Der Umfang des Intel Arc Alchemist - Lineups könnte PC-Gamer enttäuschen

Die Intel Arc Alchemist GPU-Einheiten sahen nach vielversprechenden Grafikkarten für diverse Zielgruppen aus.
(Bildnachweis: Intel)

Intel sorgt für ein weitgehendes Ende der Spekulation rund um seine Desktop-Grafikkarten. Entlang des Betatests eines Grafiktreibers wurde beinahe die gesamte Palette der Arc-GPU-Reihe enthüllt.

Wie WCCFTech (Öffnet sich in einem neuen Tab) berichtet, wurden die Infos durch den Nutzer @momomo_us (Öffnet sich in einem neuen Tab) eingesehen und auf Twitter veröffentlicht. Einige bekannte Varianten wie das Modell Arc A350 werden zwar noch vermisst, dies könnte aber auch dem abweichenden Veröffentlichungszeitraum der GPU geschuldet sein. 

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Im Folgenden findest du nähere Details zu den einzelnen Varianten sowie den geschätzten Preisen, welche durch Tom's Hardware's (Öffnet sich in einem neuen Tab) zusammengefasst wurden. Diese Inhalte sind zwar angesichts der erwarteten Leistung plausibel, aufgrund der Tatsache, dass hierzu noch keine genaueren Quellen vorliegen, jedoch mit Vorsicht zu genießen. 

  • Arc A770: Bis zu 16 GB Speicher, Preis beginnt bei $350, schneller als eine RTX 3060 Ti
  • Arc A750: Bis zu 12 GB Speicher, Preis beginnt bei $350, schneller als eine RTX 3060
  • Arc A580: Bis zu 8 GB Speicher, Preis beginnt bei $280, auf einer Stufe m. der RTX 3060
  • Arc A380: Bis zu 6 GB Speicher, Preis beginnt bei $150, schneller als eine RTX 3050
  • Arc A350: Bis zu 4 GB Speicher, Preis beginnt bei $150, auf einer Stufe m. der RTX 3050
  • Arc A310: Bis zu 4 GB Speicher, Preis beginnt bei $150, schneller als eine RX 6400

Zudem ist nicht unwahrscheinlich, dass wir uns für einen Release noch bis zum Ende des Sommers gedulden müssen. Sollten die Arc Alchemist-Grafikkarten erst im August erscheinen, ist das eine ernüchternde Botschaft, da Intel erst kürzlich versprach, dass die Markteinführung noch im 2. Quartal erfolgen solle. 

Intel hat den ursprünglich geplanten Termin für das Arc-Treiber-Update verpasst und verzögert somit die Markteinführung seines GPU-Ensembles. Für uns ist es nachvollziehbar, dass Intel möglichst zeitnah mit seinen ersten Desktop-Karten in den Markt einsteigen möchte, insbesondere, weil die Konkurrenz sich fortlaufend im Markt etabliert. Jedoch sorgen fortlaufende Verzögerungen für einen inzwischen stark verspäteten Einstieg und könnten dem Marktpotenzial von Arc irreparable Schäden zugefügt haben.

Ein Release für den westlichen Markt ist zudem erst nach der Veröffentlichung in China geplant. Dort soll das Erscheinen noch im 2. Quartal des Jahres geschehen, was allerdings auch darauf deutet, dass der weltweite Marktzugang sich noch herauszieht und damit der Schaden nur umso immenser wird.


Analyse: "Ruhe und Gemütlichkeit" ist nicht immer die optimale Strategie

Ein Bild was die gegenwärtige Situation beschreibt - das warten auf die Arc GPUs fühlt sich inzwischen zäh und mühsam an.

(Image credit: Shutterstock / Ponomarenko Anastasia)

Nach der erstmaligen Ankündigung des Eintritts von Intel in das Marktfeld der Desktop-GPUs gab es einen kurzen Hoffnungsschimmer, dass der derzeitige Duopol auf dem westlichen Markt womöglich aufgebrochen werden könnte...

Diese Hoffnung wird jedoch durch fortwährende Vertröstungen und -zögerungen zunehmend blasser. Mit seinem Lineup spricht Arc zudem zwar Budget-Gamer an, jedoch nicht zwangsläufig High-End-Kunden. Das Problem wird zunehmend deutlicher, wenn doch mit den neuen GPUs der Teams Grün und Rot bereits in Bälde eine noch potentere Generation vor der Tür steht. Obwohl Intels Angebot immer noch potent genug für anspruchsarme Titel sein mag, werden VerbraucherInnen einen Kauf in Anbetracht der potenziell leistungsstärkeren Konkurrenz mehrmalig überdenken.

Weiterhin sinken gegenwärtig die GPU-Preise und unterbieten vereinzelt schon die UVP. (Öffnet sich in einem neuen Tab) Intel scheint mit der Arc-Reihe folglich das ideale Release-Zeitfenster verpasst zu haben.

Hinzu kommt die Ungewissheit bezüglich der kommenden Generation von AMD und Nvidia. So ist nicht unwahrscheinlich, dass hierbei auch einige Budget-Optionen eingeführt werden, welche starke Konkurrenz bedeuten dürften. 

Ich hoffe, dass Intel doch noch die Kurve bekommt und zumindest einen kleinen Platz auf dem Markt erwirtschaften kann. Aber auch ich kann meine Enttäuschung um die mehrmaligen Verschiebungen nicht verstecken. Im Moment hängt die Markttauglichkeit eines Team Blau von der zeitnahen Einführung des Arc Alchemist ab, wobei man unsicher sein darf, inwiefern die Konkurrenzfähigkeit überhaupt noch gegeben ist.

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

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