Größere und günstigere OLED-TVs sind dank des LG-Samsung-Deals in Sicht

Größere und günstigere OLED-TVs sind dank des LG-Samsung-Deals in Sicht
(Bildnachweis: Samsung)

Die Kosten für die größten und besten OLED-TVs könnten bald dank einer erweiterten Partnerschaft zwischen Samsung und LG Display sinken. Auf der Grundlage der Anfang des Jahres geschlossenen Vereinbarung mit LG, zwei Millionen OLED-Panels (WOLED) in den Größen 77 und 83 Zoll an Samsung Electronics zu liefern, sind Berichte aufgetaucht, dass ein weiteres 77-Zoll-Modell in der Pipeline sein könnte. 

Laut Brancheninsidern, die mit Business Korea sprachen, hat Samsung am 22. Juli die Unterlagen für die behördliche Zulassung eines neuen 77-Zoll-OLED-Fernsehers eingereicht. Dieser soll nicht aus QD-OLED bestehen und stattdessen ein OLED-Panel von LG verwenden. Dabei hat Samsung erst vor einem Monat einen neuen 83-Zoll-OLED-Fernseher angemeldet, der ebenfalls mit einem Panel von LG Displays ausgestattet ist. Es unterscheidet sich auch von dem 77-Zoll-OLED-Modell, das im März angemeldet wurde. 

Obwohl sich die aktuelle Partnerschaft zwischen Samsung und LG auf OLED-Panels konzentriert, wird erwartet, dass sich die Vereinbarung auch auf LCD-Displays ausweitet, berichtet Business Korea. Was bedeutet das also für Samsungs künftige Fernseher? Hier ist alles, was du wissen musst. 

Warum verwendet Samsung keine Samsung OLEDs?

Samsungs 77-Zoll-Fernseher wurden mit Panels von Samsung Display, der Display-Panel-Sparte des Unternehmens, hergestellt. Da es aber zu Engpässen kam, wandte sich Samsung an LG Display, um die Lücke zu schließen. Ein Brancheninsider sagte gegenüber Business Korea: "Die Liefermenge von LG Display ist angeblich gering, aber für sie ist es ein positives Signal, dass sie ihre Lieferpalette durch den Verkauf von TV-Panels an Samsung Electronics erweitert haben."

Geht es bei dem Deal nur um OLEDs?

Im Moment, ja. Aber es ist wahrscheinlich, dass er sich auch auf LCD-Panels ausweiten wird. Das liegt daran, dass Samsung derzeit mit Chinas größtem Display-Hersteller BOE vor Gericht sitzt, der sowohl Samsung Display als auch -Electronics wegen angeblicher Patentverletzungen verklagt. BOE ist derzeit ein Zulieferer des TV-Herstellers, was dieser unter den aktuellen Umständen verständlicherweise ändern möchte. 

Laut dem Bericht von Business Korea beabsichtigt Samsung, BOE durch die LG Display- und Sharp-Tochter SDP zu ersetzen. Das sind gute Nachrichten für LG Display, das derzeit etwa sieben Prozent der LCD-Panels von Samsung liefert; diese Zahl könnte auf 17 Prozent steigen, was etwa 1 Billion Won an Einnahmen bedeuten würde.

Was bedeutet das für Käufer eines neuen TV?

Das könnte günstigere OLED-Fernseher von Samsung bedeuten, was wiederum zu insgesamt geringeren Preisen führen könnte - auch bei der Konkurrenz. Während Samsung sich auf sehr beeindruckende QD-OLED-Panels konzentriert hat, sind die WRGB-OLEDs von LG (die ein weißeres Licht als das Blau der QD-OLEDs erzeugen und Farbfilter anstelle von Quantenpunkten verwenden) deutlich billiger.

Wenn Samsung also mehr Panels von LG Display kauft, wie es der Plan zu sein scheint, vergrößert sich die Auswahl für sein TV-Sortiment - vor allem am günstigeren Ende des Marktes. Mehr Auswahl und niedrigere Preise - das klingt nach einem Gewinn für alle.

Wann werden LG-Panels in Samsung-TVs zu sehen sein?

Die Zahlen sind noch relativ klein, aber wenn Samsung jetzt die Zulassung für mehrere Fernseher in Korea beantragt, könnte das bedeuten, dass wir die Modelle später in diesem Jahr oder Anfang nächsten Jahres in den USA und Europa in den Regalen sehen werden. Wir könnten in diesem Jahr auch weitere Samsung LCD-Fernseher mit LG-Panels sehen, auch wenn es wahrscheinlich etwas länger dauern wird, bis sie auf den Markt kommen. 

Christopher Barnes
Redakteur

Ich bin Chris und beschäftige mich für TechRadar vor allem mit den Bereichen Filme/ Serien, TV, Grafikkarten und Gaming - im Speziellen alles rund um Xbox. Ursprünglich habe ich in Stuttgart Film- und Fernsehtechnik sowie Drehbuch-Schreiben studiert. Da ich allerdings nicht nur schon immer großer Filmliebhaber, sondern auch leidenschaftlicher Gamer war und es zudem liebe zu schreiben, habe ich mich für den Journalismus in diesem Bereich entschieden. 


Erreichbar bin ich unter der Mail-Adresse cbarnes[at]purpleclouds.de

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