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Amazon Echo (2019) Test

Der neue Amazon Echo (2019) macht den vorherigen Echo – und den Echo Plus – überflüssig

(Image: © TechRadar)

Unser Fazit

Der Amazon Echo (2019) fühlt sich nicht besonders neu an, da er in Form und Funktion dem vorhandenen Echo Plus nachempfunden ist. Er ist jedoch immer noch ein ausgezeichneter Smart Speaker, der eine bessere Klangqualität als der Echo der zweiten Generation bietet.

Vorteile

  • Aufgemotzter Sound
  • Freihändige Sprachbefehle
  • Personalisierte Sprachprofile
  • Alexa!

Nachteile

  • Nicht viel Neues
  • Grundsätzlich der Echo Plus
  • Kein Zigbee

Der Amazon Echo (2019) ist nur eines von vielen neuen Echo-Produkten, die im September bei einem großen Amazon-Event angekündigt wurden. Bei neuen Produkten von der smarten Echo-Brille bis hin zum Alexa-Ring klingt eine Auffrischung des klassischen Amazon Echo vielleicht nicht sonderlich spannend. Aber es hat großen Einfluss auf Amazons Smart-Speaker-Ökosystem.

Das Wichtigste, was du wissen musst, ist Folgendes: Der neue Amazon Echo ist im Wesentlichen der Echo Plus.

Was wir damit meinen? Der Amazon Echo (2019) verwendet die gleichen Materialien und Bauteile wie das Plus-Modell. Und beide Modelle sind, abgesehen von einigen unterschiedlichen Farboptionen, kaum zu unterscheiden, wenn du sie nebeneinander platzierst.

Während wir normalerweise alle paar Jahre neue Modelle und Aktualisierungen sehen – es handelt sich technisch gesehen um den Echo der dritten Generation - erleben wir normalerweise keine Verschmelzung verschiedener Modelle. Es ist jedoch klar, dass der neue Amazon Echo der Maßstab für Amazons Pläne mit der Echo-Reihe ist.

Was wir gedacht haben? Hier ist unser ausführlicher Testbericht zum Amazon Echo (2019).

Preis und Verfügbarkeit

Der neue Amazon Echo (2019) kostet 99,99 Euro und ist bereits erhältlich. Dies ist eine Preisstufe höher als beim Vorgängermodell, das seinerzeit zu einem Preis von 74,99 Euro angeboten wurde. Wir gehen jedoch nicht davon aus, dass dieses Modell weiterhin erhältlich sein wird.

Design und Funktionen

Erkennst du den Unterschied? (Link: Echo Plus; Rechts: Echo 2019)

Erkennst du den Unterschied? (Link: Echo Plus; Rechts: Echo 2019) (Image credit: TechRadar)

Das Design des Amazon Echo (2019) ist einfach zu beschreiben, da wir es bereits zuvor in unserem Echo Plus-Test gesehen haben.

Der neue Amazon Echo verwendet dieselben Komponenten sowie die verbesserte Audioarchitektur des Echo Plus-Modells, die diesen zuvor vom Standard-Echo unterschieden hatte. Aus wirtschaftlicher Sicht ist es sinnvoll, da Amazon so die gleichen Teile verwenden kann, die auch im Echo Plus verbaut werden.

Das bedeutet, dass der neue Amazon Echo die gleiche Zylinderform und das gleiche umlaufende Netzgehäuse mit abgerundeten Kanten aufweist – kein Vergleich zu dem industrielleren Dosendesign des Echo der ersten Generation.

Auf der Rückseite des Echos befinden sich ein Stromanschluss und ein AUX-Ausgang. Letzterer ermöglicht dir, dass du den Echo bei Bedarf an ein leistungsfähigeres Lautsprechersystem anschließen kannst – auch wenn dies die verbesserte Klangqualität des Echos vielleicht nur geringfügig übertrumpfen wird. Wenn du einfach nur einen Echo an dein AV-Setup anschließen möchtest, ist der günstigere Echo Dot wohl die bessere Wahl.

Vier Tasten für Lautstärke, Alexa und Stummschaltung des Mikrofons.

Vier Tasten für Lautstärke, Alexa und Stummschaltung des Mikrofons. (Image credit: TechRadar)

Auf der oberen Seite des Echos stehen vier Tasten zur Auswahl, bestehend aus zwei Lautstärkereglern, einer Aktionstaste (zum Aktivieren von Alexa) und einer Stummschalttaste, mit der Alexa nicht mehr lauscht. Eine physische Abschaltung, wie beim Pure DiscovR-Smart Speaker, ist nicht möglich, aber die Audioaufnahme soll abgeschnitten sein.

