RX10 IV ersetzt, welche nochmals eine Reihe an Verbesserungen erhalten hat. Besonders hervorzuheben ist die 24 fps Serienbild-Aufnahme und ein verbesserter Autofokus, die restlichen Kern-Features bleiben gleich.]

Wie die RX10 II zielt die RX10 III auf ernsthaft engagierte Foto-Enthusiasten, die eine Bridgekamera mit ultimativer Bildqualität und extremen Zoommöglichkeiten suchen.

Features

  • 1,0-Zoll CMOS Sensor, 20,1MP
  • 24-600 mm f/2,4 - 4 Zoom Objektiv
  • 4K Video Auflösung

Die RX10 III hat den gleichen 20,1 Megapixel Exmor CMOS Sensor wie die RX II. Damit verbunden sind auch die gleichen exzellenten 4K Video Möglichkeiten. Tatsächlich sind die meisten Features und Funktionen identisch, der hauptsächliche Unterschied ist das große und beeindruckende 24-600 mm Zeiss Objektiv. Lediglich die Canon Powershot G3 X (englischsprachig) hat die selbe Brennweitenspanne. Wenn wir andere Bridgekameras mit 1 Zoll Sensor zum Vergleich heranziehen, tuen sich Welten auf zu bisherigen Spitzenreitern wie der inzwischen deutlich älteren Panasonic Lumix FZ1000 (englischsprachig), die nur 400 mm Brennweite erreicht.

Sony RX10 III Spezifikationen

Sensor: 20,1MP 1-Zoll Exmor RS CMOS Sensor

Lens: 24 - 600 mm f/2,4 - 4 

Screen: 3,0-Zoll Bildschirm, neigbar, 1.288.800 Pixel 

Viewfinder: EVF mit 2,36-Mio-Pixel Auflösung

Serienbild-Geschwindigkeit: 14 fps 

Autofokus: 25-Punkt Kontrast-Punkt AF 

Video: 4K

Verbindungen: Wi-Fi und NFC

Akkulaufzeit: bis zu 420 Fotos 

Gewicht: 1.095 g

Die Blende mit f/2,4/4 macht das objektiv sehr lichtstark, besonders im Vergleich zur Konkurrenz. Die Fokusgrenzen von 3 cm bei 24 mm und 72 cm bei 600 mm bieten eine erstaunlich kurze Fokusgrenze.

Wie bei Sonys anderen Kompakt- und Bridgekameras kommt auch die RX III mit einer großen Menge an Shooting-Möglichkeiten und Foto-Modi. Mit 3:2, 4:3, 16:9 und 1:1 Formaten für JPEG aber auch RAW Fotos. Die maximale Auflösung von 5472 x 3648 Pixel hat ein natives 3:2 Format. Die ISO Empfindlichkeit geht von ISO100 bis 12.800 und ist erweiterbar auf ISO64 - 25.600.

Einfacher Autofokus (AFS), durchgängiger (AFC), direkter manueller Fokus (DMF) und vollständiger manueller Fokus (MF) sind verfügbar. Mit Sonys sehr effektiver Fokuslupe und Fokus-Peaking Optionen stehen hilfreiche Unterstützungen zur Seite.

Der EVF und das neigbare LCD-Display sind beide von hoher Qualität, auch wenn das Display kein Touchscreen ist. Aufgrund der Größe und Gewicht der Kamera vermisst man den Touchscreen auch nicht unbedingt, es sei denn, die RX10 III steht auf einem Stativ.

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Wir können nicht anders und müssen die Größe und das Gewicht der Sony RX10 III ansprechen. Die Kamera liegt gut in der Hand, trotzdem werden vermutlich einige Nutzer vor der Größe und auch dem Preis zurückschrecken (vor allem solche, die die Kamera eher im Alltag nutzen wollen). Hier stünde mit ähnlicher Brennweitenspanne die Canon Powershot G3 X oder womöglich die Panasonic Lumix FZ330/ FZ300 bereit, diese hat jedoch einen kleineren Sensor. Ihre 4K Videoperformance hat uns letztes Jahr dennoch beeindruckt. Die Canon hat ein weniger lichtstarkes Objektiv und keinen EVF, die Lumix FZ330/FZ300 profitiert zwar sogar von einer durchgängigen 2,8er Blende, besitzt aber wie erwähnt einen deutlich kleineren Sensor.

Wenn man die maximale Bildqualität einer Bridgekamera sucht, kommt man um die führende Performance des Zeiss Vario-Sonnar T* Objektivs der Sony RX III nicht herum. Ambitionierte Fotografen, die eine Bridgekamera mit hoher Brennweite und Top-Performance suchen, werden diese Kamera sehr attraktiv finden. Ob sie bereit sind den Preis von aktuell 1000 Euro zu zahlen ist eine andere Frage (im Vergleich zur UVP von 1.599,00€ ist sie bereits sehr im Preis gefallen!). Verglichen mit den genannten Konkurrenten ist sie weiterhin deutlich teurer, spielt aber wie erwähnt bei einigen Features in einer eigenen Liga und sollte daher viele Fotografen mit Ambitionen ansprechen.