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Klarna startet eigene Girokonten in Deutschland

Klarna
(Image credit: Klarna)

Klarna will in Deutschland Bankkonten für Privatkunden anbieten, die über eine mobile App Finanzdienstleistungen erbringen und durch eine Visa-Debitkarte ergänzt werden.

Der heute gestartete Mobile-Banking-Service wird zunächst nur einer begrenzten Anzahl von Kunden zur Verfügung stehen, ein breiterer Rollout soll in den nächsten Monaten folgen.

Die Kunden erhalten ein echtes Bankkonto mit einer deutschen IBAN, über das sie Geld empfangen sowie Ein- und Abbuchungen vornehmen können. Die dazugehörige Debitkarte bietet zwei kostenlose Abhebungen am Geldautomaten pro Monat und ist für die Nutzung von Google Pay* und Apple Pay ausgelegt.

Klarna hat sich seit seinen Anfängen, als das Interesse des Fintechs ausschließlich auf der Zahlungsabwicklung für E-Commerce-Websites lag, dramatisch weiterentwickelt. Das Unternehmen hat sich einen Namen gemacht, indem es sich darauf spezialisiert hat, mehrere Ratenzahlungsoptionen für teurere Waren anzubieten ("Shoppe jetzt. Bezahle später.").

Bankkonto

Der Vorteil für Händler, die das Klarna System nutzen, war schon immer, dass sie das Geld aus der Transaktion sofort erhalten. Klarna wickelt den Kreditaspekt mit den Verbrauchern direkt ab.

Mit der Vorstellung der Bankkonto-Option bringt Klarna diesen Komfort nun direkt zu den Endkunden. Der App-Service bietet alles, was man von heimischen App-basierten Bankdienstleistungen* kennt, und gibt einen dynamischen Überblick über deine Kontobewegungen.

Dazu bietet Klarna eine automatische Nachverfolgung vergangener Einkäufe und Hinweise auf anstehende Zahlungen sowie den Zugang zu Filialen, die Möglichkeit, laufende Lieferungen zu verfolgen und Benachrichtigungen über Preissenkungen zu konfigurieren.

Das Kontopaket könnte es Verbrauchern beispielsweise erleichtern, nach etwas zu suchen, es zu kaufen und dann die Zahlungen für den Artikel über drei Monate zu staffeln. Es hat das Potenzial, ein runderes Kundenerlebnis zu bieten.

Dies könnte auch nicht die letzte große Ankündigung von Klarna* in den kommenden Monaten sein. Das Fintech will sein Produktportfolio um Sparkonten erweitern und hat bereits eines in Schweden eingeführt.

Das Konto verfügt über eine flexible und befristete Sparoption, die sich bei einer breiteren Einführung als verlockend für Verbraucher erweisen könnte, die nach einer alternativen Option für ihre persönlichen Finanzen suchen.

Klarnas neuer Verbraucherservice basiert auf einem eigenen Banksystem, das es dem Unternehmen ermöglicht, auf einen Banking-as-a-Service-Partner für die Kontoführung zu verzichten. Damit tritt Klarna gegen andere beliebte deutsche Digitalbanken* wie N26 und Vivid Money an.

* Link englischsprachig

Franziska Schaub

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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