Twitter wurde gehackt: So schützt du dein Konto

Twitter-Logo auf dem Display eines Smartphones
(Bildnachweis: Shutterstock / XanderSt)

Zwischen schockierenden internen Enthüllungen über die Praktiken der Inhaltsmoderation und massiven Datenschutzverletzungen fällt es Twitter schwer, sich aus der Öffentlichkeit herauszuhalten.

Diesmal ist der Schuldige die Cyberattacke von letzter Woche, bei der die Logins von über 200 Millionen Twitter-Nutzern (Öffnet sich in einem neuen Tab) abgegriffen wurden. Konkret wurden E-Mail-Adressen gestohlen, die zur Einrichtung von Konten verwendet wurden, und in einem Hackerforum kostenlos weitergegeben. 

Das ist besonders besorgniserregend für sensible Nutzer, die regelmäßig Sicherheitstools wie die besten VPN-Dienste (Öffnet sich in einem neuen Tab) nutzen und denken, dass sie ihre Online-Anonymität wirksam geschützt haben. 

Die jüngsten Ereignisse sind sicherlich nicht der erste - und auch nicht der schlimmste - Fall, in dem das Vogel-Symbol in eine solch beunruhigende Datenpanne verwickelt wurde. Twitters Sicherheitslücken gab es schon lange vor der Übernahme durch Elon Musk. 

Angesichts der dramatischen Entlassungswelle, die auf das neue Management folgte, könnten sich ähnliche Vorfälle in naher Zukunft jedoch häufen. 

Deshalb haben einige Datenschutzexperten mit TechRadar einige nützliche Tipps geteilt, die dir helfen, dein Twitter-Profil besser zu schützen. Hier sind ihre Empfehlungen.

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Twitter Leaks - was steht für die Nutzer auf dem Spiel?

"Das Bekanntwerden der E-Mail-Adressen von mehr als 200 Millionen Twitter-Nutzern ist ein schwerwiegender und gefährlicher Verstoß gegen die Cybersicherheit, der dazu führen könnte, dass die Täter Zugang zu weiteren sensiblen Informationen erhalten", sagte Ceri Shaw, Chief Delivery Officer bei der schottischen Akademie für digitale Kompetenzen CodeClan (Öffnet sich in einem neuen Tab)

Die gestohlenen E-Mail-Adressen könnten zum Beispiel für größere Phishing-Kampagnen verwendet werden. Phishing-Angriffe haben in den letzten Jahren in der Tat zugenommen.   

Doxxing, also die Veröffentlichung von privaten und identifizierenden Informationen über eine bestimmte Person im Internet, ist laut dem Informationsunternehmen für Cyberkriminalität Hudson Rock (Öffnet sich in einem neuen Tab) ein weiteres großes Risiko für ein solches Leak. 

Der juristische Direktor der britischen Anwaltskanzlei Hayes Connor (Öffnet sich in einem neuen Tab) ist außerdem der Meinung, dass die gehackten Konten eher Opfer von Identitätsdiebstahl, Kreditbetrug sowie Bank- und Finanzbetrug werden könnten.   

Geld, Privatsphäre und Ruf sind jedoch nicht die einzigen Dinge, die für die Nutzer auf dem Spiel stehen. 

Wenn solche persönlichen Daten öffentlich gemacht werden, kann das auch zu größerer emotionaler Belastung und Angst führen. All dies könnte sich dann längerfristig auf die psychische Gesundheit der Opfer auswirken. 

"Die Nachricht über eines der größten Datenleaks aller Zeiten ist äußerst alarmierend, vor allem in diesem Ausmaß", erklärt Forrest. 

"Die Öffentlichkeit setzt großes Vertrauen in Social-Media-Plattformen wie Twitter und geht davon aus, dass ihre Daten sicher behandelt werden. Es ist besorgniserregend, dass Twitter sich noch nicht geäußert hat, wenn man bedenkt, wie viele Menschen davon betroffen sein könnten. 

So schützt du dein Twitter-Konto

Egal, ob du dir Sorgen machst, dass deine persönlichen Daten geleakt wurden, oder ob es dir darum geht, dein Twitter-Profil vor zukünftigen Datenschutzverletzungen zu schützen, es gibt einige Maßnahmen, die du jetzt ergreifen solltest, um deine sensiblen Daten zu schützen

Erstens solltest du auf Seiten wie haveibeenpwned.com (Öffnet sich in einem neuen Tab) herausfinden, ob deine Daten gefährdet sind.

Die Anwälte von Hayes Connor raten den Opfern, sich vor betrügerischen E-Mails, SMS und Anrufen in Acht zu nehmen, da es sich dabei wahrscheinlich um Phishing-Betrug handelt. Sie empfehlen außerdem, keine persönlichen Daten preiszugeben oder auf Links zu klicken.

Du solltest auch in Erwägung ziehen, deine Bank zu kontaktieren, um verdächtige Aktivitäten zu überprüfen. Außerdem empfehlen Experten, eine Betrugsmeldung bei deinem Kreditinstitut einzurichten.

Gehackte Daten auf einem Bildschirm

(Image credit: Image Library)

Shaw von CodeClan sagte außerdem, dass du auf verdächtige Aktivitäten wie E-Mails zum Zurücksetzen von Passwörtern, ungewöhnliche Pop-ups auf deinem Gerät und gezielte Phishing-E-Mails achten solltest. Wenn das der Fall ist, solltest du unbedingt deine Sicherheitseinstellungen überprüfen und deine Passwörter so schnell wie möglich mit schwer zu erratenden Kombinationen aktualisieren. 

"Passwörter sollten eine Kombination aus Sonderzeichen, Buchstaben und Zahlen enthalten und keinen Bezug zu deinen persönlichen Daten haben", erklärt Shaw und rät dir, dir einen Passwortmanager zuzulegen, mit dem du im Laufe der Zeit sicherere Anmeldedaten erstellen und verwalten kannst.  

"Twitter muss gründlich untersuchen, wie es zu diesem Vorfall kommen konnte, und Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass die Auswirkungen möglicher zukünftiger Sicherheitsverletzungen minimiert werden."

Ein Schritt zum sicheren Surfen ist die Nutzung eines VPN. Hier haben wir die besten VPN-Dienste für dich verglichen und aufgelistet. Also, worauf wartest du? Schütze dich jetzt!

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(Image credit: Future)
Franziska Schaub
Chefredakteurin

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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