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Apple setzt wieder einmal auf AirPower - aber mit einem Unterschied

AirPower
(Image credit: Apple)

Viele von uns werden sich nicht an AirPower erinnern - eine kabellose Ladematte, die Apple zusammen mit dem iPhone 8, dem iPhone 8 Plus und dem iPhone X angekündigt hatte - die zufällig die ersten Geräte waren, die kabelloses Laden unterstützten. Dieses Gadget wurde 2019 still und leise zu Grabe getragen, obwohl ein Tipster andeutete, dass das Unternehmen die Idee wiederbelebt hat.

In einem Bericht* auf 91Mobiles wird ein Newsletter einer Telekommunikationsagentur zitiert, in dem behauptet wird, dass Apple das Multi-Geräte-Ladegerät wieder auf den Entwicklungstisch bringen könnte, da das Unternehmen keinen Hehl daraus gemacht hat, dass es alle seine tragbaren Geräte kabellos aufladen möchte. Dem Bericht zufolge könnte dies sogar ein Vorläufer für eine Technologie sein, mit der sich Apple-Geräte gegenseitig aufladen könnten. 

Ein weiterer Versuch? Oder nur ein falscher Alarm

Nachdem AirPower im März 2019 vom Markt genommen wurde, entschuldigte sich Apples Senior VP of Hardware, Dan Riccio, bei den Kunden mit der Begründung, das Gerät entspreche nicht ihren hohen Leistungsansprüchen. Doch im Juni 2020 behauptete ein Insider, Bilder des Ladepads zu haben, die sich dann aber als Fälschungen herausstellten. 

In Mark Gurmans letztem "Power On"-Newsletter für Bloomberg werden die Gespräche über das Ladepad wiederbelebt. Darin heißt es, dass Apple davon ausgeht, dass das Multigeräte-Ladegerät sowohl über kurze als auch über lange Distanzen kabellos auflädt. 

Natürlich hatte Riccio schon bei der Ankündigung der Einstellung von AirPower erwähnt, dass Apple irgendwann darauf zurückkommen würde. "Wir glauben weiterhin daran, dass die Zukunft drahtlos ist, und sind entschlossen, das kabellose Erlebnis weiter voranzutreiben", sagte er in seinem Statement im Jahr 2019.

Was ist bei AirPower schief gelaufen?

Sie funktionierten ganz einfach nicht so, wie Apple es erwartet hatte. Zunächst einmal hatten die originalen AirPower-Prototypen ein Überhitzungsproblem, weil 20 Ladespulen auf kleinem Raum untergebracht waren. 

Die Entwickler fanden keine Lösung, um die Überhitzung in den Griff zu bekommen und stellten das Projekt schließlich ein. Auch wenn das Unternehmen diese Information nie offiziell bestätigt hat, ist es wahrscheinlich, dass das Projekt allein aus diesem Grund scheiterte. 

Daraufhin behauptete Jon Prosser, der genaue Informationen über Apple-Geräte durchsickern ließ, dass AirPower nicht mehr in Apples Geräteplan für 2021 enthalten sei. Das iPhone 12 mit MagSafe-Technologie zum kabellosen Laden deutete jedoch darauf hin, dass Apple einen anderen Weg einschlagen würde. 

Während Android das kabellose Aufladen schon vor Jahren eingeführt hatte, wollte Apple die Technologie auf seine Weise weiterentwickeln und für seine eigenen Produkte anpassen. Bei AirPower ging es nicht darum, mehrere Geräte aufzuladen, sondern um eine Ladeumgebung, die es den Geräten ermöglicht, miteinander zu kommunizieren und den Stromverbrauch zu steuern. 

Heute gibt es verschiedene Qi- oder MagSafe-Ladegeräte für Apple-Produkte, mit denen die neuesten iPhones geladen werden können, aber es wäre schwer vorstellbar, dass Apple stillschweigend zusieht, wenn eines seiner Lieblingsprojekte scheitert. 

Die kabellosen Kurz- und Langstrecken-Ladegeräte für alle Apple-Geräte wurden bereits getestet, vielleicht ist es jetzt an der Zeit, dass das Unternehmen dazu übergeht, dass sich seine wichtigsten Geräte gegenseitig aufladen können. Gerüchten zufolge sollen Apples iPhones und iPads bereits seit 2017 über eine kabellose Rückwärtsladefunktion verfügen, aber das Warten geht weiter. 

* englischer Artikel

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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