Ist überhaupt etwas wirklich neu? Neben den Standardfarben Anthrazit, Hellgrau und Sandstein gibt es eine neue dunkelblaue Farbe. Sie kann den neuen Echo hervorheben, wenn du bereits ein oder mehrere ältere Modelle in deinem Zuhause im Einsatz hast.

Abgesehen davon besteht der einzig wirkliche Unterschied zum Plus in der Funktionalität. Der Amazon Echo (2019) verfügt nicht über die ZigBee-Schnittstelle, über die eine große Auswahl an Smart-Home-Geräten von Partnern wie Philips Hue, WeMo, Belkin oder Samsung SmartThings verbunden werden kann. Dies war jedoch nie wirklich das Killer-Feature des Plus. Die bessere Klangqualität hatte ihn hingegen wirklich zu etwas Besonderem gemacht, wohingegen wohl nur recht wenige Nutzer Gebrauch von der Zigbee-Funktion gemacht haben.

In einem Gadget-Markt, in dem die meisten großen Hersteller eine Alexa-Funktionalität - Works With Alexa heißt es - direkt in ihre Geräte integrieren, muss Amazon selbst diesbezüglich natürlich weniger tun.

Smarter Assistant: Alexa

Wenn das Licht blau leuchtet, hört Alexa zu.

Wenn das Licht blau leuchtet, hört Alexa zu. (Image credit: TechRadar)

Was an Alexa im neuen Amazon Echo neu ist, ist genau das, was bei Alexa neu ist. Der intelligente Assistent von Amazon bietet in der gesamten Echo-Reihe die gleichen Funktionen, sodass alle Alexa-Geräte gleichzeitig über neue Features und Updates verfügen.

Für einen Sprachassistenten wie Alexa, der auf verbale Befehle reagiert und auf physische Eingaben weitestgehend verzichtet, gibt es viele Verwendungszwecke. Alternativ kannst du natürlich auch die Tastensteuerung am Echo verwenden, wenn du dies möchtest.

Alexa aufzufordern, einen Radiosender oder eine Musikwiedergabeliste - über Spotify, Tidal, Deezer oder Amazon Music - einzuschalten, ist einfach. Und sie reagiert sofort. Alexas Fähigkeit, Alarme und Erinnerungen einzustellen, Ansagen an andere Echo-Geräte zu senden, das Wetter oder den Verkehr abzufragen, machen diesen Echo (wie jeden anderen auch) zu einer äußerst praktischen persönlichen Assistentin und Informationsquelle.

Die Alexa Skills-Plattform ist immer noch ein Durcheinander. Und die meisten Benutzer kommen wahrscheinlich ohne allzu viele Skills zurecht. Für speziellere Funktionen wie Quizspiele, Meeres- und Tiergeräusche, Song-ID oder Möglichkeiten zum Finden deines Mobiltelefons wirst du von Alexa gelegentlich zu bestimmten Fähigkeiten weitergeleitet, um deine Anfrage erfüllen zu können.

Die Alexa-App selbst kann ein kleines Labyrinth darstellen, wenn es darum geht, Geräte einzurichten, ein Echo an dein Fernsehgerät anzuschließen oder Multi-Room- oder Stereo-Audio einzurichten. Und Alexa fordert dich normalerweise auf, die App zu durchsuchen, wenn du sie nach den Funktionen fragst. (Kleiner Tipp: Während des Setups nicht mehrere Bluetooth-Geräte in der Nähe haben.)

Die Verwendung von Alexa fühlt sich heute jedoch viel menschlicher an als früher. Die Sprachfähigkeiten von Alexa haben sich nach mehreren Jahren intensiver Nutzerdaten und interner Forschung und Entwicklung deutlich verbessert. Und manchmal fühlt es sich fast wie ein echtes Gespräch an, auch wenn die begrenzten Fähigkeiten der KI immer noch ziemlich häufig spürbar sind.

Die menschliche Syntax ist kompliziert und Alexa entschuldigt sich oft dafür, dass sie dich nicht verstanden hat, obwohl du glaubst ein klares Kommando gegeben zu haben. Aber solange du diese Einschränkungen akzeptierst und bereit bist, selbst Dinge zu googeln, wenn Alexa versagt hat, solltest du nicht sonderlich frustriert sein.

