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AMDs Smart Access Memory soll auch Intel-CPUs und Nvidia-GPUs zugutekommen

Nvidia GeForce RTX 3070
(Image credit: Future)

AMDs leistungssteigernde Smart Access Memory (SAM)-Technologie soll irgendwann mit Intel- und Nvidia-Hardware funktionieren, heißt es.

SAM erleichtert es der CPU, vollen Zugriff auf den GPU-Speicher zu erhalten, hebt bestimmte Speicherbeschränkungen auf und ermöglicht erhebliche Leistungssteigerungen (bis zu 10 % in einigen Spielen).

Im Moment funktioniert SAM nur mit AMDs neuen Big Navi-Grafikkarten in Kombination mit Ryzen 5000-Prozessoren (und einem Motherboard der 500er-Serie), also können nur wenige Spieler profitieren, die sich für diese neuesten Produkte entschieden haben (und das Glück hatten, eine RX 6000 GPU zu bekommen).

  • Wirf einen Blick auf unseren ausführlichen Testbericht der Nvidia RTX 3080

In einem Interview mit PC World hat AMD jedoch klargestellt, dass seine GPU-Abteilung mit Intel zusammenarbeitet, damit SAM für diejenigen mit einer RX 6000-Grafikkarte und einer Intel-CPU (und Motherboard) verfügbar sein wird.

Das Gleiche gilt für AMDs CPU-Abteilung, die mit Nvidia zusammenarbeitet, um sicherzustellen, dass SAM auch denen mit Ryzen-Prozessoren und GeForce-GPUs zugutekommt. Nvidia selbst hat bereits erklärt, dass es eine ähnliche Technologie für RTX 3000 Karten liefern wird, da SAM durch das Anpassen der BAR (base address register) von PCIe funktioniert. Es gibt also keinen Grund, warum es nicht auch auf Nicht-AMD Hardware funktionieren kann.

Natürlich ist diese letzte Ankündigung eindeutig eine gute Nachricht, denn es gab Spekulationen, dass AMD versuchen könnte, SAM als exklusiven Vorteil für diejenigen mit einem reinen AMD-Setup zu behalten, anstatt mit Rivalen zusammenzuarbeiten, um es einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Nicht nur einen Schalter umlegen

Der Vorbehalt ist, dass es bei weitem nicht klar ist, wie lange es dauern könnte, Unterstützung für Intel- und Nvidia-Hardware zu bringen. AMD betont jedoch, dass eine Menge Entwicklung und Feinschliff notwendig wäre, um einen beträchtlichen Leistungsschub zu erhalten, und dass es nicht einfach nur ein Schalter umgelegt werden müsste (was nicht überrascht).

Welche Nicht-AMD-Hardware genau unterstützt wird, ist eine weitere Unbekannte, obwohl es so aussieht, als würde sie auf der Seite von Nvidia eine Ampere-GPU benötigen. Außerdem ist es, wie wir bereits wissen, für den Nutzer selbst auf kompatibler, hochmoderner AMD-Hardware nicht ganz einfach, SAM zum Laufen zu bringen. Dafür muss man nämlich ziemlich tief im BIOS graben, was nicht jedem gefallen dürfte.

Wir werden einfach sehen müssen, wie die Dinge voranschreiten, aber wenn es darum geht, SAM außerhalb der All-AMD-PCs zum Laufen zu bringen, wetten wir, dass das in nächster Zeit nicht passieren wird.

Via Tom’s Hardware