Skip to main content

Steam Deck wird von vielen Spieleentwicklern geliebt - sollte sich Nintendo Sorgen machen?

Steam Deck Einheiten im Test bei Valve
(Image credit: Valve)

Während sich das Steam Deck (opens in new tab) von Valve auf seine Markteinführung Ende des Monats vorbereitet, gibt es bereits einige sehr positive Kommentare von Spieleentwicklern, die mit vorveröffentlichten Dev-(Test-)Einheiten gespielt haben.

Wie PC Gamer (opens in new tab) berichtet, ist ein gutes Beispiel dafür der Macher von Valheim, dem beliebten Survival-Spiel (noch im Early Access). Jonathan Smars, ein Programmierer und Designer bei Iron Gate, sagte dazu: "Ich war überrascht, wie gut Spiele auf [Steam Deck] ohne jegliche Änderungen funktionieren und wie gut es sich anfühlt, darauf zu spielen. Valheim funktionierte vom ersten Tag an auf Steam Deck ohne jegliche Änderungen."

See more

Der Programmierer stellte zwar klar, dass die visuellen Details im Vergleich zum Spiel auf einem High-End-PC etwas zurückgeschraubt werden mussten, aber dass er "immer noch beeindruckt war, was ein so kleiner Handheld ohne plattformspezifische Optimierungen leisten kann".

Für Technikfans ist das gut zu hören und Smars ist bei weitem nicht die einzige Stimme da draußen, die das so sieht. PC Gamer stellt fest, dass viele der Entwickler, mit denen sie gesprochen haben, zuversichtlich sind, dass der Start des Steam Decks im Hinblick auf die Software reibungslos verlaufen wird.

Natürlich wird es Probleme geben, denn das ist bei jedem neuen Gerät unvermeidlich, vor allem, wenn es auf einer Kompatibilitätsschicht (Proton) basiert und dabei Windows imitieren soll. Weitere Entwickler wiesen auf potenzielle Probleme bei einigen Titeln hin, die Schwierigkeiten haben, das Steam Deck als Controller zu erkennen. Auch Probleme in Bezug auf die Benutzeroberfläche (z. B. die Navigation in der Steam-Bibliothek) sollen vorhanden sein.

Andere Entwickler sprachen davon, dass sie ihre Spiele so anpassen müssen, dass sie die Bildschirmauflösung des Steam Decks erkennen und ausführen können. All diese Probleme sind aber kein Hexenwerk und sollten in relativ kurzer Zeit auch behoben sein.


Analyse: Es sieht gut aus, aber wir sollten es nicht übertreiben

Wir sollten uns natürlich nicht zu sehr von dem frühen Hype anstecken lassen, aber wenn man bedenkt, dass dies von Spieleentwicklern und nicht von Valve selbst kommt, scheint es sicher zu sein, dass wir dem ein wenig mehr Glauben schenken können.

Natürlich werden wir erst dann wissen, wie das Gerät wirklich funktioniert, wenn wir den tragbaren PC in den Händen halten und ausprobieren können, wie viele Steam-Spiele wirklich funktionieren. Aber auch andere erste Anzeichen sind vielversprechend: Fast die Hälfte der Spiele, die mit dem Steam Deck getestet wurden, funktionieren anscheinend "einwandfrei".

Außerdem wurde bestätigt, dass Bloodborne PSX auch auf dem Steam Deck läuft. God of War als auch Horizon Zero Dawn gehören jetzt zu den verifizierten Spielen für Valves Handheld, wie Wccftech (opens in new tab) kürzlich bekannt gab.

All das ist aufregend und beeindruckend, doch was bedeutet das für Nintendo?

Wenn das Steam Deck einen guten Start hinlegt und von den Besitzern ähnlich gut angenommen wird wie von den Entwicklern, dann sollte sich Nintendo Mittelfristig Sorgen machen. Der Grund dafür ist, dass das Handheld-Gerät von Valve so viel Potenzial in Bezug auf seine Flexibilität und seinen Charakter als PC bietet. Ganz zu schweigen davon, dass die Käufer von Anfang an eine ganze Reihe von Spielen zur Verfügung haben, wenn sie schon seit einigen Jahren auf Steam kaufen.

Eine Sache, die Nintendo vielleicht trösten kann, ist der Aspekt der Produktionskapazität des Steam Decks und ob Valve die vielen Vorbestellungen rechtzeitig erfüllen kann. In dieser Hinsicht gibt es noch große Fragezeichen.

William Schubert ist Freier Content Creator bei TechRadar Deutschland und für die Bereiche YouTube, Gaming, Filme und Serien und VR zuständig.


Wenn du ein Produkt auf unserem YouTube-Kanal vorstellen willst, dann melde dich gerne bei mir (wschubert[at]purpleclouds.de).