Skip to main content

Samsung: Smartphone-Verkauf bricht ein, verzeichnet weiterhin Gewinne

Samsung Galaxy S20
(Image credit: Future)

Samsung erlebt die anhaltende Covid-19 Pandemie zwiespältig, denn die Nachfrage nach Rechenzentrumskomponenten gleicht den Einbruch der Verkäufe von Unterhaltungselektronik aus.

Der koreanische Technologieriese hat eine Reihe schwieriger Quartale durchlebt, da die relativ schleppenden Smartphone-Verkäufe durch den Absturz des Speicherchip-Marktes noch verstärkt wurden.

Samsung ist der weltweit führende Hersteller auf diesem Gebiet, wobei die Speicherchips traditionell für zwei Drittel der Gewinne verantwortlich sind.

Samsungs Profite

Da jedoch in vielen Ländern staatliche Einschränkungen und Kontaktverbote bestehen, die viele Menschen dazu zwingen, von zu Hause aus zu arbeiten, ist die Nachfrage nach Chips für Rechenzentren gestiegen. Die Anbieter von Cloud-Diensten sind bestrebt, ihre Kapazitäten zu erweitern, um den zusätzlichen Anforderungen an ihre Plattformen gerecht zu werden.

Samsung hat Investoren mitgeteilt, dass es im ersten Quartal einen Umsatz von 36,8 Milliarden Pfund (etwa 41,6 Mrd. Euro) und einen Betriebsgewinn von 4,3 Milliarden Pfund (etwa 4,9 Mrd. Euro) erwartet. Beide Zahlen sind Verbesserungen gegenüber dem letzten Jahr - und stehen im Widerspruch zu den Erwartungen der Analysten.

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob ein anhaltender Einbruch auf dem Smartphone-Markt Samsung, das sowohl der weltweit größte Hersteller als auch ein wichtiger Lieferant für andere Unternehmen ist, betrifft.

Der weltweite Smartphone-Verkauf wurde zum einen durch die staatlich auferlegten Ausgangsbeschränkungen als auch durch die Fabrikschließungen, welche die Lieferkette durchbrachen, beeinträchtigt. Im Februar 2020 wurden nur 61,8 Millionen Geräte verkauft, gegenüber 99,2 Millionen im letzten Jahr. Dieser Rückgang von 38 Prozent ist der größte Rückgang in der Geschichte des Smartphone-Marktes.

Man geht jedoch davon aus, dass verspätete Käufe und die Verbreitung der 5G-Netze es dem Markt ermöglichen werden, sich 2021 wieder zu erholen.