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Im Test: AirPods Pro 2

Ein Upgrade in jeglicher Hinsicht

Was ist eine Hands on-Review?
Die AirPods Pro 2 in Aktion während ihres Launch-Tages
(Image: © TechRadar)

Erstes Fazit

Die neuen AirPods Pro der 2. Generation gehören zweifelsfrei zum Besten, was das kabellose In-Ear-Segment derzeit bietet. Sowohl im Bezug auf Funktionalität, aber auch auf die Audioleistung wurden große Verbesserungen umgesetzt, die künftig ein noch besseres Hörvergnügen versprechen.

Pros

  • +

    Große Verbesserungen der Audioqualität

  • +

    Enormes Upgrade bei der Geräuschunterdrückung

  • +

    handlicher Lautstärkeregler

Cons

  • -

    Designtechnisches Update bleibt aus

  • -

    Lautstärkeanpassung zuweilen fummelig

Auf dem ersten Blick wirkt die zweite Generation der AirPods Pro eher ernüchternd – allerdings verbirgt sich hinter dem ähnlichen Äußeren eine Menge an Neuerungen, die dafür sorgen, dass die kabellosen In-Ear (Öffnet sich in einem neuen Tab) viele Nutzer hellhörig werden lassen. 

Eine davon könnte die neue, stark verbesserte Geräuschunterdrückung sein. Daneben punkten aber auch die zusätzlichen Lautsprecher im Gehäuse, ein verbesserter Transparenzmodus und einige weitere Upgrades bei uns, welche die bisherige AirPods Pro-Variante (2019) (Öffnet sich in einem neuen Tab) in den Schatten stellen. 

Kosten lässt sich Apple die AirPods Pro aber nach wie vor einiges. Ob du also wirklich  direkt zur zweiten Generation greifst, erst einmal abwartest oder lieber mit dem Vorgänger liebäugelst – der inzwischen stark im Preis fällt – musst du selbst abwägen. 

Du willst ganz konkret wissen, was dich mit Gen 2 erwartet? Dann solltest du unbedingt weiterlesen. 

AirPods Pro 2: Preis und Veröffentlichungstermin

Die AirPods 2 im Case fotografiert – offensichtliche Ähnlichkeiten zum Vorgänger sind unvermeidbar zu erkennen

(Image credit: TechRadar)

Wenn du dir die neuen AirPods Pro direkt zulegen willst, musst du 249 Euro in die Hand nehmen. Vorbestellbar sind die neuen Apple In-Ear dabei ab dem 9. September, während sie 2 Wochen darauf, am 23.09., veröffentlicht werden. 

Preislich spielen die Nachfolger dabei in der exakt gleichen Preiskategorie wie ihre Vorgänger. Allerdings ist die erste Generation inzwischen schon deutlich günstiger zu bekommen und häufiger rabattiert. Effektiv bezahlst du im direkten Vergleich für den aktuelleren Ableger also zumeist mehr. 

Trotzdem ist die Wahl des Preispunktes ein interessanter und entgegenkommender Schritt von Apple. Denn während andere Unternehmen nur so mit Preisanstiegen um sich werfen, behält Apple den Kostenpunkt trotz angespannter wirtschaftlicher Lage bei. Ein Geschenk, was erst auf dem zweiten Blick ersichtlich wird... 

Natürlich soll das nicht heißen, dass die AirPods Pro dadurch auf einmal zum Schnäppchen werden. Als überteuert kann man das Ganze allerdings auch nicht wirklich betiteln.

AirPods Pro 2: Design

Die zweite Generation der AirPods Pro getragen und in der Seitenansicht abgelichtet

(Image credit: TechRadar)

Die Designänderungen sind bei der Folgegeneration überraschend subtil gehalten. Im Vorfeld gab es zwar Gerüchte, dass der Bügel entfernt werden soll und uns stattdessen ein neuer Stil im Ohr erwartet, bewahrheitet hat sich diese spekulierte Änderung allerdings nicht. 

AirPods Pro 2. Generation – optisch bleibt die große Überraschung aus

(Image credit: TechRadar)

Die Designänderungen gilt es allgemeinhin mit der Lupe zu suchen. Hier eine leichte Mikrofonanpassung, da eine kleine schwarze Abdeckung – das wars so ziemlich. Ansonsten bleibt man dem Design des Vorgängers treu und auch von außen wird wohl kaum einer den Unterschied zwischen den AirPods Pro-Varianten erkennen. 

Ebenso bleibt die Grundfläche des zugehörigen Gehäuses ähnlich. Im Detail verstecken sich dann aber doch so einige gewitzte Änderungen.

Das AirPods Pro-Gehäuse bleibt auch in der Folgegeneration recht ähnlich zum Original

(Image credit: TechRadar)

Eine Änderung sind die Punkte auf der Gehäuse-Unterseite. Einer davon befindet sich rechts und drei links vom Lightning-Ladeanschluss. 

