Meta muss hohe Strafe für das Ausspähen von Nutzerdaten zahlen

Richter Hammer
(Bildnachweis: Pixabay)

Meta wurde von der irischen Datenschutzkommission zu einer Geldstrafe in Höhe von 265 Millionen Euro verurteilt, weil das Unternehmen die Privatsphäre seiner Nutzerinnen und Nutzer verletzt haben soll.

Die Datenschutzaufsichtsbehörde wirft dem Mutterkonzern von Facebook und Instagram vor, die Daten von mehr als einer halben Milliarde NutzerInnen nicht geschützt zu haben, wodurch eine große Zahl der Betroffenen einem viel größeren Risiko von Betrug wie Identitätsdiebstahl ausgesetzt ist. 

Die Nachricht kam, nachdem ein Sicherheitsforscher aufgedeckt hatte, dass die Daten von über 533 Millionen Facebook-Nutzern aus 106 Ländern, davon etwa 32 Millionen aus den USA und 11 Millionen aus Großbritannien, geleakt worden waren, darunter Telefonnummern, Geburtsdaten, E-Mail-Adressen und Standorte.

Gegen welche Gesetze hat Meta eigentlich verstoßen?

Die Aufsichtsbehörde, die für Meta zuständig ist, erklärte in einer Meldung (Öffnet sich in einem neuen Tab), dass Meta gegen die DSGVO-Verpflichtung zum "Datenschutz durch Design und Voreinstellung" verstoßen hat.

Zusätzlich zu der hohen Geldstrafe wird die Entscheidung der Aufsichtsbehörde Meta dazu zwingen, "seine Verarbeitung in Einklang mit der Verordnung zu bringen, indem es innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens eine Reihe von Abhilfemaßnahmen ergreift". Meta hat immer noch die Möglichkeit, die Geldstrafe vor einem irischen Gericht anzufechten. 

Ein Sprecher von Meta erklärte, das Unternehmen habe "in der fraglichen Zeit Änderungen an seinen Systemen vorgenommen und unter anderem die Möglichkeit beseitigt, unsere Funktionen auf diese Weise mit Hilfe von Telefonnummern abzufragen". 

Sie fügte hinzu: "Unerlaubtes Daten-Scraping ist inakzeptabel und verstößt gegen unsere Regeln, und wir werden weiterhin mit unseren Kollegen an dieser Branchenherausforderung arbeiten.

Hohe Bußgelder von EU-Aufsichtsbehörden sind für Meta keine Seltenheit. WhatsApp wurde im September 2021 wegen Transparenzverstößen mit einer Geldstrafe in Höhe von 225 Millionen Euro belegt.

Im September 2022 wurde Instagram mit einer noch höheren Geldstrafe von 405 Millionen Euro belegt, weil die Plattform mit den Daten von Kindern umgegangen war. 

Im März 2022 wurde Meta von der irischen Datenschutzkommission (DPC) zu einer Geldstrafe in Höhe von 17 Millionen Euro verurteilt, weil es seit 2018 zu einer Reihe von Datenverstößen gekommen war.

William Schubert
Freelancer - Content Creator

William Schubert ist Freier Content Creator bei TechRadar und für die Bereiche Playstation, VR, Gaming, Filme und Serien zuständig. 

Außerdem betreut er den YouTube Kanal von TechRadar  Deutschland.


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