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Deutsche Telekom verkauft Mehrheitsbeteiligung an Funkturm-Sparte

Deutsche Telekom
(Image credit: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom hat einen 51%igen Anteil an ihrem Geschäftsbereich GD Towers für 17,5 Mrd. € verkauft. Damit ist sie das letzte große europäische Telekommunikationsunternehmen, das einen Teil seiner passiven Mobilfunkinfrastruktur an einen Dritten abgibt.

Den Zuschlag erhielt ein Konsortium aus DigitalBridge und Brookfield, die beide über Erfahrung in diesem Bereich verfügen und versprochen haben, in das Geschäft zu investieren, um die Funktürme in Deutschland und Österreich weiter zu vermarkten.

Die Transaktion bietet der Deutschen Telekom die Möglichkeit, ihre Schulden zu reduzieren und ihr Ziel einer Mehrheitsbeteiligung an T-Mobile USA voranzutreiben, während sie als 49%iger Anteilseigner von GD Towers weiterhin bedeutende Minderheitsrechte behält.

Vorteile des Funkturm-Verkaufs

Der Betreiber bleibt der Ankermieter und wird von jedem zukünftigen Umsatzwachstum in dem Geschäft profitieren.

"Die Deutsche Telekom setzt einmal mehr ihre strategische Agenda um. Wir kristallisieren den Wert unseres Turmvermögens heraus und schaffen damit Wert für unsere Aktionäre", sagte Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. 

"Gleichzeitig ermöglicht uns die Transaktion, die unangefochtene Netzführerschaft der Deutschen Telekom in Deutschland weiter auszubauen und durch unseren verbleibenden 49%-Anteil von weiteren Wertsteigerungen im Funkturmgeschäft zu profitieren."

Viele Betreiber haben in den letzten Jahren versucht, ihre Sendemasten zu verkaufen oder auszugliedern, in der Hoffnung, dadurch Mittel für Investitionen in neue Netze zu erhalten. Ein Verkauf bringt sofortiges Kapital, während ein separates Unternehmen oder ein Joint Venture die Infrastruktur effektiver vermarkten kann, als wenn sie im Unternehmen verbleibt.

Private-Equity-Firmen und Drittinvestoren, die eine langfristige Perspektive haben, schätzen die vorhersehbaren Renditen und das Wachstumspotenzial angesichts der erwarteten explosionsartigen Zunahme der Nachfrage nach mobilen Daten- und 5G-Diensten.

Das spanische Unternehmen Cellnex verfügt über ein wachsendes Portfolio von Anlagen in ganz Europa, darunter auch solche, die früher der Muttergesellschaft von Three, CK Hutchison, gehörten, während Vodafone seine Türme in das Unternehmen Vantage Towers ausgegliedert hat, das letztes Jahr an die Börse ging.

"Dies ist eine großartige Gelegenheit, in ein hochattraktives Turmportfolio mit stark kontrahierten Cashflows und großem Aufwärtspotenzial zu investieren", erklärt Sam Pollock, Managing Partner bei Brookfield und CEO Infrastructure. "Brookfield ist bereits ein führender globaler Infrastrukturinvestor, der weltweit rund 200.000 Telekommunikationstürme und Dächer verwaltet. Wir hoffen, diese Erfahrung und Expertise in diese neue Partnerschaft einbringen zu können - zum Nutzen unserer Kunden in Deutschland, Österreich und darüber hinaus."

"Die Kombination des führenden Mobilfunknetzes und der Marktposition der Deutschen Telekom mit Brookfield, einem der größten Immobilienverwalter der Welt, und dem Fachwissen von DigitalBridge im Bereich der digitalen Infrastruktur schafft ein Team mit unübertroffenen Fähigkeiten, um GD Towers bei seinem Wachstum zu unterstützen und die sich entwickelnden Netzanforderungen von Unternehmen und Verbrauchern in ganz Europa zu erfüllen", fügte Marc Ganzi, CEO von DigitalBridge, hinzu.

Franziska Schaub
Franziska Schaub

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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