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Das neu entdeckte PS5-DualSense-Patent könnte die Drift-Probleme für immer lösen

New Sony PS5 dualsense colors
(Image credit: Sony)

Ein Sony-Patent zeigt, dass die neue DualSense überarbeitete Analogsticks enthalten könnte, die eine Hydraulik für präzise Eingaben nutzen.

Sowohl die PS5 als auch die DualSense haben nach ihrer Markteinführung einige Probleme gehabt. Derzeit läuft ein Gerichtsverfahren, in dem behauptet wird, dass die Konsole mit einem bekannten Defekt ausgeliefert wurde. Auch der DualSense ist von Problemen nicht verschont geblieben: Eine US-Anwaltskanzlei reichte letztes Jahr eine Sammelklage ein (via IGN (opens in new tab)). Diese Klage scheint sich in Luft aufgelöst zu haben, denn die entsprechenden Seiten wurden von der Website des Unternehmens (opens in new tab) entfernt. Aber die Controller-Drift-Probleme (und die damit verbundenen Klagen) könnten für Sony der Vergangenheit angehören.

Metro (opens in new tab) hat ein Patent (opens in new tab) entdeckt, das Sony für einen Controller mit einem "klappbaren Steuerknüppel mit einer Flüssigkeit" angemeldet hat. Dabei handelt es sich um eine nicht-newtonsche Flüssigkeit - damit sind Substanzen wie Pudding, Ketchup oder Treibsand gemeint. Oder in diesem Zusammenhang: etwas, das kein Gewürz, kein Dessert oder eine kleine Todesfalle ist. Es handelt sich um eine Flüssigkeit, die ihre Viskosität unter Krafteinwirkung ändert. So wird Ketchup zum Beispiel flüssiger, wenn du ihn schüttelst. Du kannst aber auch eine Lache mit Pudding füllen und darüber laufen, ohne unterzugehen, wie in dieser Folge von Brainiac: Science Abuse gezeigt wird (opens in new tab)

Das Offensichtliche

diagram of analog stick cross section

(Image credit: Sony Interactive Entertainment)

Der Teil des Patents, der sich mit den Hintergründen der Erfindung befasst, unterscheidet zwischen Joysticks, analogen Knöpfen und Daumenstäben. Er geht auf den Komfort und die Tragbarkeit der einzelnen Sticks ein, bevor er zu dem Schluss kommt:

"Der Daumenstick ist für den Benutzer bequemer als der analoge Nub und kleiner als ein Joystick, aber immer noch nicht sehr tragbar. Der überstehende Teil des Daumensticks ragt aus der Oberfläche des Controllers heraus und kann sich leicht in der Kleidung oder anderen dünnen Materialien verfangen, wodurch der Daumenstiel leicht kaputt gehen kann.

"Vor diesem Hintergrund entstehen die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung."

Die obige Abbildung zeigt einen einziehbaren Analogstick ohne Nicht-Newtonsche Flüssigkeit. In diesem Fall zieht sich der Schaft in das Gehäuse des Knüppels zurück, und beide sind "gemeinsam frei um einen Drehpunkt im Gehäuse des Controllers drehbar."

Die Abbildung unten zeigt das Diagramm, das den Einsatz von nicht-newtonschen Flüssigkeiten im Controller darstellt. Der Schaft des Daumenknüppels hat eine "Flüssigkeitsoberfläche", und der ganze Körper hat einen Hohlraum, der mit der Nicht-Newtonschen Flüssigkeit gefüllt ist. 

Wenn der/die Benutzer/in den Daumen einfahren möchte, kann "ein langsamer Druck auf den Daumenschaft ausgeübt werden", um "die nicht-newtonsche Flüssigkeit in das Reservoir zu verdrängen." Ein schneller, harter Druck hat dagegen den gegenteiligen Effekt.

"Aufgrund der Beschaffenheit der Nicht-Newtonschen Flüssigkeit führt ein schneller Druck auf den Daumenstiel zu einem Anstieg der Viskosität der Nicht-Newtonschen Flüssigkeit und die Flüssigkeit wird nicht verdrängt. 

"Während des Gebrauchs zieht sich der Daumenstiel also nicht in den Daumenstielkörper zurück, weil der Druck während des Gebrauchs nicht langsam genug ausgeübt wird, um die nicht-newtonsche Flüssigkeit zu verdrängen."

Aber was bedeutet das für den praktischen, täglichen Gebrauch eines neuen und verbesserten PS5 DualSense?   

wire-frame isometric view of the thumbstick shaft and thumbstick body having a non-Newtonian

(Image credit: Sony Interactive Entertainment)

Pro Control

Mit überarbeiteten Analogsticks könnte die Eingabesteuerung des DualSense deutlich verbessert werden. Die Sticks werden normalerweise für die Bewegung und das Zielen verwendet und könnten so viel nuancierter werden. 

Da die Sticks zusammenklappbar sind, können sie auch als zusätzliche "Eingabetasten" verwendet werden. Und sie könnten in Sportspielen, Flugsimulatoren und ähnlichem eine größere Bandbreite an Bewegungen und Kontrolle bieten. 

Was das für aktuelle Spiele bedeutet, die L3- und R3-Eingaben verwenden - insbesondere, ob die neuen Analogsticks in Bezug auf Geschwindigkeit und Kraft anders funktionieren - wissen wir nicht. Aber wir können uns nicht vorstellen, dass Sony einen DualSense Pro herausbringt, der nicht mit dem aktuellen Katalog der PS5-Titel kompatibel ist. 

Natürlich bedeutet die Existenz eines Patents nicht, dass wir die Idee in einem physischen Produkt verwirklicht sehen werden. Aber es ist auf jeden Fall interessant zu sehen, was sich die Köpfe bei Sony ausgedacht haben.

William Schubert
William Schubert

William Schubert ist Freier Content Creator bei TechRadar Deutschland und für die Bereiche YouTube, Gaming, Filme und Serien und VR zuständig.


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