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Corona-Warn-App: Version 2.0 mit Check-In-Funktion veröffentlicht

Corona-Warn-App
(Image credit: Future)

Die Corona-Warn-App bekommt ihr nächstes großes Update. Nachdem vergangenes Jahr eine Tagebuch-Funktion als Gedächtnisstütze eingeführt wurde, integriert das Projektteam der Deutschen Telekom und SAP eine Check-In-Funktion basierend auf QR-Codes.

So können jetzt Veranstalter und Einzelhändler QR-Codes erstellen, mit denen Gäste einchecken können. Check-ins werden lokal auf dem Smartphone zwei Wochen lang gespeichert und werden danach automatisch gelöscht.

Corona-Warn-App

(Image credit: Future)

Sollten Gäste im Nachhinein positiv auf Covid-19 getestet werden, können sie ihre Check-ins und ihre Diagnoseschlüssel auf die Server der Corona-Warn-App hochladen, sodass andere Gäste darüber informiert werden. Kontaktüberschneidungen von weniger als 10 Minuten Länge werden in der App mit einer grünen Kachel angezeigt, länger als 10 Minuten mit einer roten.

Eine ausführliche Anleitung gibt es mit Video im Blog der Corona-Warn-App. Wer die App bereits besitzt, sollte innerhalb von 48 Stunden das Update auf Version 2.0.3 erhalten. Ansonsten kann sie hier im Google Play Store bzw. Apple App Store heruntergeladen werden.

Die bessere Alternative zur Luca-App

Die Check-In-Funktion ist besonders nützlich in Anbetracht des Bestrebens verschiedener Landesregierungen, pünktlich zum Sommer auf Biegen und Brechen weitläufige Wiedereröffnungen zu ermöglichen.

Statt auf eine zentrale Lösung über die sowieso weit verbreitete Corona-Warn-App zu warten, haben einzelne Bundesländer in der Zwischenzeit voreilig in die private Luca-App investiert, deren Praxis jüngst vom Chaos Computer Club scharf kritisiert wurde, da sie gravierende Schwächen aufweist.

Eins der größten Probleme sei, dass Besuchshistorien zentral auf einem Server gespeichert werden und ausgelesen werden können. „Wer den QR-Code scannt, kann nicht nur künftig unter Ihrem Namen einchecken, sondern auch einsehen, wo Sie bisher so waren“, erklärt Linus Neumann vom CCC. Die Lücke heißt LucaTrack und wurde von Bianca Kastl und Tobias Ravenstein veröffentlicht.

Da die Corona-Warn-App ohnehin schon vom Bund finanziert wird, sind weitere Ausgaben für problematische, private Lösungen eigentlich unnötig. Daher hoffen wir auf eine rasche Verbreitung der Lösung per Corona-Warn-App, sollten Öffnungen weiterhin wider jede Vernunft angestrebt werden.

Eugen Wegmann is an online editor for PurpleClouds Deutschland GmbH / TechRadar Region DACH.