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Razer Blade Stealth 13 (Ende 2020) Testbericht

Das Gaming-Ultrabook kehrt zurück

Razer Blade Stealth 13 (Ende 2020)
(Image: © Future)

Unser Fazit

Professionellen (oder ambitionierte) eSportlern wird der Razer Blade Stealth mit seiner soliden Gaming-Performance und seinem 13-Zoll-Bildschirm mit 120 Hz Bildwiederholrate gefallen. Du solltest aber keine bahnbrechende Performance bei Spielen erwarten, die in den letzten paar Jahren erschienen sind.

Vorteile

  • Schickes und hochwertiges Design
  • Solide Gaming-Performance
  • THX Spatial Audio

Nachteile

  • Durchschnittliche Akkulaufzeit
  • Mittelmäßige Lautsprecher
  • Kein SD-Karten-Slot

Der Razer Blade Stealth 13 ist der neueste 13-Zoller aus Razers Reihe von Gaming-Laptops mit durchgehend überragender Qualität: vom Razer Blade 15 über den Razer Blade Pro, bis hin zum Razer Blade 15 Studio.

Der Ende 2020 erschienene Refresh des Razer Blade Stealth 13 verbessert einige Kleinigkeiten seines Vorgängers, dem sogenannten „ersten Gaming-Ultrabook der Welt“. Doch alles, einschließlich des kompakten Formats, der Spezifikationen und der Funktionen, sagt: Dieses Ultrabook ist nicht für Spiele mit hohen Hardware-Anforderungen gedacht.

Wo der Razer Blade Stealth 13 glänzt, ist bei eSports-Spielen und Produktivität – wie etwa Video- und Bildbearbeitung. Du solltest allerdings nicht zu viel von grafisch anspruchsvollen Spielen und der Ultrabook-untypischen Akkulaufzeit erwarten.

Preis und Verfügbarkeit

Datenblatt

Folgende Konfiguration des Razer Blade Stealth 13 (Ende 2020) hat TechRadar zum Testen erhalten:
CPU: 11. Gen. Intel Core i7-1165G7 Quad-Core Prozessor 2,80 GHz
Grafik: Nvidia GeForce GTX 1650 Ti Max-Q (4 GB GDDR6 VRAM)
RAM: 16 GB Dual Channel
Bildschirm: 13,3" Full HD, matt, 120 Hz
Speicher: 512 SSD
Anschlüsse: USB 3.1 Type-A x2, Thunderbolt USB-C x2, 3,5-mm-Buchse
Drahtlos: Intel Wireless-AX 201 (IEEE 802.11a/b/g/n/ac/ax) & Bluetooth® 5.1
Kamera: Windows Hello kompatible integrierte IR HD Webcam (1 MP / 720p)
Akku: 53,1 Wh
Gewicht: 1,41 kg
Maße: 15,3 mm x 210 mm x 304,6 mm
Preis: ab 2.000 Euro

Vom Razer Blade Stealth 13 gibt es in Europa in drei Varianten, die sich nur im Bildschirm unterscheiden. Die Basisversion kostet 2000 Euro und kommt mit dem hier getesteten 120 Hz FullHD Bildschirm. Die anderen beiden Versionen besitzen stattdessen einen FHD- oder 4K-OLED-Touchscreen für 2.100 bzw. 2.250 € allerdings würden wir von der 4K-Variante abraten – warum, erklären wir später.

Razer Blade Stealth 13 (Ende 2020)

(Image credit: Future)

Design

Im nur 1,41 kg schweren Unibody-Gehäuse des Razer Blade Stealth 13 steht ein Intel i7-1165G7 mit 2,8 GHz und eine Nvidia GeForce GTX 1650 Ti Max-Q. Abgerundet wird dieses Ultrabook durch 16 GB RAM, 512 GB SSD-Speicher und einen wunderschönen 13-Zoll-Bildschirm mit 120 Hz Bildwiederholrate.

Das Razer Blade Stealth 13 ist dank des schwarzen Aluminium-Designs und der Razer-typischen grünen Akzente um die USB-A-Anschlüsse herum ein wunderschönes Stück Hardware. Die klaren Linien dieses Ultrabooks sind einfach schön. Außerdem ist es leicht genug, um es mit einer Hand zu halten, und verdammt dünn.

