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Intel stellt Rocket Lake-CPUs vor, schickt Core i9-11900K gegen AMD Ryzen 5900X ins Rennen

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(Image credit: Shutterstock)

Intel hat offiziell Rocket Lake vorgestellt, die 11. Generation seiner Desktop-Prozessoren, an deren Spitze der Core i9-11900K steht.

Die auf der neuen Cypress-Cove-Architektur basierenden Rocket-Lake-CPUs sollen eine 19-prozentige Verbesserung der IPC-Leistung (Instructions per Clock) im Vergleich zu den aktuellen Comet-Lake-Produkten bieten, was Intel bereits erwähnt hatte. Dieser IPC-Zuwachs basiert auf Intels eigenen internen Benchmarks auf SPEC CPU 2017, bei denen der 11900K und 10900K mit der gleichen festen Taktfrequenz liefen.

Intel weist außerdem darauf hin, dass die integrierte Xe-Grafik, von der diese Prozessoren profitieren, einen Leistungsschub von bis zu 50 % im Vergleich zu den Chips der 10. Generation liefert (ausgehend von 3DMark Fire Strike-Ergebnissen, die wiederum aus Intels eigenen Tests stammen).

Wie bereits zuvor gemunkelt, hat das Flaggschiff, der Intel Core i9-11900K, einen Basistakt von 3,5 GHz, einen All-Core-Turbo von bis zu 4,7 GHz und kann bis zu einem Maximum von 5,3 GHz (für kurze Zeit mit TVB oder Thermal Velocity Boost) hochtakten. Es handelt sich um eine 8-Kern-CPU mit 16 Threads und 16 MB gemeinsam genutztem L3-Cache an Bord (tatsächlich weniger als die 20 MB beim 10900K).

Der Core i9-11900K wird auch in Spiele-Benchmarks gezeigt (von denen einige auch schon geleakt wurden), wobei Intel demonstriert, dass er im Microsoft Flight Simulator (bei 1080p) 14 % schneller ist als der 10900K und 11 % schneller als AMDs Ryzen 9 5900X (12-Kern-CPU).

In Total War: Three Kingdoms ist der 11900K 13 % bzw. 10 % schneller als der 10900K bzw. 5900X, aber in Gears 5 sind die Unterschiede von 9 % bzw. 3 % (alle bei 1080p) wesentlich geringer, wobei letzteres nicht wirklich spürbar sein wird.

Dennoch klingen diese Zahlen für Team Blau vielversprechend, auch wenn wir wie immer etwas Vorsicht walten lassen müssen, wenn es um interne Tests geht und um die Art und Weise, wie Benchmarks (oder andere Variablen) so gewählt werden können, dass sie Produkte möglicherweise im besten Licht präsentieren.

Intel gibt in den gleichen Spielen auch einige Benchmarks für den Mittelklasse-Core i5-11600K an, eine CPU mit 6 Kernen und 12 Threads, einem Basistakt von 3,9 GHz und einem All-Core-Turbo von bis zu 4,6 GHz. In diesem Fall wird allerdings nur ein Vergleich mit dem 10600K geliefert und nicht mit einem Ryzen-Rivalen.

Der 11600K hat sowohl in Total War: Three Kingdoms als auch in Gears 5 bei 1080p-Auflösung einen größeren Vorsprung von 16 % gegenüber dem 10600K und eine Steigerung von 7 % in Microsoft Flight Simulator (und Grid 2019).

Produktivitäts-Prognosen

Produktivitäts-Benchmarks - wiederum von Intels eigenen internen Tests - werden ebenfalls gezeigt. Bei der Videobearbeitung ist der 11900K satte 88 % schneller als der 10900K und 35 % schneller als der Ryzen 5900X. Bei der Bildbearbeitung ist er 8 % besser als der 10900K und 14 % schneller als der 5900X, und bei der Microsoft-Office-Produktivität liegen die Steigerungen bei 12 % bzw. 8 %.

Beim Intel Core i5-11600K ist die Videobearbeitung 61 % schneller als beim Vorgänger der 10. Generation und bei der Bildbearbeitung und Microsoft Office-Produktivität beträgt der Unterschied 18 % bzw. 12 % zugunsten von Rocket Lake.

Rocket Lake bietet außerdem Unterstützung für DDR4-3200MHz-Arbeitsspeicher, 20 PCIe-4.0-Lanes sowie erweiterte Übertaktungsmöglichkeiten.

Letzteres beinhaltet die Möglichkeit, Speicherübertaktung in Echtzeit zu vorzunehmen, wodurch die Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers on-the-fly angepasst werden kann. Die Speicherübertaktung wird auch auf Intels H570- und B560-Chipsätzen möglich sein. Es gibt eine Reihe weiterer Funktionen für Hardcore-PC-Tüftler, darunter eine Einstellung zum Deaktivieren (bzw. Aktivieren) von AVX sowie zum Umgehen des Offset- und Spannungs-Guardbands von AVX2 und AVX-512.

Auf der rechenintensiven Seite sollen Intels Deep Learning Boost und Vector Neural Network Instructions helfen, die Performance bei Deep Learning Workloads deutlich zu verbessern.

Preise für Rocket Lake sind noch nicht bekannt, aber Intel hat uns bereits wissen lassen, dass die Prozessoren der 11. Generation am 30. März in den Verkauf gehen werden.