Dabei handelt es sich einerseits um akustische Entlüftung, andererseits um Lautsprecher. Wenn du also fortan deine AirPods Pro einmal verlieren solltest, kannst du die "Wo ist?"-Funktion noch besser ausnutzen, um schnell an deine Kopfhörer zu gelangen. Das Signal ist durch die Verbesserung nämlich inzwischen ordentlich laut und dürfte den Verlust in den eigenen vier Wänden beinahe unmöglich machen – von mir ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle. 

Das Gehäuse ist inzwischen außerdem wasserdicht nach IPX4-Standard und kann somit auch leichte Regenschauer problemfrei ab. Außerdem ist ein nettes Extra in Form eines Lanyard-Clip an Bord, welches die Befestigung an Taschen oder Gurten möglich macht.

Im Bild sind noch einmal der Lautsprecher sowie die Clip-Möglichkeit der neuen AirPods Pro ersichtlich

(Image credit: TechRadar)

Wieder einmal deuten diese kleinen Neuerungen und Optimierungen auf die Genialität von Apple-Produkten im Hinblick auf die Benutzerfreundlichkeit. Und der Clip ist eine unerwartete, aber durchaus sinnige Neuerung, die nicht wenige Nutzer begeistern dürfte. 

AirPods Pro 2: Tonqualität

Die wichtigste Frage jenseits von Komfort und Design: Können die AirPods Pro Gen 2 auch akustisch etwas?

(Image credit: TechRadar)

Apple hat mit den neuen AirPods Pro 2 einen enormen Fortschritt bei der Klangqualität generiert und hierbei durch neue Treiber, Verstärker und optimiertes Noise Canceling einiges aus den kleinen In-Ear-Kopfhörern herausgekitzelt. 

Die Audioqualität ist satter, der Bass ist lebendiger. Ja, in dieser Hinsicht offenbart sich auch den Nutzern der ersten Generation noch einmal ein hörbarer Fortschritt.

Der einzige Wermutstropfen ist das Ausbleiben von verlustfreier Audioübertragung. Das ist womöglich aber auch eher den Gerüchten, als den neuen AirPods selbst geschuldet. Denn jenseits hiervon bietet die zweite Generation der Pro-Reihe wundervolles auditives Vergnügen und kann selbst die großartigen Vorgänger hinter sich lassen. 

Die AirPods Pro der zweiten Generation warten mit genialem Klang auf, der dich kaum mehr nach Alternativen suchen lassen dürfte

(Image credit: TechRadar)

Mindestens ebenso beeindruckend ist die Geräuschunterdrückung. Bei der ersten Generation war diese bereits sehr gut, innerhalb der letzten drei Jahre wurde man zwischenzeitlich jedoch von der Marktkonkurrenz überholt. Mit Gen 2 ist man jetzt aber wieder mit Volldampf Richtung Podium unterwegs, denn dank H2-Chip kann sich das ANC inzwischen mehr als sehen lassen. 

Im Test waren die Ergebnisse wahrlich beeindruckend. Im Gesprächstest haben wir keinen Ton vernommen, nicht einmal einen kleinen Teil der gesprochenen Worte. Und selbst beim simulierten Flugzeugtest war die Geräuschkulisse praktische non-existent. 

Das sorgt für deutlich intensivere Musiksessions und höhere Immersion beim Schauen von Serien und Filmen. Die hauseigene Behauptung, dass die neue Geräuschunterdrückung doppelt so gut sei, können wir also zweifellos so unterschreiben.

AirPods Pro 2: Adaptive Transparenz

Pfiffige Verbesserungen bekommt auch der adaptive Transparenzmodus der neuen AirPods Pro spendiert

(Image credit: TechRadar)

Auch der Transparenzmodus, welcher konträr zum ANC funktioniert und dich bewusst die Außenwelt wahrnehmen lässt, erhält ein paar pfiffige Updates.

Die Sprachverarbeitung läuft demnach viel natürlicher ab und lässt dich reale Töne so beinahe ungedämpft vernehmen. Außerdem behauptet Apple, dass du dank H2-Chip automatische "adaptive Transparenz" verwenden kannst. Dabei stellen sich die AirPods Pro automatisch leiser oder stumm, wenn dir beispielsweise Fahrzeuge mit Sirenen entgegenkommen. 

Testen konnten wir ein solch geniales Feature bisher allerdings nicht, da die passenden Testsituationen ausblieben. Vielversprechen hört sich die Funktion aber natürlich trotzdem an...