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Razer Blade Stealth 13 (Late 2020)

(Image credit: Future)
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Razer Blade Stealth 13 (Late 2020)

(Image credit: Future)

Der Razer besitzt auf jeder Seite einen USB-A- und einen USB-C-Anschluss mit Thunderbolt 4. Darüber hinaus befindet sich auf der linken Seite noch eine 3,5-mm-Kombibuchse. Das dürfte für eine Maus und ein Headset ausreichen, aber wir finden es ein bisschen schade, dass es keinen SD-Karten-Slot besitzt.

Selbst wenn ernste Gamer sich für eine separate Gaming-Maus entscheiden werden, ist das Touchpad des Blade Stealth 13 im normalen Gebrauch angenehm zu bedienen und klickt gut.

Razer Blade Stealth 13 (Ende 2020)

(Image credit: Future)

Für eine kleine Ultrabook-Tastatur, die außerdem von zwei Lautsprechern umgeben ist, sind die Abstände zwischen den Tasten überraschend großzügig. Einige werden enttäuscht sein, dass die RGB-Beleuchtung nicht für jede einzelne Taste eingestellt werden kann, aber ein paar Anpassungsmöglichkeiten gibt es dennoch dank Razer Synapse.

Das Razer Blade Stealth 13 verfügt über einen 120 Hz schnellen 13-Zoll-Bildschirm, der 100 % des sRGB-Farbraums abdeckt, und trotz des Razer-Logos am recht breiten unteren Rand gut aussieht. Die Farben sind satt und Details kommen gut zur Geltung, egal ob beim Zocken, bei der Video- oder bei der Bildbearbeitung. Abgesehen davon gibt es noch eine 4K-60-Hz-Variante für ein paar hundert Euro mehr, aber der Spezifikationen wegen ist Gaming in 4K sowieso nicht drin.

Die 720p-Webcam funktioniert in einem normal beleuchteten Raum ganz gut und für Zoom-Meetings völlig ausreichend, sodass sich normale Nutzer nicht beschweren können sollten. Außerdem unterstützt sie Windows Hello-Gesichtserkennung zum Entsperren des Laptops, die hier aber nicht ganz so gut funktioniert wie beim ASUS ZenBook 13.

Razer Blade Stealth 13 (Ende 2020)

(Image credit: Future)

Performance

Benchmarks

So hat das Razer Blade Stealth 13 in unserer Testreihe abgeschnitten:
Cinebench R20 Multi-Core: 4.451
3DMark - Time Spy: 2.909  Fire Strike: 6.969  Night Raid:  20.092
GeekBench 5 Single-Core: 1.582, Multi-Core: 5.159
PCMark 10 (Home Test): 5.469
PCMark 10 Akkulaufzeit: 9 Stunden 34 Minutes
Akkulaufzeit (TechRadar-Filmtest): 8 Stunden 58 Minuten
Total War: Three Kingdoms (1080p, Ultra): 24 FPS (1080p, niedrig): 80 FPS
Metro Exodus (1080p, Ultra): 23 FPS; (1080p, niedrig): 79 FPS

Der Razer Blade Stealth 13 kommt mit beliebten eSports-Titeln wie Fortnite und League of Legends problemlos zurecht – wofür sich der 120-Hz-Bildschirm perfekt eignet. Ausgehend davon, dass die meisten eSports-Spiele nicht größer sind als 100 GB – abgesehen von Call of Duty oder NBA2K21 – ist die verhältnismäßig kleine SSD auch kein Problem.

Um die 120 FPS zu erreichen, musst du aber an der Grafik schrauben. Wenn du also visuelles Feuerwerk in mehr als 1080p erwartest, solltest du dir einen größeren und leistungsfähigeren Laptop aussuchen. Total War: Three Kingdoms und Metro Exodus laufen auf höchsten Einstellungen Bildraten im unteren 20er-Bereich. Selbst mit niedrigen Einstellungen kratzt der Blade Stealth 13 „nur“ an 80 FPS – aber immerhin etwas.