Dank einer neuen Sprachprofilfunktion kann Alexa auch feststellen, wer gerade mit ihr spricht. Dann kann sie die gewünschten Ergebnisse angepasst auf die Bewohner des Hauses bereitstellen. Dies betrifft allerdings nicht nur die KI von Amazon - Google Assistant und Siri machen dasselbe. Aber es zeigt, wie gut sich die personalisierten Sprachassistenten entwickeln.

Im Test sind ein paar Fehler aufgetreten. So hat sich die Alexa-KI manchmal selbst unterbrochen oder die Antwort zweimal wiederholt. Es handelte sich hierbei jedoch um geringfügige Probleme, die bei einem zweiten Gerät, das wir getestet haben, nicht auftraten. Sollte dir dies passieren, empfehlen wir dir, das Gerät innerhalb der Garantie zurückzugeben.

Leistung

Du kannst deinen Amazon Echo mit Fire TV-Geräten verbinden, um diese per Sprache zu steuern - auch wenn die Navigation nicht immer einwandfrei funktioniert.

Du kannst deinen Amazon Echo mit Fire TV-Geräten verbinden, um diese per Sprache zu steuern - auch wenn die Navigation nicht immer einwandfrei funktioniert. (Image credit: TechRadar)

Der Sound des neuen Amazon Echo ist dem des Plus ebenbürtig, da er die gleichen Teile aufweist. Laut Amazon bietet der 2019er Echo nun "dieselbe Audio-Architektur wie der Echo Plus, einschließlich Neodym-Treibern, 3-Zoll-Tieftönern und erhöhter Lautstärke, damit sich der Bass stärker anfühlt und die Mitten und Höhen klarer sind."

Es gibt eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Echo der zweiten Generation, da ein kraftvollerer Bass für einen volleren Klang sorgt, auch wenn du bei den niedrigen oder mittleren Frequenzen nicht sonderlich viele Audiodetails zu hören bekommst. Die Stärke bleibt die Wiedergabe von hochfrequentem Audio wie Podcasts, Nachrichtensendungen oder die Ausgabe der eigenen Stimme von Alexa.

Einer unserer Hauptkritikpunkte am vorherigen Amazon Echo war seine schlechte Audioqualität, die größtenteils auf eine klare Stimmwiedergabe für Alexa und weniger auf beeindruckenden Klang bei Musik abzielte. Daher ist der bessere Klang willkommen, auch wenn dieser auf der (inzwischen veralteten) Technologie des Echo Plus basiert. Es ist jedoch beruhigend zu sehen, dass die Audioqualität des neuen Standard-Echos eine Verbesserung gegenüber dem vorherigen Modell erzielt.

Du kannst den AUX-Anschluss zum Anschließen besserer Lautsprecher verwenden, auch wenn ein billigerer Echo Dot hierfür ausreichend wäre.

Du kannst den AUX-Anschluss zum Anschließen besserer Lautsprecher verwenden, auch wenn ein billigerer Echo Dot hierfür ausreichend wäre. (Image credit: TechRadar)

Für eine wahre Verbesserung des Klangs solltest du dir allerdings den Amazon Echo Studio ansehen. Der Dolby Atmos-fähige Lautsprecher verleiht der Echo-Familie einen echten Schub und ist das auf Klangqualität ausgerichtete Modell, das wir uns schon früher von Amazon gewünscht hätten.


Die Mikrofone sind ebenfalls besonders: Der Amazon Echo (2019) kann selbst gemurmelte Befehle aus einer Entfernung von bis zu einigen Metern empfangen.

Fazit

Der Amazon Echo (2019) fühlt sich nicht besonders neu an, da Form und Funktion dem vorhandenen Echo Plus nachempfunden sind. Da er jedoch eine Verbesserung zum Preis eines Standard-Echo-Modells bietet und zusammen mit dem wirklich audio-fokussierten Echo Studio auf den Markt kommt, zeigt dies, dass das Unternehmen die Klangqualität auf ganzer Linie ernst nimmt.

Da Amazon eine breitere Palette von Echo-Produkten bietet, sind einige Modelle notwendiger und wichtiger, andere hingegen weniger. Der neue Amazon Echo ist definitiv besser als der Echo der zweiten Generation. Und Alexa bleibt ein praktischer intelligenter Assistent für alle diejenigen, die freihändige Sprachbefehle bevorzugen.