Das Geheimnis um die Intel-CPU lüftet sich: Das 6-GHz-Topmodell überspringt die CES und kommt plötzlich in den Handel

Intel Core i9-13900K in der Hand
(Bildnachweis: Future)

Intels Core i9-13900KS ist zwar nicht auf der CES 2023 (Öffnet sich in einem neuen Tab) aufgetaucht, aber auf mysteriöse Weise ist das aufgeladene Raptor Lake Topmodell (kurz) bei einem europäischen Händler aufgetaucht und wurde auch in China gesichtet (bevor es auch in diesem Fall schnell wieder entfernt wurde).

VideoCardz (Öffnet sich in einem neuen Tab)berichtet, dass der Core i9-13900KS bei einem chinesischen Händler, JD, aufgetaucht ist (wie von @wxnod auf Twitter hervorgehoben). Bevor er wieder vom Netz genommen wurde, gelang es einem findigen Menschen, die technischen Daten und die offiziellen Bilder der Verpackung abzufangen (die echt genug aussehen - aber wir müssen trotzdem vorsichtig sein, was die Authentizität eines Leaks angeht).

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Die Verpackung scheint die gleiche zu sein wie die des bisherigen Prozessor (Öffnet sich in einem neuen Tab)-Topmodells, des 13900K, und besteht aus einem silbernen Wafer-Gehäuse - wie erwartet - mit der einzigen Änderung, dass "Special Edition" auf der Verpackung steht. (Der 13900KS ist im Grunde eine limitierte Ausgabe des 13900K, die aus hochwertigerem Silizium besteht und schneller getaktet werden kann - in diesem Fall mit einer Boost-Geschwindigkeit von 6 GHz).

Aus den technischen Daten geht außerdem hervor, dass die TDP (Leistungsaufnahme) des 13900KS, wie bereits gemunkelt, bei 150 W liegt (beim Boosten wird er natürlich viel mehr Leistung verbrauchen).

Der Core i9-13900KS wurde auch bei LDLC, einem französischen Händler, mit einem Preis von 950 € gesichtet, aber dieses Angebot wurde inzwischen wieder zurückgezogen. Zum Vergleich: Der 13900K kostet bei LDLC 770 €, das heißt, das KS-Modell ist 180 € oder 23 % teurer als die Basisversion des Topmodells.

Auch wenn es sich hierbei um Platzhalterpreise von LDLC handeln könnte, würde das theoretisch bedeuten, dass der 13900KS in den USA für etwas mehr als 700 US-Dollar verkauft werden könnte, was in etwa dem entspricht, was mit Alder Lake und dem 12900KS passiert ist.

Wie dem auch sei, ein Special Edition-Prozessor wird natürlich nie billig sein, und vergiss nicht, dass Intel wahrscheinlich auch für Raptor Lake Preiserhöhungen plant (so wie sie bereits für Alder Lake anstehen).


Analyse: Der Fall des verschwundenen 13900KS

Wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf, soll der Core i9-13900KS am 12. Januar vorgestellt werden. Deshalb haben wir erwartet, dass das turbogeladene Raptor Lake Topmodell bereits eine Woche vorher auf der CES 2023 vorgestellt wird - denn es war bekannt, dass Intel auf der Messe eine Reihe neuer Prozessoren der 13. Generation zeigen wollte. Team Blue hat tatsächlich neue Raptor Lake Chips vorgestellt, aber der 13900KS war nicht darunter.

Dieses Versäumnis sorgte für einiges Kopfzerbrechen und die Angelegenheit wird noch mysteriöser, wenn der Core i9-13900KS bei Einzelhändlern auftaucht. Zugegeben, die Produktlisten wurden in beiden Fällen schnell wieder entfernt, aber das scheint darauf hinzudeuten, dass die Einzelhändler ein wenig voreilig waren und dass das aufgefrischte Raptor Lake Topmodell, wenn nicht nächste Woche, zumindest schon sehr bald in den Verkauf gehen wird.

Das lässt es allerdings etwas seltsam erscheinen, dass Intel den 13900KS nicht auf der CES zeigen wollte, oder? Es sei denn, Team Blue plant eine sehr zurückhaltende Markteinführung und eine einfache Ankündigung des Prozessors. Das könnte der Fall sein, obwohl wir uns vorstellen können, dass Intel mit dem ersten Chip, der 6 GHz erreicht, ein gewisses Aufsehen erregen will. Vielleicht ist das Veröffentlichungsdatum des 13900KS also verschoben worden und die Händler liegen mit ihren Angeboten weit daneben.

Wir werden die Wahrheit bald erfahren, aber denk daran, dass Intel bereits versprochen hat, dass dieser Chip Anfang 2023 erscheinen wird, und es gab sicherlich eine breite Erwartung, dass damit der Januar gemeint war.

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(Image credit: TechRadar Deutschland)
Christopher Barnes
Redakteur

Ich bin Chris und beschäftige mich für TechRadar vor allem mit den Bereichen Filme/ Serien, TV, Grafikkarten und Gaming - im Speziellen alles rund um Xbox. Ursprünglich habe ich in Stuttgart Film- und Fernsehtechnik sowie Drehbuch-Schreiben studiert. Da ich allerdings nicht nur schon immer großer Filmliebhaber, sondern auch leidenschaftlicher Gamer war und es zudem liebe zu schreiben, habe ich mich für den Journalismus in diesem Bereich entschieden. 


Erreichbar bin ich unter der Mail-Adresse cbarnes[at]purpleclouds.de

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