Halo Infinite bringt nach Aufschrei der Fans einige Skill Jumps zurück

Ein Spartan aus dem Shooter-Kracher Halo Infinite. Mit Skill Jumps lässt sich auch bei Capture the Flag teilweise schneller Distanz überwinden.
(Bildnachweis: 343 Industries)

Das Entwicklerstudio von Halo Infinite, 343 Studios, wird mit dem kommenden Update einige Änderungen rückgängig machen oder korrigieren, welche entlang der Veröffentlichung von Season 2 erfolgten. Dies betrifft die Skill Jumps und deren Exklusion aus dem Spiel, welche bei Fans für einen Aufschrei sorgte und wenig Zuspruch erhielt. 

Bei den skillbasierten Sprüngen handelt es sich im Prinzip um Bewegungsexploits, welche Spielern ermöglichen sich auf den Multiplayer-Karten schneller zu bewegen und sonst unzugängliche Bereiche zu betreten. Obwohl dieses "Feature" vorerst unabsichtlich in das Spiel integriert wurde, ist es in den vergangenen Wochen und Monaten zu einem festen Bestandteil der kompetitiven Community von Halo Infinite geworden. Folglich ist der Ärger der Fans mehr als nachvollziehbar, nachdem einige ihre liebsten Sprünge mit Season 2 aus dem Videospiel flogen. 

Im Blog-Beitrag auf Halo Waypoint (Öffnet sich in einem neuen Tab) erklärt Community Manager John Junyszek hierzu, dass das Team "überwältigend starkes Feedback von Spielern" zur Entfernung der Sprünge erhalten habe und folglich der Meinung ist, dass es "ein Fehler" war diese zu entfernen. Als Reaktion auf die Rückmeldungen werden vier Sprünge wieder eingeführt: 

  • Sprung über die Schlüsseltür und die Hauswand auf der Map Live Fire 
  • Sprung über die Doppeltür in Bazaar
  • Pizzasprung auf der Map Streets 
  • P-Seitenkanten in Aquarius (wird zudem angepasst um ihn vorhersehbarer zu machen)

Junyszek spricht bei den ersten drei Fällen von einem "1:1-Rollback", währen der Sprung auf Aquarius nicht nur wiederkehrt, sondern auch angepasst wird, indem seine Kollisionspfade deutlicher angezeigt werden. Das ist ein bedeutsamer Schritt seitens des Entwicklerstudios welcher zeigt, dass man nicht nur bereit ist auf Feedback einzugehen, sondern auch mit den spaßigen und zufälligen "Makeln" des Spiels in Form von Glitches umgehen kann und diese als Spielfeature einbindet.

"Wir tun unser Bestes, um die Vor- und Nachteile verschiedener Strategien, Bewegungsmöglichkeiten der Spieler durch die Level sowie die deren Kosten oder Ungereimtheiten zu analysieren", so Junyszek. "In Verbindung damit bemühen wir uns, Umgebungen zu schaffen, die ein fein abgestimmtes Risiko- und Belohnungserlebnis bieten und die Bewegungsmöglichkeiten im Kampfraum klar darlegen."

"Die Spieler haben deutlich gemacht, dass unsere Analyse dieser Sprünge nicht präzise war, und wir schätzen das Feedback."

Junyszek äußert zudem, dass das Entwicklerteam sich fortlaufend um die Optimierung der Skill Jumps kümmern möchte. Die Exploits sollen einbezogen statt entfernt werden insofern die Community weiterhin Spaß mit ihnen hat und sie nicht der Game-Balance schaden. 

Die Kontrolle eines Spartans kann in Halo Infinite sowohl auf der Xbox Series oder dem PC erfolgen.

(Image credit: 343 Industries)

Mehr Änderungen, mehr Neuerungen

Im Blogbeitrag heißt es zudem, dass das Entwicklerteam die Ursache für den Glitch bezüglich der Waffenblockade gefunden hat. Der Fehler, welcher die Option zum Feuern für SpielerInnen blockierte, soll mit dem nächsten Update behoben werden.

Ebenso wird die Panzerkanone ihr Comeback innerhalb der Spiele-Kampagne feiern. Nachdem Fans sich beschwerten, erhält die mächtige Waffe einen Wiedereinzug ins Spiel und dieser dürfte insbesondere Speedrunner freuen. Bei Letzteren ist die Waffe aufgrund ihre unbegrenzten Munition sowie ihres Schadensoutputs sehr beliebt um sich zügig durch die Gegnerhorden zu bewegen. 

Neben diesen Rückkehrern beinhaltet das Update eine Reihe an kleineren Fehlerbehebung und Performance-Verbesserungen für den PC. Außerdem wird der neue Spielmodus "Last Spartan Standing" - eine Art Mini-Battle Royale - überarbeitet. So erhalten Ausrüstungspods jetzt alles mögliche an Ausrüstungsgegenständen anstelle des bisherigen Power Gear. 

Laut Junyszek können wir bereits in den kommenden Tagen mit weiteren Details bezüglich der Veröffentlichung des Updates rechnen.

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

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