Wegen der schwächeren GTX-Grafikkarte sind neue Features wie DLSS und Raytracing nicht verfügbar. Das bedeutet, dass anspruchsvolle AAA-Spiele wie Death Stranding, Cyberpunk 2077 oder Control auf dem Razer Blade Stealth 13 einfach nicht so gut aussehen. Wenn du Geld über hast, kannst du für 300 Euro noch ein Razer Core X dazu kaufen, aber dann brauchst du auch noch eine zusätzliche Grafikkarte für mehrere hundert Euro – also ist es einfacher, direkt einen leistungsfähigeren Laptop zu kaufen.

Akkulaufzeit

Die wichtigste Prüfung eines Ultrabooks ist die Akkulaufzeit. Obwohl daran definitiv gearbeitet wurde, ist sie immer noch nur durchschnittlich. Im PCMark 10 Akku-Test hielt der Razer Blade Stealth 13 fast 10 Stunden durch und in unserem eigenen Filmtest fast 9. Willst du Spiele wie Metro Exodus spielen, solltest du nicht mehr als anderthalb Stunden erwarten. Wenn du lange unterwegs bis, solltest du also keine Probleme haben, solange du nicht versuchst, Spiele zu spielen. Glücklicherweise ist der Laptop dank des mitgelieferten USB-C-Ladegeräts aber schnell aufgeladen.

Software und Features

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Razer Blade Stealth 13 (Late 2020)

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Razer Blade Stealth 13 (Late 2020)

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Razer Blade Stealth 13 (Late 2020)

(Image credit: Future)

In der Razer Snypase-Software kann viel mehr angepasst werden als nur die RGB-Beleuchtung. Jeder einzelnen Taste der Tastatur kann ein Makro zugewiesen werden sie können sogar einzelne Programme starten. Außerdem können Beleuchtungsprofile geändert werden, egal ob der Blade Stealth 13 am Strom hängt, oder nicht. Mehr Beleuchtungseinstellungen gibt es Chroma Studio.

Der Razer Blade Stealth 13 unterstützt THX Spatial Audio sowohl über die externen Lautsprecher als auch über den Kopfhörerausgang. Das eignet sich perfekt für Gaming-Headsets und Spiele, die positionsabhängiges Audio und Kommunikation benötigen. Die vier Lautsprecher und der smarte Verstärker klingen klar und sauber, nur am Bass oder an der Gesamtlautstärke hapert es. In einem mittelmäßig lautem Zimmer gehen die Details schnell verloren.

Razer Blade Stealth 13 (Ende 2020)

(Image credit: Future)

Kauf’ ihn, wenn...

Du einen leichten, tragbaren Laptop mit hochwertiger Verarbeitung suchst
Das schwarze Unibody-Gehäuse aus Aluminium sieht nicht nur gut aus, sondern kann auch den ein oder anderen Stoß wegstecken.

Du ein tragbares Gerät suchst, das genug Performance für eSports und Alltagsanwendungen besitzt
Egal, ob du ein paar Runden Fortnite spielen, Videos bearbeiten oder einfach nur anschauen willst – der Razer Blade Stealth 13 kommt damit bestens zurecht.

Du hervorragenden integrierten Sound brauchst
Die Lautsprecher an sich sind eher durchschnittlich, aber der Laptop ist eher für die Verwendung mit Gaming-Headsets gedacht. Integriertes THX Spatial Audio ist ein Segen für kompetitive Spiele.

Kauf’ ihn nicht, wenn...

Du einen Laptop mit wesentlich mehr Leistung brauchst
Spiele wie League of Legends und Rocket League laufen auf dem Razer Blade Stealth 13 ohne Probleme. Grafisch anspruchsvollere Titel wie Cyberpunk 2077 oder Doom Eternal laufen zwar, aber nur auf niedrigen Grafikeinstellungen.

Du eine längere Akkulaufzeit brauchst
Für ein Ultrabook ist eine lange Akkulaufzeit unabdinglich. Der Stealth 13 schafft es hier nur auf 10 Stunden.