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Im Test: AOC U2879VF 4K-Monitor

Ein wirklich günstiger 28 Zoll 4K-Monitor

AOC U2879VF von vorne

Unser Fazit

Mit diesem Bildschirm kannst du wenig falsch machen. 4K ist im Mainstream angelangt und der AOC U2879VF ist eins der besten Beispiele dafür.

Vorteile

  • Sehr günstig für einen 28-Zoll-Monitor
  • FreeSync
  • Gute Farbgenauigkeit
  • Bild-in-Bild-Funktion

Nachteile

  • Keine Lautsprecher
  • Keine VESA-Halterung
  • Kann nicht vertikal verwendet werden

TechRadar Verdict

Mit diesem Bildschirm kannst du wenig falsch machen. 4K ist im Mainstream angelangt und der AOC U2879VF ist eins der besten Beispiele dafür.

Pros

  • + Sehr günstig für einen 28-Zoll-Monitor
  • + FreeSync
  • + Gute Farbgenauigkeit
  • + Bild-in-Bild-Funktion

Cons

  • - Keine Lautsprecher
  • - Keine VESA-Halterung
  • - Kann nicht vertikal verwendet werden

Mittelgroße 4K-Monitore sind in den vergangenen Jahren so sehr im Preis gefallen, dass sie mittlerweile im Bereich von unter 300 Euro zu haben sind, was sie gerade deswegen attraktiver gegenüber 21:9-Monitoren macht.

Der AOC U2879VF ist dabei einer der günstigsten 28 Zoll großen 4K-Monitore in Deutschland – zu haben ab rund 270 Euro.

Ausgehend vom geringen Preis und unseren Erfahrungen mit älteren 4K-Monitoren dieser Größe können wir uns schon denken, an welchen Stellen gespart wurde.

Unser einziger echter Kritikpunkt ist, dass sich AOC statt eines IPS-Panels für ein TN-Panel entschieden hat, was bei dem Preis aber wenig verwunderlich ist.

AOC U2879VF von vorne

Dafür stimmt aber die Performance insgesamt – mehr als das, genau genommen. AOC ist bisher der einzige Hersteller, bei dem wir beobachtet haben, dass er einen Farbkalibrierschein bei Monitoren im Einstiegssegment von unter 300 Euro mitliefert.

Das A4-Blatt bietet Informationen zur Leuchtdichtegleichmäßigkeit des Bildschirms und das Delta E – den Farbabstand – zum sRGB-Farbraum. Beide Werte fallen solide in den Toleranzbereich von AOC. Die Leuchtdichte liegt bei unserem Modell dabei zwischen 99 und 101 Prozent, die durchschnittliche Abweichung von sRGB bei 1,01. 

AOC U2879VF OSD

Doch das ist nicht der einzige Vorteil dieses Monitors. Er gehört auch zu einem der günstigsten mit FreeSync, AMDs Technologie für adaptive Bildwiederholraten, die Tearing, Ghosting und Tearing reduziert und den AOC ideal für Gaming-PCs mit AMD-Grafikkarten macht.

Das Design ist einer der Punkte, an dem offensichtlich gespart wurde. Der Monitor ist komplett mit schwarzem Kunststoff in Klavierlackoptik verkleidet und hat ums Display herum deutliche Ränder, die wenige Millimeter hervorstehen. Dadurch wirkt der Monitor ziemlich altbacken, zumindest für Elektronikverhältnisse, und auch etwas billig.

AOC U2879VF Fuß

Auch beim Fuß trügt der Schein: Was aussieht wie gebürstetes Aluminium, ist ebenfalls nur Plastik, das eine schwere Stahlplatte kaschiert. Der Arm, der den Fuß mit dem Monitor verbindet, ist fest mit dem Monitor verschraubt, was wir in dieser Form auch schon länger nicht mehr gesehen haben, und erklärt, warum der AOC U2879VF keine Löcher für eine VESA-Halterung hat – was schade ist, denn der 4K-Monitor lässt sich darüber hinaus auch nicht in der Höhe verstellen. Allein drehen kann man ihn um 5 Grad, neigen um 24.