Ein einzelner AirPod Pro der zweiten Generation in einer detaillierten Ansicht

(Image credit: TechRadar)

Und auch die einzelnen In-Ear-Stäbe haben eine neue Funktion: So kannst du somit endlich und ganz unkompliziert die Lautstärke adjustieren. Hältst du die Stiele fest und bewegst deinen Finger vorsichtig nach oben oder unten, wird die Berührung registriert und die Lautstärke tonaler Inhalte angepasst. 

Auf dem Papier genial, in der Praxis allerdings die größte Enttäuschung... Die Lautstärkeanpassung ist nämlich zuweilen eine echte Fummelei, macht mehrmaliges streicheln erforderlich und kann durch höhere bzw. geringe Geschwindigkeit nicht schneller oder langsamer abgeändert werden.

Zum personalisierten räumlichen Audio wollen wir uns hingegen noch nicht äußern, einfach weil dieser Prozess das Scannen von Kopf und Ohr voraussetzt und bei der Testgelegenheit noch nicht möglich war. In der Theorie erwartet dich allerdings ein deutlich verbessertes und auf dich zugeschnittenes Hörvergnügen, dem wir gespannt entgegenfiebern. 

Komplett neu ist die Funktion allerdings nicht, war sie doch schon in den aktuellsten Standard-AirPods mit von der Partie. Abzuwarten bleibt jedoch, ob sie entlang des neuen Pro-Modells besser funktioniert – wünschenswert wäre es.

AirPods Pro 2: Akkulaufzeit

Auch wenn das Case ansprechend ist, sonderlich lang wollen wir die AirPods Pro darin nicht verweilen lassen, wenn uns der Sinn nach etwas Musik steht

(Image credit: TechRadar)

Eine letzte Optimierung betrifft – wie sollte es anders sein – die Akkulaufzeit. Gesteigert hat man sich hierbei entlang des effizienteren H2-Chips auf eine sechsstündige Laufzeit der In-Ear pro Ladung und mit aktivem ANC. Ohne kommt man sogar auf satte sieben Stunden. 

Mit aufgeladenem Case kannst du die AirPods Pro der zweiten Generation zudem bis zu fünfmal aufladen und kommst summa summarum auf 30 Stunden im Noise Canceling-Modus und 35 ohne aktive Geräuschunterdrückung. Ein deutlicher Unterschied, wenn man die 24 Stunden des Vorgängers im Hinterkopf behält.

Das Beste: Das Verwahrungsgehäuse kannst du jetzt auch mit dem Apple Watch-Ladegerät laden. Eine neue unkomplizierte Lademethode für all Diejenigen, die ohnehin beide Geräte im Alltag verwenden.

AirPods Pro 2: Erstes Fazit

Die AirPods Pro 2 überzeugen in so ziemlich jeden Belangen und sind für neue Interessenten, aber auch Besitzer der Vorgänger allemal einen Blick wert

(Image credit: TechRadar)

Ja, die AirPods Pro 2 sind nicht billig und genau wie ihr Vorgänger eine Investition, die sich individuell rentieren muss. Allerdings sind sie auch ein echter Fortschritt in so ziemlich allen Belangen. Sie sind gewohnt benutzerintuitiv, bieten besseren Klang, bessere Geräuschunterdrückung, eine neue Option zur Lautstärkeregulierung und vieles mehr. Wenn du sie dir leisten kannst, erwartet dich also umfangreiche In-Ear-Funktionsvielfalt. 

Ob man sich die 2. Generation der Pro-Ohrhörer von Apple gleich zu Release holt, direkt upgradet oder diese gar verschenkt, kann man sich bei dem Preispunkt von 249 Euro nur selbst beantworten.  Wenig Geld ist das aber in keinem Fall...

Und auch wenn wir schwärmen, bedarf es noch eines intensiveren Tests, um einige Funktionen zu prüfen und ein Langzeiturteil zu den neuesten Apple-Kopfhörern zu geben. Der erste Eindruck stimmt uns aber schon einmal positiv und sollte sich dieser verdichten, dürfte Apple auch künftig ganz oben in der Liste der besten Noise-Canceling-Optionen (Öffnet sich in einem neuen Tab) mitspielen.

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

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Was ist eine Hands on-Review?

Um dir bereits vor unserem ausführlichen Testbericht einen ersten Eindruck eines Produkts bieten zu können, haben wir die Kategorie "Hands-on" eingeführt. Dort prüfen wir alle Produkte in kurzer Zeit auf Herz und Nieren: Wir verbringen etwas Zeit damit - dies kann von wenigen Augenblicken bis hin zu mehreren Tagen reichen. Das Wichtige daran ist: Wir können uns so selbst von dem Produkt überzeugen und erlangen eine Vorstellung davon, wie sich das Produkt im Alltag schlägt. Du kannst unserem Urteil trauen! Für mehr Informationen, lies auch TechRadar's Bewertungsgarantie.