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Im RPG Warhammer 40K Rogue Trader wandelst du auf der Welt "wie ein Gott"

Rogue Traders Kampagne könnte in diesen hübschen Comic-Sequenzen erzählt werden – zumindest hätten wir nichts dagegen
(Image credit: Owlcat Games)

Die Pathfinder-Reihe hat zweifellos einige starke Einträge in der jüngeren Vergangenheit hervorgebracht. Leider leiden sowohl Pathfinder: Kingsmaker, als auch Wrath of the Righteous aber unter ähnlichen Schwächen. Denn obwohl die Titel tiefgründige, fesselnde Geschichten erzählen, sind selbige unter einer überambitionierten und ablenkenden Strategieebene begraben. 

Eben dieser Aspekt könnte sich nun aber im neuesten Projekt von Entwickler Owlcat Games, Warhammer 40.000: Rogue Trader (opens in new tab), als nützlich erweisen. Als Freibeuter und Schurkenhändler bereisen wir die dunkelsten Ecken der Galaxie, sind aber nicht nur für die Erforschung der Welt, sondern auch die Verwaltung des riesigen Handelsimperiums maßgeblich verantwortlich.

Entsprechend könnte es hier zu einer logischeren, organischeren Einbindung der bekannten Strategieelemente aus den Pathfinder-Teilen kommen. Immerhin gilt es in Rogue Trader ein nachhaltiges Handelsimperium zu gründen, dass im Idealfall Generationen überdauert. Ein bisschen Taktik und strategisches Vorgehen scheint hierbei nicht verkehrt...

Jenseits der Skala

Der titelgebende Schurkenhändler grübelt an einer hololithischen Konsole – einmal mehr wird das Geschehen hierbei in schicken Comic-Sequenzen vorgestellt

(Image credit: Owlcat Games)

"Wir wollen vermitteln, dass du kein gewöhnlicher Mensch bist", sagt Creative Director Alexander Gusev. Als Schurkenhändler hast du "riesigen Einfluss" und du "wirst nicht in Mülleimern nach Beute suchen". 

Ein Bekenntnis, welches Fans des Settings und Warhammer 40K-Universums hellhörig werden lässt. Zeitgleich spricht es aber auch für die Ambitionen und Wünsche von Owlcat. Für den ausführenden Produzenten Anatoliy Shestov geht es beispielsweise ebenso wenig "nur um den Krieg", sondern auch um "all die Dinge, die ihn umgeben". Und eben diese Dinge sollen in Rogue Trader durch den strategischen Schwung besser an den Spielenden herangebracht werden. 

Gusev betont weiter, dass du als "Erbe einer Dynastie" beginnst – auch wenn das wohl nicht viel mehr als eine erste Zwischenetappe sein dürfte. Immerhin ist es aber eine erhabenere Perspektive, als die des Sklaven, Bettlers oder Tellerwäschers, den wir in den meisten RPG-Anfängen verkörpern. Abzuwarten bleibt allerdings, ob dieses Setting auch entlang der umfangreichen Kampagne fortlaufend transportiert werden kann.

Bescheidene Anfänge

Neben Comic-Zwischensequenzen gibt es aber natürlich schon erstes Pre-Alpha-Bildmaterial, dass auf düstere, aber stimmungsvolle Umgebungen deuten lässt

(Image credit: Owlcat Games)

Rogue Trader ist offensichtlich vom gleichnamigen Tabletop-Rollenspiel inspiriert, welches laut Shestov auch in "über fünf Jahren" bei Owlcat Anklang fand. Und obwohl der Entwickler mitunter eigene Ambitionen, losgelöst vom PnP-Klassiker, verfolgt, leiten auch die guten Erinnerungen und ein positiver Tenor im Bezug auf die Brettspielvorlage die Entwicklung.

"Es ist ein Spiel, in dem es darum geht, den Weltraum zu erkunden, mit Anomalien umzugehen und Handel zu treiben", kommentiert Shestov. Zudem sei es eine der einzigartigen Qualitäten von Rogue Trader eine ganz eigene "glaubwürdige, abwechslungsreiche Geschichte zu erzählen." 

Und wir sind uns sicher, dass Kenner des Spiels diesen Qualitäten direkt zustimmen würden. Immerhin bietet Rogue Trader auch in der TTRPG-Vorlage umfangreiche Welten, Aktionsfreiheiten und immer neue und spannende Geschichtsverläufe. 

Genau das soll dich alsbald in der Owlcat-Spielumsetzung erwarten, in der du "auf mächtige Figuren triffst, um Hilfe bittest" und – entsprechend der Gepflogenheiten – sogar "das Knie beugst", wenn es nötig wird. Die Entwickler scheinen versessen darauf die bekannten Mächte und Ambitionen aus dem Brettspiel nun auch in digitaler Form zu präsentieren. Entsprechend ist dein Spielcharakter viel "weniger ein Abenteurer" und umso mehr "wie ein Gott".

Überaus ambitioniert

Das Keyart zum kommenden RPG haben wir dir bereits in einem vorherigen Beitrag präsentiert. Zu sehen sind hierauf ein Team aus diversen Rassen des Warhammer-Universums, welches sich gegen eine Reihe von Feinden zu Wehr setzt

(Image credit: Owlcat Games)

40K ist keine "normale Science-Fiction" oder "Fantasy". Stattdessen nimmt der düstere Ausflug im 41. Jahrtausend einen besonderen Platz im Herzen derer ein, die auf eine raue, eher dystopische Umgebung abfahren – und auch der Entwickler scheint gleichermaßen zu dieser Gruppe zu gehören. 

Wir sind uns sicher, dass die Umsetzung des Tabletop-Klassikers in den richtigen Händen ist und fiebern voller Vorfreude dem Ergebnis entgegen, welches uns noch in näherer Zukunft erwarten dürfte. Bis dahin bleibt uns allerdings nur Geduld und vielleicht die eine oder andere Brettspielpartie mit gleichgesinnten Freunden...

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

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