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Cyber-Bedrohungen und Ransomware im Unternehmen erkennen und abwehren

Ransomware und Cyber-Attacken
Ransomware und Cyber-Attacken stellen derzeit die primären existenziellen Bedrohungen für Unternehmen dar. (Bildnachweis: Pixabay, geralt)

Nicht nur die Mitbewerber sind eine Herausforderung für Unternehmen. Vor allem der Bereich der Cyber-Bedrohungen und sogenannte Ransomware macht Unternehmen nahezu täglich zu schaffen. Es gilt, solche Bedrohungen zu identifizieren und dafür zu sorgen, dass das Unternehmen zukünftig vor ihnen sicher ist.

Eine wichtige Voraussetzung für die Bewahrung der Cyber-Sicherheit in Unternehmen besteht darin, die technischen Komponenten auf dem neuesten Stand zu halten, etwa durch regelmäßige, von Herstellern zur Verfügung gestellte Updates. Zudem sollte die Art der Verschlüsselung (Öffnet sich in einem neuen Tab) so gestaltet sein, dass sie eine effiziente Barriere darstellt. Auch Passwörter und Zugangsberechtigungen sollten derart sein, dass selbst professionelle Hacker sie nicht einfach überwinden können. 

Ein wesentlicher Faktor zur Abwehr von Cyber-Bedrohungen und Ransomware kann die Schulung der Mitarbeitenden hinsichtlich des sogenannten Phishing darstellen. Gerade das Social-Engineering wird inzwischen sehr häufig von Hackern genutzt, weil der Mensch ein eher schwaches Glied in der „Verteidigungskette“ eines Unternehmens ist.

Identifizierung möglicher Schwachstellen durch Penetrationstests

Egal, wie gut Technik auch sein mag, sie beinhaltet immer Schwachstellen, sei es hinsichtlich der Programmierung oder ihrer Konfiguration. Genau hier setzen professionelle Hacker an und versuchen, solche Schwachstellen auszunutzen, um in das unternehmenseigene IT-System zu gelangen. Am effizientesten vermeiden lässt sich dies durch einen Penetrationstest Netzwerk. 

Dabei testen speziell ausgebildete IT-Cybersicherheitsexperten das Netzwerk ihres Auftraggebers und identifizieren potenzielle und bereits vorhandene Sicherheitslücken. Dr. Ewan Fleischmann, Gründer und CEO des auf IT-Sicherheitsüberprüfungen (Öffnet sich in einem neuen Tab) spezialisierten Unternehmens Redlings GmbH formuliert folgendermaßen: „Das Hauptziel eines Pentests besteht darin, eine Messung hinsichtlich der Durchführbarkeit einer Kompromittierung von Systemen oder auch Endnutzern vorzunehmen.“

Schwachstellen mit Hackerwissen identifizieren

Was einen Penetrationstest Netzwerk so besonders macht, ist die Vorgehensweise der ausführenden IT-Sicherheitsexperten. Sie führen den Test nämlich auf Basis des Wissens durch, das auch professionelle Hacker für eine solche Attacke verwenden. Der wesentliche Unterschied zu diesen besteht auch darin, dass es sich um einen vom jeweiligen Unternehmen autorisierten Versuch handelt, in die IT-Infrastruktur einzudringen.

Hacker tun dies selbstredend ohne Erlaubnis, um dann Daten zu stehlen oder eben Ransomware zu platzieren. Diese ist in der Lage, Teile oder das gesamte System eines Unternehmens lahmzulegen. Dadurch eignet sich Ransomware für Erpressungen, denn nur die Hacker können sie wieder deaktivieren und das IT-System wieder zum Laufen bringen. Im „Worst Case“ nutzen Hacker diese Software, um sie für terroristische Zwecke einzusetzen und Sabotage zu betreiben.

Durch solche Aktionen können einem Unternehmen immense finanzielle Schäden entstehen. „Die Ergebnisse, die ein Penetrationstest Netzwerk erbringt, bilden daher auch die Basis, um die Folgen bzw. die wirtschaftlichen Schäden zu bewerten, die sich durch die Kompromittierung für besonders kritische Geschäftsprozesse und damit für das gesamte Unternehmen ergeben könnten“, beschreibt Dr. Fleischmann den Sinn solcher Pentests.

Sicherheit kostet Unternehmen Geld, keine Sicherheit ist kostspieliger

Bei der Cyber-Sicherheit ist es ebenso, wie bei der Werbung, beides kostet zwar Geld, der Verzicht darauf kommt ein Unternehmen aber deutlich teurer zu stehen. Große Konzerne beschäftigen ganze IT-Abteilungen (Öffnet sich in einem neuen Tab), die sich mit der Sicherung des IT-Systems und der darin enthaltenen Daten und Informationen befassen. Dafür investieren sie sehr viel Geld und bauen einen nahezu undurchdringlichen „Wall“ an Schutzmaßnahmen auf.

Kleine und mittelständische Unternehmen, die oftmals die Säulen ihrer Branche sind, haben diese Ressourcen nicht und sind in Sachen Cyber-Sicherheit oftmals am Rande der Überforderung. Gerade für sie können Penetrationstests ein wertvolles Werkzeug sein, weil diese ihnen zeigen, an das größte Gefahrenpotenzial hinsichtlich Cyber-Bedrohungen besteht. Die vorhandenen Finanzmittel können aufgrund der erhaltenen Testergebnisse sehr zielgenau eingesetzt werden, um die bedrohten Schwachstellen mithilfe von Sicherheitsmaßnahmen zu schließen.

Neugestaltung der IT-Sicherheitsarchitektur kann Angriffe abwehren

Der erste und wichtigste Schritt, um Bedrohungen, die sich aufgrund von Hackerangriffen ergeben können, besteht darin, die Schwachstellen in den eigenen Reihen zu kennen. Dazu tragen die Penetrationstests wesentlich bei, weil sie diese Stellen identifizieren.

Ein ebenso wichtiger Schritt ist es allerdings, dass das Unternehmen die durch den Penetrationstest erbrachten Ergebnisse auch für sich nutzbar macht. Der effizienteste Pentest läuft ins Leere, wenn nicht in einem nächsten Schritt die IT-Sicherheitsarchitektur des Unternehmens entsprechend optimiert wird.

Aus diesem Grund sollte das große Thema der Cyber-Sicherheit möglichst weit oben in der Unternehmenshierarchie angesiedelt werden, im Idealfall auf Entscheider- bzw. Vorstandsebene. Immerhin hat die Unternehmensleitung ein großes Interesse daran, die IT-Infrastruktur so effizient wie möglich zu schützen. Dafür wird eine umfassende IT-Sicherheitsarchitektur mit einem entsprechenden, auch langfristigen Konzept benötigt, das in Unternehmen nur dann entwickelt wird, wenn seine Bedeutung den Entscheidungsträgern bewusst ist.