Das Netzteil ist extern, was für uns nicht sehr problematisch ist, aber definitiv Geschmackssache sein kann – so ein Klotz muss ja auch irgendwo verstaut werden, wenn man Wert auf ordentliches Kabelmanagement legt, auch wenn er hier nicht allzu groß ist.

Insgesamt wiegt der 4K-Monitor mit Standfuß rund 8 kg, was nicht gerade wenig ist, aber auch nicht zu viel, um ihn bei Bedarf irgendwohin tragen zu können.

AOC U2879VF Anschlüsse

Der AOC besitzt vier Anschlüsse – HDMI 2.0, DisplayPort 1.2, DVI und VGA – und zu unserer Überraschung werden auch drei von vier Kabeln mitgeliefert, denn viele Hersteller legen in der Regel nur eins bei. Einzig das DVI-Kabel fehlt. Warum ein 4K-Monitor jedoch einen DVI- und VGA-Anschluss besitzt, ist uns aber sowieso völlig rätselhaft, da beide Standards jenseits von Full HD problematisch werden. Vielleicht für den Bild-im-Bild-Modus? Zwei der Anschlüsse können nämlich für die Funktion kombiniert werden – theoretisch also auch ein geringer aufgelöstes Bild per VGA.

Dass der AOC U2879VF überholt aussieht und beinahe antike Anschlüsse besitzt, kommt nicht von ungefähr: Das Modell kam bereits 2015 auf den Markt und wird, für die Branche fast völlig untypisch, seither produziert. Ist zwar nicht hübsch, aber wenn die Technik auch heute noch mit aktuellen Modellen mithalten kann, warum nicht? Wenigstens DVI und VGA hätte man mittlerweile aus der Produktionskette schmeißen können.

Neben den Video-Anschlüssen gibt es auch einen 3,5-mm-Audio-Anschluss, um den Ton von HDMI/DP/DVI abzugreifen, dafür hat der U2879VF jedoch keine integrierten Lautsprecher.

AOC U2879VF Rückansicht

Wir hatten eingangs erwähnt, dass wir gerne ein IPS-Panel gehabt hätten, doch auch TN-Panels haben ihre Vorteile, allen voran eine schnellere Reaktionszeit. Dank proprietärer Technologie von AOC liegt diese beim AOC U2879VF lediglich bei 1 ms und hat eine Bildwiederholrate von 60 Hz. Besonders in Kombination mit AMD FreeSync eignet sich der Monitor also hervorragend zum Spielen. Beim Panel selbst handelt es sich (unseren Recherchen nach) seit jeher um ein 10-Bit-„Deep Color“-RGB-Panel von Innolux, das im sRGB-Bereich Farben sehr genau wiedergibt.

Die Spitzenhelligkeit des Panels liegt bei 300 cd/m2, was völlig in Ordnung ist. Das Kontrastverhältnis von 1000:1 hingegen ist zwar nicht unbedingt schlecht, lässt aber definitiv zu wünschen übrig. Die Farben beim AOC U2879VF sind lebhaft, ohne jedoch übersättigt und unrealistisch zu wirken. Die Betrachtungswinkel sind für ein TN-Panel angemessen, aber technologiebedingt eben nicht die besten.

AOC U2879VF von der Seite

Wenn dir das Bild nicht gefällt, kannst du Farbe, Kontrast, usw. in den sehr umfangreichen OSD-Einstellungen anpassen.

Wenn dir die Bedienung mit den Tasten am Monitor zu umständlich ist und du die Wege deiner Ahnen mit Füßen treten willst, kannst du alles dank AOCs I-Menu- oder G-Menu-Software auch bequem direkt aus Windows heraus steuern. Ein weiteres nützliches Tool ist Screen+, mit der sich der Bildschirm in mehrere Bereiche aufteilen lässt und im Prinzip eine solidere Version von Windows Snap ist.

