iPhone-Nutzer können sich mit dem neuen Proton Mail Update vom E-Mail-Tracking verabschieden

Proton Mail roadmap für 2023
(Bildnachweis: Proton)

Mehr als 160 Milliarden E-Mails, die jeden Tag verschickt werden, enthalten unsichtbare Tracker, die die Online-Aktivitäten der Empfänger überwachen. 

Das sind die neuesten beunruhigenden Daten, die von einem der besten VPN-Anbieter, Proton VPN, gesammelt wurden. Das bedeutet, dass etwa fünf von zehn E-Mails, die du erhältst, dich ausspionieren könnten. 

Zum Glück kann jeder, der ein iPhone oder iPad benutzt, mit dem neuesten Update der iOS-Apps des sicheren E-Mail-Dienstes Proton Mail der E-Mail-Verfolgung standardmäßig entgehen.

Proton Mail kann nicht nur verhindern, dass diese aufdringlichen Grafiken auf ein Gerät geladen werden, sondern verbirgt auch den IP-Standort der Nutzer und Daten über die Öffnungszeit von E-Mails. 

E-Mail-Tracking ist eine Form der Online-Überwachung, die in der Regel von Werbetreibenden eingesetzt wird. Sie stützt sich auf diese unsichtbaren Bilder, um ein Profil der Empfänger zu erstellen, ohne dass diese zustimmen. Schlimmer noch: Diese Web-Tracker können sogar sensible Daten sammeln, selbst wenn sie einen verschlüsselten E-Mail-Dienst nutzen.

Da die mobile Sicherheit heutzutage immer wichtiger wird, hat der Schweizer Anbieter beschlossen, den Tracking-Schutz von seiner Desktop-App auf iOS auszuweiten. Eine neue Version der Android-App, die diese Funktion enthält, ist ebenfalls in Vorbereitung.

Ein sicheres E-Mail-Erlebnis ohne Tracker

Andy Yen, Gründer und CEO von Proton, sagte zum Thema E-Mail-Tracking: "Diese Art der Überwachung ist inakzeptabel, vor allem in dem Ausmaß, in dem sie derzeit stattfindet, und die Nutzer sind sich dessen weitgehend nicht bewusst."

"Es ist, als würde dir ein Auge über die Schulter schauen, das jedes Mal, wenn du eine E-Mail öffnest und liest, aufzeichnet, welches Gerät du benutzt, deinen Internetanbieter und sogar deinen Standort."

Der Tracking-Schutz von Proton lädt das Bild remote auf einen seiner Server, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Die Bilder werden dann auf diesen Servern zwischengespeichert, so dass du die E-Mail erneut privat öffnen kannst, ohne die Tracking-Grafik erneut laden zu müssen. 

Da der Anbieter die E-Mail automatisch öffnet, sobald sie über sein sicheres Netzwerk empfangen wird, können Marketer auch keine anderen sensiblen Daten wie die echten IP-Adressen der Nutzer, E-Mail-Zeitstempel, Betriebssystem, Gerätetyp oder den verwendeten Browser aufspüren. 

Proton versichert, dass es die E-Mails der Nutzer in keiner Weise lesen kann, da diese durch eine strenge Ende-zu-Ende- und Null-Zugriffs-Verschlüsselung geschützt sind.

"Wir bei Proton haben es uns schon immer zur Aufgabe gemacht, ein besseres Internet zu schaffen, in dem der Schutz der Privatsphäre Standard ist", sagt Yen.

"Deshalb bieten wir nicht nur eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für E-Mails an, sondern auch unseren einzigartigen E-Mail-Tracker-Schutz."

Der Tracking-Schutz von Proton ist außerdem einfach zu bedienen. 

Zunächst einmal läuft er automatisch im Hintergrund, so dass du nicht mit den Einstellungen herumspielen musst. Du musst nur sicherstellen, dass deine Proton Mail App auf dem neuesten Stand ist. 

Jedes Mal, wenn du eine E-Mail öffnest, die einen dieser Web-Tracker enthält, bekommst du eine Benachrichtigung. Du kannst dann einfach auf das Schildsymbol oben rechts in der infizierten E-Mail tippen, um zu sehen, was blockiert wurde. 

Die Funktion wurde erstmals im Januar letzten Jahres in den Web-Apps eingeführt und kann nun erstmals auch auf iPhone und iPad genutzt werden. 

Außerdem wurden gerade einige Verbesserungen eingeführt. Zum Beispiel kannst du jetzt für jede App einstellen, wie die Bilder angezeigt werden sollen.  

Seit der Einführung der verbesserten Version des Tracking-Schutzes hat Proton einen Anstieg der blockierten Tracker um 46 % verzeichnet. 

Bald werden auch Nutzer von Android-Geräten in den Genuss eines sichereren und trackerfreien E-Mail-Erlebnisses kommen.

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(Image credit: Future)
Franziska Schaub
Chefredakteurin

Hallöchen, ich bin Franzi.

Als Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland bin ich unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.

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