Fazit

Der AOC U2879VF ist eins dieser Geräte, bei denen du wissen musst, ob dir Design und Verarbeitung wichtiger sind als die technischen Eigenschaften. Betrachten wir allein den zweiten Aspekt, ist dieser Monitor in diesem Preissegment kaum zu schlagen: Das reaktionsschnelle Display und AMD FreeSync machen ihn zu einem guten Einstiegsmonitor für 4K-Gaming und auch für Bildverarbeitung eignet er sich dank der hohen Farbgenauigkeit sehr gut.

Was du hier nicht bekommst, sind „typische Gaming-Features“ wie RGB-Beleuchtung und auch kein auffälliges Design – weder für dein Gaming-Setup, noch für dein Design-Atelier in einem Loft. Wenn eher auf die inneren Werte achtest als auf die äußeren, dann kannst du mit dem AOC U2879VF eigentlich nichts falsch machen. Alles darüber hinaus sieht vielleicht hübscher aus oder blinkt, kostet dafür aber auch mehr.

Auch für gewöhnliche Büroarbeit ist der Monitor dank Bild-im-Bild-Funktion und dem flimmerfreien Panel ideal.

Insgesamt gefällt uns der AOC U2879VF so gut, dass er auch nach 6 Jahren auf dem Markt noch einen Platz auf unserer Liste der besten 4K-Monitore verdient hat. Mal sehen, wann wir unsere Meinung ändern.

Kauf’ ihn, wenn...

... du einen guten und günstigen 4K-Monitor suchst.
Freilich gibt es hier und da 4K-Monitore ab 230 Euro, aber keiner davon kommt an die Bildqualität des AOC heran – der nur knapp 50 Euro teurer ist.

... du einen unscheinbaren Gaming-Monitor suchst.
Der AOC sieht von außen aus wie gefühlt jeder andere Monitor vor fünf Jahren, aber drin steckt ein 60-Hz-Display mit 1 ms Reaktionszeit und AMD FreeSync. Perfekt als Einstiegsmonitor für 4K-Gaming mit einer AMD-Grafikkarte.

... du 2021 einen 4K-Monitor mit VGA-Anschluss brauchst.
Zugegebenermaßen ist das wahrscheinlich ein sehr spezifischer Grund, sich einen Monitor zu kaufen, aber wenn du eine von fünf Personen auf der Welt bist, die das braucht, dann bitte sehr.

Kauf’ ihn nicht, wenn...

... du ein IPS-Display willst.
Das TN-Panel des AOC ist wirklich nicht von schlechten Eltern und auch sehr flink, aber IPS-Panels haben ein schöneres Bild und größere Betrachtungswinkel. Wenn dir das wichtig ist, ist dieser Monitor nichts für dich.

... du die Position deines Monitors einstellen willst.
Die Höhe des AOC U2879VF lässt sich nicht anpassen und der Fuß fest montiert ist und keine VESA-Bohrungen vorhanden sind, kannst du den Monitor auch nicht an einer Halterung anbringen.

... dir Design wichtig ist.
Die Technik des AOC U2879VF ist zwar immer noch sehr gut, da er sich optisch seit seiner Markteinführung vor 6 Jahren aber nicht verändert hat, wirkt das Design überholt – besonders, wenn du Wert auf Gaming-Ästhetik legst oder einen passenden Monitor für dein MacBook suchst.

Desire Athow

Managing Editor, TechRadar Pro

Désiré has been musing and writing about technology during a career spanning four decades. He dabbled in website building and web hosting when DHTML and frames were en vogue and started writing about the impact of technology on society just before the start of the Y2K hysteria at the turn of the last millennium. Then followed a weekly tech column in a local business magazine in Mauritius, a late night tech radio programme called Clicplus and a freelancing gig at the now-defunct, Theinquirer, with the legendary Mike Magee as mentor. Following an eight-year stint at ITProPortal.com where he discovered the joys of global techfests, Désiré now heads up TechRadar Pro. He has an affinity for anything hardware and staunchly refuses to stop writing reviews of obscure products or cover niche B2B software-as-a-service providers.